Schreib-Alltag: Aufgerafft!

Der NaNoWriMo 2014 ist Geschichte und mit ihm die wunderbaren 30 Schreib-Tage. 30 Tage, an denen ich täglich geschrieben habe. Und zwar nicht nur an meinem NaNo-Roman, sondern auch an meinen Auftragstexten und an all dem was mein Alltag als freiberufliche Autorin und Texterin so mit sich bringt. Ja, das hat tatsächlich ALLES funktioniert. Es hatte etwas mit Disziplin, Willensstärke und ganz viel Leidenschaft für die Welt der Worte zu tun.

Was geblieben ist? Erinnerungen und ein Roman, der zu Ende geschrieben werden will und soll. Als Zeitraum hatte ich mir dafür – locker aus der Hüfte schießend – das Ende DIESEN Jahres ausgedacht.

Die gute Nachricht: ja, ich habe die Geschichte bereits weiter geschrieben und ich liebe die Arbeit daran.

Die schlechte Nachricht: lange nicht so viel wie ich wollte.

Der gewohnte Schreib-Alltag hat mich also tatsächlich wieder eingeholt. Mit all seinen Anforderungen, die oftmals eben auch das Leben außerhalb der Welt der Worte betreffen.

Wo ist, bitteschön, meine herrliche Schreib-Zeit aus dem November geblieben? Wer hat sie mir geklaut?

Passend dazu habe ich gestern einen Blog-Beitrag von Marcus Johanus gelesen, in dem er u. a. diesen Satz schreibt: Wer darauf wartet, Zeit zum Schreiben zu haben, wartet ewig.

Genau so ist es! Niemand kommt, klopft an meine Tür und präsentiert mir Schreib-Zeit als Geschenk. Ich muss mir diese Zeit neben all meinen anderen Verpflichtungen nehmen und, noch viel wichtiger, sie dann auch nutzen. Kein zwischendurch-herumgesurfe, kein ich-muss-doch-noch-schnell-dies-und-das-erledigen. Konzentriertes Arbeiten. Das ist es, was mich beim Schreiben (und nicht nur da!) weiterbringt. Und da spielt das Wort Regelmäßigkeit für mich eine ganz wichtige Rolle.

Neun Jahre bin ich nun schon in der Schreib-Welt als freiberufliche Autorin, Texterin und Dozentin unterwegs. Und trotzdem holen mich diese Probleme immer mal wieder ein. Dabei dreht es sich nicht um die Auftragsarbeiten, denn die sind an Termine gebunden und somit fern von jeder Art von Bummelei. Es sind die Geschichten, die ich persönlich erzählen möchte und für die es in dem Moment Niemanden gibt, der bereit wäre ein Buch daraus zu machen. Dies war Jahrelang mein Gedanke bzw. die Frage: Warum solltest Du an diesem Projekt weitermachen? Vielleicht verschwendest Du nur Deine Zeit?!

Von derartigen Blockaden habe ich mich nach langen Kämpfen endlich befreien können. Selbst mein innerer Kritiker kann mich nun nicht mehr so schnell ins Bockshorn jagen. Und das war auch der Grund, warum ich in diesem Jahr bereit war, ein weiteres Mal am NaNoWriMo teilzunehmen. Weil es keine Zeitverschwendung, sondern eine Bereicherung war bzw. noch immer ist.

Selbst wenn mein Roman, meine diesjährige Herzensgeschichte letztendlich vielleicht in meiner virtuellen Schreib-Schublade ein zurück gezogenes Dasein fristen wird.

Mit diesen Worten begebe ich mich dann auch zurück an meine Geschichte und werde sehen, wo mich meine Figuren heute noch hin entführen.

Morgen gibt es übrigens passend zum 3. Advent eine kleine Weihnachtsgeschichte von mir – für alle kleinen und großen Liebhaber dieser wunderschönen Zeit!

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