Lese-Zeit: Die Röte der Jungfrau

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In den letzten Wochen hat sich meine Bücher-Schlagzahl deutlich erhöht und ich habe zahlreiche Reisen in die unterschiedlichsten Menschenleben, Orte und Situationen unternommen. Nach und nach werde ich dann die gelesenen Bücher hier auch noch vorstellen. Wie immer geht es bei mir bunt durcheinander. Schon seit langem lese ich Querbeet – von Ahern, Cecelia über Böll, Heinrich; Conroy, Pat; Dickens, Charles; Ende, Michael; Fischer Marie-Louise; Gavalda, Anna; Hacker, Katharina; Irving, John; Jong, Erica; Keyes, Marian; Lenz, Siegfried; Michener, James A.; Nadolny, Isabella; Oz, Amos; Picoult, Jodi; für Q könnte ich eine Empfehlung gebrauchen!; Rowling, Joanne K.; Sharpe, Tom; Twain, Mark; Ury, Else; Verne, Jules; Walters, Minette; X und Y habe ich auch noch nichts! bis hin zu Zimmer Bradley, Marion kann bei mir so einiges Interesse finden.

Was wohl dieser Bücher-Wirrwarr über mein Seelenleben, meinen Charakter aussagt? Sicherlich gibt es auch dazu inzwischen diverse wissenschaftliche Untersuchungen. Aber ich schweife ab.

Wie im letzten Lese-Zeit Beitrag schon einmal erwähnt, bin ich nun erneut bei Maria Ernestam gelandet. Der schwedischen Autorin von der ich bereits den Roman Das verborgene Haus gelesen habe. Als mir nun vor einigen Monaten Die Röte der Jungfrau förmlich vor die Füße fiel, habe ich gleich zugegriffen.

Diese Geschichte ist ebenso unverblümt und direkt geschrieben / erzählt wie die vorher gelesene. Ein Stil, der mir persönlich gut gefällt. Allerdings muss man als Leser auf einiges gefasst sein – die Protagonistin ist alles andere als zimperlich.

Eva, heißt sie im übrigen. 56 Jahre zählt sie, als ihr ihre Enkelin zum Geburtstag ein Tagebuch schenkt. Anstatt es wie viele andere es vielleicht tun würden zur Seite zu legen, beginnt sie es zu füllen. Mit ihren Erinnerungen. All das, was sie Jahrzehnte mit sich herum getragen hat, bekommt nun eine Stimme. Und mit dieser Stimme tauchen ebenso Bilder auf.

Die Geschichte spielt abwechselnd in der Vergangenheit und der Gegenwart. Die Autorin lässt ihre Leser am Erwachsen werden der kleinen Eva teilhaben. Und an den Gedanken, die die heutige Eva über sie hat. Der Roman ist wie ein großes Puzzle geschrieben. Nach und nach passen die Teile immer besser zusammen, bis sie zum Schluss ein komplettes Bild ergeben.

Über den ersten Satz des Buches war ich übrigens schon vor längerer Zeit gestoßen und er hatte mich da schon neugierig gemacht: „Ich war sieben Jahre alt, als ich beschloss, meine Mutter zu töten…“

Die Lebensgeschichte, die sich dahinter verbirgt ist spannend, traurig, anrührend und oftmals auch grausam und brutal. Mir hat das Buch gefallen und ich würde mich auch ein weiteres Mal auf einen Roman von Maria Ernestam einlassen.

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2 Gedanken zu „Lese-Zeit: Die Röte der Jungfrau

  1. hmm… der erste Satz hat auch mich schon neugierig gemacht. Ich denke, das Buch werde ich demnächst auch mal lesen müssen. Klingt spannend, was du darüber schreibst 🙂 Und so „Puzzle“-Bücher mag ich auch!

    lg,
    Sabi

    Gefällt 1 Person

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