Lese-Zeit: Vom Schnee und von der Liebe

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Vor ca. zwei Jahren war ich in Münster (in Westfalen). Ich liebe diese Städtetrips, in denen ich zu Fuß die Gegend erkunden kann. Und wo zieht es mich in jeder Stadt hin? Natürlich! In Buchläden, Antiquariate und hin und wieder – so wie in Münster – in die Stadtbibliothek. Ein architektonisch übrigens ausgesprochen interessantes Gebäude. Aber ich komme lieber zurück zu den Büchern. In einer Ecke wurden ausrangierte Exemplare angeboten und beim durchschauen zog mich ein Titel sofort in seinen Bann: Vom Schnee und von der Liebe.

Die Autorin, Helen Dunmore, war mir bis dato nicht bekannt. Der Klappentext versprach eine Reise nach Finnland zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Ich mag diese literarischen Zeitreisen, insofern brauchte es nicht viel, um mich vom Kauf des Buches zu überzeugen.

Zuhause verschwand das gute Stück in meinem bald-lesen-Regal. Erst sortierte ich es in die obere Reihe ein, dann wanderte es nach unten – was grundsätzlich kein so gutes Zeichen ist. Aber ich bin der Meinung, dass es für die unterschiedlichen Bücher einfach auch unterschiedliche Zeitpunkte gibt sie zu lesen. Und vor kurzem nun kam der Zeitpunkt für dieses.

Und was soll ich sagen? Ich liebte den Stil von Helen Dunmore von der ersten Seite an. Eine ruhige Erzählweise mit wunderbar beschriebenen Bildern. Anrührende Szenen, die trotzdem nicht kitschig sind.

Also alles gut? Nein. Leider nicht. Der Verlauf der Story machte meinem Lesevergnügen ein zu frühes Ende. Die Geschichte handelt von einem Waisenmädchen, das im Haushalt eines Arztes eine Dienststelle antritt. Dieser lebt nach dem Tod seiner Frau allein und zurückgezogen.

Die Anwesenheit von Eeva, der Protagonistin, ist für ihn – ich zitiere den Klappentext – verstörend und inspirierend zugleich. Ich ahnte im Voraus nicht, dass es sich in der Geschichte eine lange Zeit um die Sehnsucht dieses Arztes nach seine minderjährigen Bediensteten dreht. Um den Lesewilligen nichts vorweg zu nehmen, gehe ich hier nicht in die Tiefe. Aber mir persönlich gefiel dieser Teil des Romanes so gar nicht.

Mein Interesse war erst wieder geweckt, als es um die weitere Zukunft des Mädchens und um die politischen Verwicklungen im Land, der sogenannten Russifizierung ging.

Erst im Nachhinein ist mir aufgefallen, dass ich noch ein weiteres Buch von Helen Dunmore besitze: Der Duft des Schnees. Diese Geschichte handelt ebenfalls von der Liebe, dieses Mal jedoch zwischen Geschwistern, die sich sozusagen aus der Not heraus zusammen schließen.

Bisher bin ich mir noch nicht sicher, ob ich dieses Buch noch lesen werde. Interessieren würde mich, ob Ihr schon einmal ein Buch von Helen Dunmore gelesen habt. Wenn ja – immer her mit Eurer Meinung! Vielleicht habe ich ja nur den Kern der Sache nicht verstanden.

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