Schreibkick: Titel gesucht!

Morgen ist es schon wieder soweit und der Schreibkick für den Monat Januar geht online. Das Thema lautete diesmal: Ins Netz gegangen.

Wasserstandsmeldung: meine Geschichte ist fertig geschrieben und bis auf wenige Kleinigkeiten überarbeitet. Über diese Kleinigkeiten werde ich noch eine Nacht schlafen und dann entscheiden, ob ich nach links oder rechts abbiege.

Aber ein Problem habe ich tatsächlich. Eines, dass ich – soweit ich mich erinnern kann – beim Schreiben noch nie so wirklich hatte… mir fällt absolut kein Titel ein. Bis auf irgendeinen Quark wie z. B. „Das Partygirl“. Ohne Worte (auch wenn Ihr die Geschichte noch nicht kennt) – ich weiß.

Daher nun meine Bitte an Euch: solltet Ihr morgen beim Lesen eine Idee haben – dann immer her damit. Ich bin für Vorschläge offen und dankbar und vor allem auch sehr gespannt, was Euch so einfällt. Danke schon mal!

Schreib-Alltag: Ohne Fleiß kein Preis

Es geht doch nichts über diese alten Sprüche. Die von frühen Vögeln, von einer Morgenstunde die Metall im Mund hat und eben dass man zu nix kommt, wenn man nicht fleißig ist.

In diesem Monat war ich fleißig – eindeutig. Mein selbst gesetztes Ziel – die 20.000 Wörter (es sind genau 20.056 geworden) – habe ich erreicht und damit bin ich in meinem NaNo-Roman ein ganzes Stück voran gekommen.

Allerdings durfte ich auch mal wieder erkennen, dass es schwierig ist auf mehreren Hochzeiten zu tanzen und das man manche Einladungen vielleicht ausschlagen sollte. Daher wird mein Hauptaugenmerk im nächsten Monat – was danach kommt, hängt davon ab wie der Februar Schreib-technisch läuft – auf den Aufträgen und der Überarbeitung unseres Kinderbuchs liegen.

Aber jetzt, in diesem Moment freue ich mich einfach, dass ich mein Schreib-Ziel in diesem Monat erreicht habe! Und ab Montag geht es dann mit neuer Kraft und Energie den nächsten Zielen entgegen.

Schreib-Alltag: Geht doch!

Der gestrige Tag war endlich einmal frei von Terminen, so dass ich schon morgens wusste: dies kann ein Schreib-Tag werden… wenn ich ihn dann auch so nutze und mich mal nicht durch All-Täglichkeiten ablenken lasse.

Die Überschrift verrät es schon – es war ein gelungener Tag, der mich nicht nur näher an mein Januar-Wort-Ziel, sondern vor allem näher an das Wort ENDE unter meinem NaNo-Roman gebracht hat. Wobei ich durchaus noch ein Fernglas brauche, um es in der Ferne am Horizont zu sehen. Aber da! Da hinten! Ganz klein… winzig… JA, da ist es!

Gestern waren es also insgesamt 2.831 geschriebene Wörter. Zugegebenermaßen war ich dann abends Kopf- bzw. Hirnmäßig ziemlich platt.

Heute und morgen bleibt mir nicht allzu viel Schreib-Zeit, aber zumindest soviel, dass ich mein Ziel von 20.000 Wörtern erreichen werde. Fehlende Wörter in dieser Sekunde: 2.906!

Geht doch!

Schreib-Alltag: Der rasende Countdown

Der Schreibmonat Januar neigt sich in gefährlicher Schräglage seinem Ende zu. Mittlerweile läuft der Countdown nicht nur – nein, er rast!

20.000 Wörter hatte ich mir für diesen Zeitraum auf meine Schreib-Fahne geschrieben und von diesem Ziel weiche ich nach wie vor nicht ab. Der Hauptgrund für die Teilnahme an dieser Aktion war und ist, das ich neben all den anderen Schreib-Tätigkeiten meinen Schreib-Fluss am Leben erhalten will. Sprich, mein NaNo-Roman soll weiter wachsen und gedeihen und zu einem Ende finden.

Ich will mich jetzt kein weiteres Mal darüber auslassen, dass der Januar anders als geplant lief. In diesen letzten Tagen zählen definitiv nur noch die Fakten. Und diese lauten: mir fehlen noch genau 5.876 Wörter bis zu meinem Monats-Schreib-Ziel. Also gerade einmal schlappe 1.469 Wörter pro Tag. Wobei ich genau weiß, dass ich am Donnerstag und Freitag jeweils nur einen kleinen Teil des Tages zur Schreib-Verfügung habe und am Samstag Schreib-technisch gar nichts geht.

Vor ein paar Tagen ist mir im Netz ein toller Spruch über den Lese-Weg gelaufen:

„Wenn es holprig wird, steigt man nicht aus, sondern schnallt sich an!“

In diesem Sinne, halte ich mich jetzt nicht mehr mit langen Schreib-Reden auf, sondern starte voller Zuversicht in den Schreib-Tag!

Schreib-Alltag: Der NaNo-Roman

Nun ist der NaNoWriMo bereits fast zwei Monate vorbei. Wie versprochen halte ich Euch weiter auf dem Laufenden, wie es mit meinem Roman „Ausgezogen“ voran geht.

Die gute Nachricht lautet, dass es Stück für Stück vorangeht und ich versuche so regelmäßig wie möglich daran zu schreiben. Allerdings geht die Arbeit daran gezwungenermaßen neben den Schreib-Projekten die Termingebunden sind ein wenig unter. Und so komme ich zur „schlechten“ Nachricht. Nein, die erste Fassung ist noch nicht beendet.

102 Seiten hat das Manuskript bereits und es werden sicherlich noch einige dazu gekommen. Im Laufe des Schreibens hat sich auch immer mal wieder etwas gewandelt. Besonders bei Heike, meiner Protagonistin. Das sie sich im Laufe der Geschichte immer mehr von ihren Mitmenschen abwendet und sich ihre Gedanken fast ausschließlich um den nicht mehr zu Hause lebenden Sohn drehen, war ja von Anfang an klar. Aber welche Auswirkungen das Ganze letztendlich hat, das hat sich nun doch noch verändert und teils auch zugespitzt. Was natürlich auch die Reaktionen von Familie und Freunden wieder verändert und was dann letztendlich natürlich angepasst werden muss.

Insgesamt macht mir die Geschichte nach wie vor Spaß und ich bedaure es sehr, mit z. Zt. nicht mehr Schreib-Zeit dafür nehmen zu können. Andererseits reift das Ganze natürlich auch, während ich nicht aktiv daran schreibe. Es ist ein bisschen wie kompostieren, tut dem Roman also vielleicht auch ganz gut. Mal schauen.

Wie versprochen gibt es heute auch mal wieder eine ungeschminkte Leseprobe:

Der erste Advent. Schon morgen. So stand es jedenfalls auf dem Kalender, der in der Küche neben dem Schrank hing. Heike tippte mit dem Finger immer wieder auf das Datum: 30. November, 1. Advent. Wann hatte sie jemals die Vorweihnachtszeit vergessen? Sie konnte sich nicht daran erinnern. Stets hatte sie schon Tage vorher ihren ganzen Deko Schnick Schnack vom Boden herunter geholt und alles auf Vollständigkeit durchgesehen. Jens hatte darüber immer gelacht. Schließlich räumte Heike nach jedem Weihnachtsfest alles sorgfältig weg und überprüfte dabei auch gleich alles auf Zustand, Vollständigkeit und was es da noch alles zu prüfen gab.

Aber in diesem Jahr war sie an all den Vorboten blicklos vorbei marschiert. Den Spekulatius und Lebkuchen in den Supermärkten, den nach und nach angebrachten Lichtern in der Altstadt von Euskirchen, den Gesprächen über Feiertage, Geschenke und Hektik. Ja, selbst die Weihnachten im Schuhkarton Aktion, die sie sonst in jedem Jahr unterstützt hatte, war durch ihr Raster gefallen. Nun gut, schüttelte sie ungeduldig den Kopf. Es würde schon genug andere Menschen geben, die den Kindern etwas schenkten und der erste Advent war laut Kalender eben erst morgen. Genügend Zeit, um noch alles vorzubereiten.

Sie ging ins Bad, um sich ein paar Klammern für ihre Haare zu holen. In den letzten Wochen hatte sie es versäumt zum Friseur zu gehen und nun hingen ihr etliche der dunklen Strähnen ins Gesicht und störten sie bei der Arbeit. Vielleicht ist es einfach an der Zeit meinen Look zu ändern, dachte sie, als sie das leicht gerupft wirkende Huhn im Spiegelbild entdeckte.

Lustlos kletterte sie die kleine Stiege in Richtung Dachboden hinauf, schob die Klappe hoch und ließ sie nach innen auf den Boden fallen.

„Alles in Ordnung Schatz?“, hörte sie Jens Stimme von unten herauf schallen.

Sie nickte, wobei ihr gar nicht klar war, dass er das aus der Entfernung gar nicht sehen konnte.

Während sie bereits zwischen etlichen Kisten und Kartons nach den richtigen mit der Weihnachtsdekoration suchte, hörte sie Schritte auf der Stiege. Kurz darauf steckte ihr Mann den Kopf durch die Luke.

„Ist alles ok?“

„Das habe ich doch schon gesagt“, schnauzte sie ihn an.

„Entschuldigung“, sein Tonfall klang plötzlich reserviert, „das habe ich wohl nicht gehört.“

Ich habe es auch nicht gesagt, dachte sie und sagte laut: „Tut mir leid. Ja, alles ok. Ich suche die Weihnachtsdekoration zusammen.“

„Oh und ich dachte schon, dass Du in diesem Jahr gar nicht dekorieren wolltest.“

„So, dachtest Du. Vielleicht hättest Du ja auch mal denken können: Hey, Jens, Deine Frau hat so viel um die Ohren mit den Vorbereitungen für ihre erste eigene Ausstellung, mach Dich doch mal auf den Weg und übernimm in diesem Jahr die Weihnachtsdekoration.“

„Nachdem Du all die Jahre darauf beharrt hast, alles selber zu machen? Bin ich lebensmüde oder was?“ Seiner Stimme hörte sie an, dass er langsam die Geduld mit ihr verlor.

Ihr Verstand konnte das ja verstehen, aber alles andere in ihr krampfte sich zusammen und ließ heiße Wut in ihr aufsteigen. „Wann raffst Du endlich, dass ALLES anders ist, als in all den anderen Jahren?“ Ihre Blicke schossen vernichtende Pfeile ab. „Und jetzt lass mich hier in Ruhe arbeiten, sonst hat Benni es nicht schön, wenn er nach Hause kommt.“

„Benni, Benni, Benni… hat in Deinem Kopf und Deinem Leben noch irgendjemand anderer Platz?“

„Wirfst Du mir jetzt mal wieder vor, dass ich mir um meinen Sohn Gedanken mache?“

„Ach, jetzt ist es schon DEIN Sohn?“

„Tja“, sie hielt einen Moment inne. Wollte sie ihn wirklich derart verletzten? „Du machst Dir ja anscheinend keine Gedanken!“

Der Vorwurf stand nicht nur wie eine Mauer zwischen ihnen. Nein, er fror alles um sie herum ein, hielt sie gefangen und gleichzeitig auf Abstand. In all dem Eis gab es keine Möglichkeit der Annäherung in diesem Moment. Und in einem anderen? Heike wusste es nicht.

Betont gelassen wühlte sie weiter in einem der Kartons, während ihr Mann wie versteinert auf dem Dachboden stand. Er bewegte sich nicht. Auch nicht, als sie mehrfach an ihm vorbei die Kisten nach unten trug.

Nachdem etliche Minuten verstrichen waren, sagte er leise: „Das meinst Du nicht ernst, dass ich mir um Benni keine Gedanken mache?“

Sie sah ihn nicht an als sie kurz sagte: „Nein, natürlich nicht.“

Der Vorwurf wurde größer und größer und richtete sich gemütlich im Hause Mersmann ein.

Lese-Zeit: Ein Jahr in Wien

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Wie ich es im letzten Lese-Zeit Beitrag schon angekündigt hatte, war ich in der Zwischenzeit in Wien. Ich habe über die (angeblichen?) Eigenarten der Wiener gelesen, habe gedanklich in Kaffeehäusern gesessen und Wiener Melange mit einer schönen Milchschaumhaube genossen. Das ist doch immer wieder das Wunderbare an Büchern – man kann an jeden Ort dieser (oder einer anderen) Welt reisen, in jede Haut schlüpfen und alles erleben.

Aber von vorn. Vor einigen Jahren lungerte ich in einer Seminarpause im Aufenthaltsraum herum und stöberte in einer Bücherkiste. Und da lachte es mich an: Ein Buch mit dem Titel „Ein Jahr in Rom“. Abends auf meinem Zimmer steckte ich die Nase sofort hinein und es zog mich augenblicklich in seinen Bann. Die Autorin Dela Kienle erzählte – Ihr seid wahrscheinlich schon selbst drauf gekommen – von ihrem Jahr in Rom. Keine staubtrockene Aufzählung von irgendwelchen Restaurants und Sehenswürdigkeiten, nein hier gab es einen Blick in den Alltag einer „Auswanderin“. Mit allen Höhen und Tiefen und natürlich mit ihrer ganz eigenen Meinung. Es war eines dieser Bücher bei denen ich traurig war, als ich die letzte Seite gelesen hatte.

Einige Wochen später stieß ich dann durch Zufall auf die Tatsache, dass der Herder Verlag, in dem o. g. Buch erschienen war, eine ganze Reihe davon herausgebracht hatte bzw. dies immer noch tut. Was passierte dürfte jedem klar sein – ich kaufte und kaufte und kaufte… naja, zumindest immer mal eins nach dem anderen. Und so war ich über die Jahre in Australien, Neuseeland, London, Paris, Island, Irland und in zahlreichen anderen Orten auf dieser Welt. Nicht jedes dieser Bücher hat mich überzeugt. Jede Autorin (es waren bisher immer Frauen…) erzählt nunmal in ihrem ganz eigenen Stil. Mal ist dieser sachlicher, hält sich sehr an Fakten fest und mal eben bunt-schillernd-aufregend. Natürlich auch mal ein Mix aus allem. Ich kann mich an meine Reise nach Barcelona erinnern. Dieses Buch konnte ich ohne großen Kummer einfach in mein Regal zu meiner Sammlung stellen. Wo es natürlich trotz allem bleiben wird!

Und nun war ich tatsächlich in Wien! Die Autorin Tonja Pölitz wurde als Korrespondentin ins ZDF-Studio nach Wien versetzt. Sie machte sich guter Dinge auf den Weg und schlug alle Ratschläge bezüglich: „mach Dich lieber mal schlau über die Österreicher“ in den Wind. Tja und so war sie eben doch überrascht, wie viel Deutsche und Österreicher dann doch trennt. Und das eben Jeder seine ganz eigene Lebensart hat und diese auch vehement verteidigt. Sie schreibt mit lockerer Hand, so dass die zahlreichen Begebenheiten z. B. an der „Würstelbox“ oder wie sie dann doch zum „Lieblingspiefke“ wurde, toll zu lesen sind.

Wer also gerne einen Blick hinter die Kulissen werfe möchte, der kann das hier ungeschminkt tun. Was allerdings ein Österreicher oder gar Wiener dazu sagen würde – das weiß ich nun wirklich nicht…

Schreib-Alltag: Halbzeit!

Die Hälfte des Monats Januar ist tatsächlich schon vorbei. Zeit für mich ein kleines Resümee zu ziehen. Wie Ihr Euch vielleicht erinnert, nehme ich an der Aktion Schreibmonat Januar teil. Meine Zielvorgabe für diesen Monat lautete 20.000 Wörter zu schreiben.

Bisher lief es leider recht holperig, da das Leben außerhalb meiner Schreib-Welt im Moment viel Raum einnimmt. Raum, der so nicht eingeplant war.

„Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.“ – so heißt es eben schon in dem Lied „Beautiful boy“ von John Lennon. Übrigens habe ich gerade bei Wiki gelesen, dass er dieses Zitat wohl von Henry Miller gemopst haben soll?? Aber egal, von wem es nun stammt: es ist nur allzu wahr, was ich z. Zt. eben auch wieder mal zu spüren bekomme.

Aber nun zu dem, was ich tatsächlich geschafft habe.

1. Mein NaNo-Roman „Ausgezogen“ macht gute Fortschritte. Nein, ich bin nicht so weit wie ich es mir vorgestellt hatte, aber auf einem guten Schreib-Weg. Dazu wird es dann auch nochmal einen gesonderten Beitrag inkl. einer weiteren ungeschminkten Leseprobe geben.

2. Der Schreibkick für den Januar (Ins Netz gegangen) wird wohl auch noch rechtzeitig fertig. Die Idee steht und die Geschichte ist ca. zur Hälfte geschrieben. Das Ergebnis werde ich dann am 01. Februar einstellen.

3. Zwei Beiträge für den Städteblog Hannover sollen es in diesem Monat werden, einer ist fertig, einer in Arbeit – also alles bestens!

Ansonsten lese ich fleißig an unserem gemeinsamen Kinderbuch, damit es auch mit der Überarbeitung voran gehen kann. Und ich kann Euch sagen: es ist immer wieder spannend, längere Geschichten nach dem Schreiben am Stück zu lesen – ein bisschen, als ob man wieder Neuland entdeckt.

Die neue Kategorie „Geschichten-Zeit“ ist inzwischen auch auf meinem Blog angekommen. Den Anfang machte hier meine Kurzgeschichte „Clarissa Lichtblau“. Die nächste wird es dann Mitte Februar geben. Die Kategorien „Schreib-ABC“ und „Interviews“ werden dann nach und nach folgen.

Um nochmal auf das Ziel des Schreibmonats zurück zu kommen. Bis heute habe ich 7.319 Wörter geschrieben. Ich gehe im Moment davon aus, dass ich mein Monatsziel, die 20.000 Wörter auf jeden Fall noch erreichen werde.

Soviel für Heute aus meiner Schreib-Welt. Ich hoffe, wir lesen uns wieder!