Schreibkick: Das Planetenbuch

Wie ich Euch bereits erzählt hatte, tat sich meine Muse mit der Idee zum Schreibkick mit dem Thema Planetenbuch echt schwer. Da ich aber die letzten beiden Monate bereits aus Zeitgründen nicht dabei sein konnte, wollte ich dieses Mal unbedingt noch etwas zustande bringen. Und da die liebe Tinka für gestern Nachmittag mal wieder eine Schreibtour angeboten hatte, habe ich die Gelegenheit beim Schopfe gegriffen und mich ausschließlich auf diese Geschichte konzentriert. Nach ca. einer Stunde hatte ich eine Kurzgeschichte in meinen Laptop getippt. Es ist nur im Ansatz das geworden, was ich mir vorgestellt hatte. Sie ist bisher noch nicht überarbeitet, sondern einfach nur so wie ich sie reingehauen habe.

ABER ich möchte auf meiner Seite auch immer mal wieder Blicke hinter die Kulissen bieten. Und hinter den Kulissen ist es nunmal oftmals auch chaotisch, voller Spinnweben und Wollmäuse und überall steht Krams rum. Ich denke Ihr wisst was ich damit meine.

Mit dieser Geschichte stehe ich einfach auch zu den Worten die ich irgendwo mal gelesen habe und absolut befürworte: schreiben ist besser, als nicht zu schreiben. Etwas Geschriebenes kann man überarbeiten, wenn man nichts schreibt… naja, so in etwa hieß es da…

Ach ja und morgen kommt dann die monatliche Geschichten-Zeit – diesmal etwas früher, weil die Urlaubszeit vor der Tür steht – und die Geschichte ist dann überarbeitet! 🙂

Sternenliebe

von Nicole Vergin

Wenn die Menschen ihre Blicke hoch oben übers Firmament schweifen lassen, dann erblicken sie unzählige Sterne. Manche haben sich zusammen gefunden, um ein Bildnis darzustellen, manche leuchten so schwach, dass man sie mit bloßem Auge kaum erkennen kann. Und zwei von ihnen verstecken sich in den Weiten des Universums, so dass sie von der Erde aus gar nicht zu sehen sind. Was schade ist, denn genau diese beiden strahlen mit ganzer Kraft und sie haben eine besondere Geschichte. Und diese Geschichte möchte ich Euch heute erzählen.

Es geschah vor langer Zeit, als sich die Sterne am Himmel noch keinen festen Platz gesucht hatten. Sie glitten über das Himmelszelt, ohne zu wissen wo sie hingehörten. Nach und nach taten sich einige von ihnen zusammen. Sie formierten sich zu Bildern, deren Namen später einmal bis zu den Menschen vordringen sollten.

Zwei der Sterne waren jedoch lieber allein zu Zweit. Amarus und Relaria, so hießen die beiden Sterne, genossen es gemeinsam im Mondenschein über die Milchstraße zu gleiten. Wann immer ihnen ein anderer Stern begegnete, waren sie zwar freundliche, ja sie plauderten auch mit ihm, aber dann zogen sie allein weitere ihre Bahnen.

Die meisten andere Sterne gönnten ihnen dieses gemeinsame Glück, sahen sie doch, dass Amarus und Relaria vor lauter Glück alle anderen Sterne mit ihrer Helligkeit übertrafen. Sie strahlten so hell, dass sogar die Sonne neben ihnen ein wenig verblasste.

Und ich brauche Euch wohl kaum zu sagen, dass ihr das gar nicht gefiel. Bisher war sie stets die Hellste und Strahlendste am Firmament gewesen, aber nun durch den Zusammenhalt dieser Beiden wurde sie doch tatsächlich übertroffen. Zudem hätte auch sie gerne einen anderen Stern an ihrer Seite gewusst, aber niemand traute sich in ihre Nähe. War sie doch für ihr hitziges Wesen nur allzu bekannt.

Da sie zudem ein großes Selbstbewusstsein ihr Eigen nannte, trat sie eines Tages an die beiden verliebten Sterne heran und forderte sie unmissverständlich auf, sich zu trennen.

Amarus und Relaria erschraken, aber ihre Liebe war so groß, dass sie unter keinen Umständen dazu bereit waren. Die Sonne gab jedoch nicht auf und ersann einen grausamen Plan. Sie wollte mit ihren glühenden Strahlen die arme Relaria versengen, sie zum glühenden Feuerball am Himmel machen. Sofort wollte sich Amarus als Schutzschild vor seine Geliebte stellen, aber auch dies hätte das Paar nicht vor Schaden bewahrt. Es wäre nur noch schlimmer gekommen, da es dann sie Beide getroffen hätte.

Und so blieb ihnen nichts anderes übrig, als die mächtige Sternenhexe um Hilfe zu bitten. Drei Tage und Nächte vergingen, bis sie sie in ihrem Versteck, einem schwarzen Himmelsloch, gefunden hatten. Angst bemächtigte sich ihrer, da sie viel Schlimmes über die Sternenhexe gehört hatten. Aber es war ihre einzige Möglichkeit, dem gemeinsamen Schicksal zu entrinnen.

Der Stern der Hexe war nachtschwarz. Bereits vor ewig langer Zeit war er erloschen, als sie sich der dunklen Seite zugewandt hatte. Sie verströmte eine eisige Kälte, die dafür sorgte, dass alle Sterne die in ihre Nähe kamen von einer dünnen Eisschicht überzogen wurden.

Amarus und Relaria schilderten was die Sonne ihnen angedroht hatte und sie hatten Glück im Unglück. Die Sternenhexe mit all ihrem Schwarz und der Kälte beneidete die Sonne schon länger um ihre Strahlen und deren Wärme. Und so war sie nur allzu erfreut darüber, einmal die Gelegenheit zu bekommen, ihr in die Parade zu fahren.

Jedoch, was sie dann dem Liebespaar als Handel vorschlug, ließ die Beiden augenblicklich verstummen. All ihre Leuchtkraft musste sie der Sternenhexe opfern, die sich damit schmücken wollte. Und nur wenn sie dazu bereit waren, würde sie sie vor der Sonne beschützen und sie verwandeln.

Ja, Ihr hört richtig. Sie würden nicht nur ihre Leuchtkraft aufgeben müssen, nein sie würde ihr ganzes Dasein aufgeben müssen, um neue Wege zu beschreiten. Vielleicht ahnt Ihr es bereits, was die Sternenhexe Amarus und Relaria anbot. Für den Moment würden sie schlicht verglühen, aber eines fernen Tages, wenn alle Sterne ihre Plätze am Himmelszelt eingenommen haben würden und wenn es auf einem von ihnen, auf der Erde, Leben geben würde, dann, ja, dann würden sie als Menschen geboren werden.

Amarus und Relaria erschraken gar sehr. Alles sollten sie für die große Ungewissheit aufgeben? Aber nein, nicht alles. Das Wichtigste würden sie in all dieser Zeit bewahren. Ihre große Liebe zueinander würde all das überdauern, davon waren sie überzeugt.

Und so willigten sie in den Handel ein und im selben Augenblick verdunkelten sich die beiden liebenden Sterne und glitten fort von der Sternenhexe, die nun heller leuchtete als die Sonne. Aber wie Ihr Euch denken könnt, hielt diese Kraft bei ihr dank der großen Kälte nicht lange an und sie wart erneut ein nachtschwarzer, kalter Stern.

Amarus und Relaria jedoch trieben ewig und ewig durch Raum und Zeit, ja, bis zu dem Tag, an dem sie in menschlicher Gestalt zu uns auf die Erde kamen, sich fanden und künftig als Amarus und Relaria von Wolkenstein glücklich und verliebt wie eh und je ihr Leben lebten.

Das Thema für den 01.07.15 ist: Im Nebel

Diesen Monat waren dabei:
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Sabrina

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2 Gedanken zu „Schreibkick: Das Planetenbuch

  1. Hey Nicole,

    die Geschichte ist echt schön *träum* gefällt mir super, auch wenn sie ein wenig traurig ist. Unsre Sonne ist ja ein ganz schönes Biest *g*
    Hat mich gefreut, wieder einen Text von dir zu lesen. Ich hoffe, Tinka bietet nächsten Monat zeitlich wieder passend eine Schreibtour an 😉

    lg,
    Sabi

    Gefällt 1 Person

  2. Hi Sabi!

    Ich danke Dir! Mal schauen, ob und wann ich nochmal die Feder bei der Geschichte ansetze. Die Idee mag ich nach wie vor, leider hakt die Umsetzung komplett. Aber wie oben geschrieben – so sieht es eben dann mal hinter den Kulissen aus! 😉

    Liebe Grüße
    Nicole

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