Lese-Zeit: Silber Teil 3

Wer meine Lese-Zeit Beiträge noch nicht kennt, kann hier erfahren warum und wieso ich sie schreibe!

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Nein, ich gehörte nicht zu denen, die sehnsüchtig auf den 3. Teil gewartet haben. Das wäre gelogen. Aber das Buch hat es auf jeden Fall auf meine Bücher-Wunschliste geschafft und nun ist mir dieser tatsächlich auch erfüllt worden!

Ich erwähnte es schon in meinem Beitrag über Teil 2: die Silber-Trilogie kommt für mich in keinster Weise an die Edelstein-Trilogie heran. Aber das ist eben ganz klar auch Geschmackssache.

Genau wie in Teil 2, war ich auch diesmal gleich wieder mittendrin im Leben von Liv und Mia Silber. Und in deren Träumen, in denen es wieder mal hoch her geht. Ich muss sogar sagen, dass mir der 3. Teil noch um einiges besser gefallen hat, als der 2. Oftmals ist es ja eher umgekehrt. Was mich einfach immer wieder begeistert ist der Stil von Kerstin Gier. Ich mag ihren Humor, egal ob sie Geschichten für Erwachsene oder Jugendliche schreibt. Und genau das habe ich auch hier wieder gefunden.

Herrlich, wie sie über das Bocker schreibt. Oder wie sie geschickt die geheime Secrecy zu Wort kommen lässt. Habt Ihr erraten, wer dahinter steckt? Also ich nicht!

Ein kurzweiliges, unterhaltsames, witziges, spannendes – eben ein Kerstin-Gier-Buch das mich wunderbar unterhalten hat und das ich gefühlt mit einem Happs verschlungen habe.

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Schreib-Alltag: Letzter Schritt: der Szenenplan

Planmäßig habe ich in der vergangenen Woche das Thema Figurenentwicklung abgeschlossen. Wie im letzten Beitrag beschrieben, war dies für mich ein recht ungewohnter Schritt. Ich bin daher auch nicht so in die Tiefe gegangen, wie viele Autoren es anscheinend tun. Daher weiß ich z. B. auch nicht, welche Nah- und Fernziele meine Nebenfiguren haben. Vielleicht ergibt sich das beim Schreiben noch, vielleicht benötige ich dieses Wissen aber auch gar nicht. Am Wochenende habe ich einfach einen Cut gemacht und nun liegen die Profile ausgedruckt auf meinem Schreibtisch, so dass ich jederzeit handschriftliche Ergänzungen machen kann.

Seit gestern befasse ich mich nun mit dem letzten Schritt: ich entwerfe einen Szenenplan. In der Schneeflockenmethode, die ich nutze wird diesbezüglich zu einer Tabelle geraten. Da ich in zahlreichen Lebenslagen ein absoluter Fan von Tabellen und Listen bin, ist dies für mich der passende Weg.

Aktuell hat meine Tabelle fünf Spalten:

  • Nummer (ich weiß immer gern, was ich schon geschafft habe)
  • Überschrift (einfach ein Titel für die jeweilige Szene)
  • Personen (hier war angedacht die Person zu benennen aus deren Perspektive man die Szene schreibt. Da ich jedoch nur aus einer schreibe, werden bei mir an dieser Stelle die beteiligten Figuren genannt. Ob das Sinn macht und nötig ist, werde ich herausfinden.)
  • Ort (wo spielt diese Szene)
  • Zusammenfassung (kurze Beschreibung, was in dieser Szene passieren soll)

Nachdem ich diese Tabelle in meine Word Datei hineingebastelt und noch ein wenig mit der Schriftart, -größe etc. herum gespielt hatte, konnte es losgehen. Ich schaute ratlos auf meine 5-seitige Zusammenfassung (Schritt 6).

Wie sollte ich das denn nun zustande bekommen? Als Jemand, der gerne aus dem Bauch heraus schreibt, war dieses ganze plotten in den vergangenen vier Wochen natürlich eine Herausforderung. Und zwar hauptsächlich mental. Und falls Ihr Euch nun fragt, warum ich es denn überhaupt mache, kann ich Euch zwei Antworten geben:

  1. mit meinem ersten Entwurf bin ich irgendwann stecken geblieben. Es ging damals nicht vor und nicht zurück und die Romanidee deshalb ins Schreib-Nirwana schicken wollte ich nicht. Und da ich bei einem kleineren Projekt mit der Schneeflockenmethode gute Erfahrungen gemacht hatte, war es für mich nahe liegend, diese ein weiteres Mal zu nutzen.
  2. ich wollte gerne auch mal diese Seite ausführlicher kennen lernen und selber ausprobieren. Wobei ich jetzt schon weiß, dass ich immer Jemand sein werde, der in den „Grautönen“ dazwischen schreibt.

Ich krempelte also entschlossen meine Ärmel hoch und machte es genauso wie bei dem aus-dem-Bauch-heraus-schreiben. Ich fing einfach mit einer Szene an, ohne mir in diesem Moment ewig Gedanken darüber zu machen, ob dies nun der richtige Einstieg ist. Ob es nicht doch besser wäre, wenn… Kurz: mein Kritiker wurde radikal ausgesperrt und erst wieder ins Schreibzimmer gelassen, wenn ich seine Meinung hören will.

Bis Ende dieser Woche soll die Planung abgeschlossen, der Szenenplan vollständig sein. Und am Montag beginne ich dann mit dem Schreiben. Ich halte Euch auf dem Laufenden!

Habt Ihr schon Erfahrungen mit der Schneeflockenmethode gemacht? Und wenn ja, dann welche? Oder seid Ihr eher Discovery Writer?

 

Schreib-Alltag: Die letzten beiden Schritte

Wie ich in meinem Beitrag Schreib-Pläne 2016 bereits geschrieben habe, will ich den Plot für meinen Roman bis Ende Januar fertig haben.

Inzwischen bin ich bei Schritt 7 der Schneeflockenmethode angelangt: die Entwicklung / Beschreibung der Figuren.

Was dieses Thema betrifft, haben sich die Figuren meiner Geschichten bisher immer während des Schreibens sozusagen selbst entwickelt. Bei meiner Märchenadaption bin ich ja diesbezüglich auch bereits diesen Weg gegangen, allerdings bei weitem nicht so ausführlich. Für den Roman möchte ich es tatsächlich einmal gründlicher testen.

Also habe ich mich hingesetzt und im Internet nach Vorlagen zur Entwicklung von Figuren gesucht. So landete ich auf dem tollen Blog von Jaqueline Vellguth: Schriftsteller-werden.de. Dort kann man sich einen Charakterbogen als Datei herunterladen, an dem ich mich nun lang hangle. Alle Punkte greife ich nicht auf, aber da ist es eben wie mit allen Tipps und Ratschlägen: man muss immer schauen, was für einen selber passt!

Mit meinen Hauptfiguren bin ich inzwischen durch. Beim Schreiben meines ersten Entwurfs habe ich diese natürlich auch schon sehr gut kennengelernt, insofern war dies der einfachere Teil. Aber nun bin ich bei den Nebenfiguren und gleich bei der ersten prompt darüber gestolpert, dass ich bisher nur ihren Spitznamen kannte. Außerdem fällt es mir grundsätzlich schwer, mir das Aussehen meiner Figuren vorzustellen. Dafür kann ich mich gut in sie hineinfühlen.

Also muss ich mich nun ranhalten, denn Ende dieser Woche sollen auch diese Profile stehen, damit ich dann nächste Woche den letzten Schritt gehe: die Planung der einzelnen Szenen. Es bleibt also spannend!

Wie macht Ihr es mit Euren Figuren? Wie sorgt Ihr dafür, dass sie lebendig werden?

Lese-Zeit: Ein ganz neues Leben

Wer meine Lese-Zeit Beiträge noch nicht kennt, kann hier erfahren warum und wieso ich sie schreibe!

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Als ich im Oktober zwecks Schreiben und Recherche in der Eifel war, stöberte ich als anerkannte Lese-Ratte natürlich auch durch die dortigen Buchläden. Da ich unbedingt noch ein Mitbringsel benötigte, stand ich kurz darauf bereits mit einem Buch in den Händen an der Kasse.

Kennt Ihr das auch, wenn man von dort immer nochmal mit Blicken über die vorhandenen Bücherstapel wandert? Bei ebendieser Wanderung wurde mein Blick magisch angezogen. Jojo Moyes. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich gar nicht gewusst, dass sie ein neues Buch herausgebracht hatte. Vor mir stand noch eine Kundin und so griff ich neugierig nach einem Exemplar. Hardcover? Ich staunte. Waren doch die bisherigen Werke von ihr immer als Softcover – soweit ich weiß – auf den Markt gekommen.

Und dann las ich den Titel: Ein ganz neues Leben ist die Fortsetzung von Ein ganzes halbes Jahr! Die Mitarbeiterin im Buchladen hatte mich vermutlich schon mehrfach angesprochen, denn sie sah ein wenig irritiert aus, als ich aus meinem „Alice-im-Wunderland“ zurückkehrte.

Mal ernsthaft – ich wusste nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Dieses Buch hatte mich damals begeistert, berührt, mitgerissen. Und jetzt eine Fortsetzung? Es ist wie mit Kinofilmen. Ein toller erster Teil ist überhaupt keine Garantie für weiteren Filmspaß. Aber zurück zu Ein ganz neues Leben.

Ich konnte gar nicht so schnell gucken, wie ich mich beim Lesen wieder mitten im Leben von Louisa Clark befand. Für mich war es tatsächlich so, als hätte die Autorin einfach in eins durchgeschrieben. Da sollten Jahre dazwischenliegen? Ihr lest schon, ich bin total begeistert! Ok, nun bin ich auch ein absoluter Jojo Moyes Fan. Ich liebe ihre Bücher und bis auf eins habe ich bisher auch alle gelesen. Und ich hoffe, dass da noch so einiges nachkommt.

Ach ja, was ich dann auch noch nebenbei mitbekommen habe: Ein ganzes halbe Jahr ist verfilmt worden und kommt dieses Jahr in die Kinos. Keine Ahnung, ob ich mir den Film anschaue. Bisher bin ich da eher skeptisch. Aber vielleicht liege ich auch hier daneben…

Schreib- und Lese-Termine 2016

Buchmesse Leipzig

Vom 17. – 20. März öffnet in diesem Jahr die Buchmesse in Leipzig ihre Pforten. Und dieses Mal werde auch ich wieder dabei sein! Bei meinen ersten Besuchen habe ich es beide Male geschafft, am Ende des Tages völlig fertig die Hallen zu verlassen. Und Lust auf Bücher hatte ich dann auch nicht mehr so wirklich. Was mir fehlte? Ganz klar! Ein wenig Planung. Was interessiert mich? Bei welchen Verlagen möchte ich vorbeischauen? Welche Lesungen oder Interviews möchte ich hören? Diesmal werde ich mich also vorbereiten, um dann das Ganze auch genießen zu können und nicht nur herum zu irren. Zusätzlich habe ich in Leipzig eine schöne Übernachtungsmöglichkeit gefunden, so dass auch die Hin- und Rückreise völlig entspannt verlaufen kann. Ich werde am Samstag, den 19. März auf der Messe zu finden sein und ich würde mich freuen, wenn ich den Einen und Anderen vielleicht in diesem Rahmen einmal persönlich treffen würde! Wie siehts aus? Seid Ihr in diesem Jahr dabei?

Camp NaNo

Auch in diesem Jahr finden wieder die NaNo-Camps statt! Im vergangenen Jahr habe ich erstmalig an einem Camp teilgenommen und es war – ebenso wie der „richtige“ NaNoWriMo – eine tolle Erfahrung! Ob ich vom 01. – 30. April am Camp teilnehme, hängt davon ab, wie weit der zweite Entwurf meines Romans bis dahin gediehen ist. Eventuell nutze ich das Ganze dann nochmal für eine Turbozündung. Allen, die daran teilnehmen auf jeden Fall schon mal viel Spaß!

Schreib-Lust 

Im September steht dann wieder die jährliche Schreib-Lust in der Heimvolkshochschule in Loccum an. Zum 6. Mal begleite ich dann die TeilnehmerInnen durch die Welt der Worte. Und ich freue mich schon jetzt auf all die wunderbaren Wort-Begegnungen!

NaNoWriMo

Das Ende des Schreib-Jahres 2016 kündigt sich jedes Jahr mit dem NaNoWriMo (National Novel Writing Month) an. Vom 01. – 30. November schreiben weltweit zahlreiche Wort-Begeisterte 50.000 oder mehr Wörter. Im vergangenen Jahr habe ich nicht teilgenommen und es – ehrlich gesagt – den ganzen Monat lang bereut. In diesem Jahr will ich unbedingt wieder dabei sein. Woran ich dann schreibe? Keine Ahnung! Aber ich habe ja noch ein paar Monate Zeit, mir darüber Gedanken zu machen.

Lese-Zeit: Sixteen Moons

Wer meine Lese-Zeit Beiträge noch nicht kennt, kann hier erfahren warum und wieso ich sie schreibe!
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Vor einigen Monaten fiel mir auf einem Flohmarkt ein Cover ins Auge. Ein Gesicht, halb von Haaren verdeckt, ein grünes Auge schaute mich an. Darunter der Mond, durchscheinend wie die Kugel einer Wahrsagerin mit einem Raben davor. Bereits in diesem Moment wollte ich das Buch haben. Allerdings kaufe ich seit ein, zwei Jahren wesentlich bedächtiger und es wandern nur noch ein Bruchteil der Bücherberge wie früher in meine Taschen.

Aber dieses musste es – nach dem lesen des Klappentextes – eindeutig sein: Sixteen Moons von Kami Garcia und Margaret Stohl. Ein Jugendbuch Bestseller aus den USA.

Ende letzten Jahres befreite ich es nun endlich aus meinem Bald-lesen-Regal und verschlang es innerhalb weniger Tage. Vollmond. Magie. Liebe. Dieser Mischung konnte ich nicht widerstehen!

Ethan lebt in Gatlin, einer amerikanischen Kleinstadt, aus der man seiner Meinung nach verschwinden sollte. Je eher, je besser. Zu seinem Leidwesen ist er jedoch noch nicht mit der Schule fertig und so heißt es durchhalten. Das seine Mutter im Vorjahr verstorben ist und sein Vater so gut wie gar nicht mehr auf der Bildfläche erscheint, macht es ihm natürlich nicht leichter.

Aber – Ihr ahnt es vielleicht schon – es tut sich was in Gatlins Alltag. Lena zieht zu ihrem Onkel, dem alten Ravenwood, dem Niemand über den Weg traut. Und plötzlich ist für Ethan alles anders, denn diesem eigenartigen Mädchen ist er tatsächlich schon öfter begegnet. Allerdings in seinen Träumen…

Mein letztes Buch in dieser Richtung ist länger her und ich muss sagen, dass ich durchaus wieder Lust auf mehr bekommen habe. Also falls Ihr einen Tipp für mich habt – immer her damit!

Schreib-Pläne 2016

Die ersten zwei Wochen des noch frischen Jahres 2016 habe ich erst einmal zum Sortieren meiner Schreib-Pläne für die kommenden Monate genutzt.

Seit Anfang Januar arbeite ich weiter intensiv an dem um- und teilweise neugestalteten Plot meines Romans. Wie bereits geschrieben rücke ich dem Ganzen mit der Schneeflockenmethode zu Leibe, wobei kürzlich praktischerweise ein Beitrag des Online-Magazins Schreibmeer dieses Thema aufgegriffen hat. Und die dort aufgeführte Variante ist gegenüber der, die ich bisher genutzt habe, eine sinnvolle Erweiterung. Bis Ende Januar will ich mit dem plotten fertig sein, um dann von Februar bis Ende April den zweiten Entwurf zu schreiben.

Das Kinderbuch, das meine Kollegin Petra Fuhrmann und ich geschrieben haben, befindet sich inzwischen am Ende der zweiten Überarbeitungsphase und wird nun bald den Weg zu unseren Testlesern antreten.

Was meine Märchenadaption betrifft, habe ich mittlerweile die ersten Testleser-Rückmeldungen. In dieser Phase ging es mir darum zu erfahren, ob ich mit meiner Idee „auf der richtigen Fährte“ bin. Das ich an der Geschichte noch einiges zu überarbeiten habe, war mir bereits klar. Aber aufgrund der durchaus interessiert-positiven Rückmeldungen fühle ich mich noch zusätzlich gestärkt. Und ein paar tolle Tipps habe ich direkt noch dazu bekommen. Mal schauen, ob und wie ich das dann umsetze. Fürs Erste lege ich die Geschichte jedoch zur Seite, um meine Gedanken dazu noch ein wenig zu kompostieren.

Je nach Lust, Laune und Zeit werde ich auch weiterhin am Schreibkick teilnehmen. Diese Schreib-Gymnastik macht mir einfach immer wieder Spaß und fordert mich heraus. Und neben den großen Projekten ist es einfach auch eine schöne Abwechslung.

Meinen Blog werde ich natürlich ebenfalls weiterführen. Die Geschichten-Zeit wird es in diesem Jahr nicht monatlich, sondern sporadisch geben. Im vergangenen Jahr habe ich „alte“ Geschichten aus meiner Schreib-Schublade hervorgeholt, sie überarbeitet und dann eingestellt. Dort liegen durchaus noch einige, aber inwieweit ich da im Moment zeitlich zu komme, weiß ich noch nicht. Inzwischen gibt es meinen Blog schon beinahe eineinhalb Jahre und so nach und nach habe ich einiges dazu gelernt. Daher werde ich nun übers Jahr sicherlich auch einige Änderungen vornehmen, wie z. B. endlich mal eine Liste meiner Lieblingsblogs an die Seite stellen. Außerdem plane ich eine Büchertausch-Seite. Aber wie bei allem, will auch hier gut Ding Weile haben!

Wie Ihr lest, habe ich wieder eine Menge vor! Was steht bei Euch in diesem Jahr an? Habt Ihr Pläne oder lebt Ihr einfach drauflos? Ich freue mich auf jeden Fall auf ein weiteres Jahr mit vielen Schreib-Erlebnissen, Austausch und was eben so zum Schreiben und Lesen dazu gehört!