Schreib-Alltag: Die letzten beiden Schritte

Wie ich in meinem Beitrag Schreib-Pläne 2016 bereits geschrieben habe, will ich den Plot für meinen Roman bis Ende Januar fertig haben.

Inzwischen bin ich bei Schritt 7 der Schneeflockenmethode angelangt: die Entwicklung / Beschreibung der Figuren.

Was dieses Thema betrifft, haben sich die Figuren meiner Geschichten bisher immer während des Schreibens sozusagen selbst entwickelt. Bei meiner Märchenadaption bin ich ja diesbezüglich auch bereits diesen Weg gegangen, allerdings bei weitem nicht so ausführlich. Für den Roman möchte ich es tatsächlich einmal gründlicher testen.

Also habe ich mich hingesetzt und im Internet nach Vorlagen zur Entwicklung von Figuren gesucht. So landete ich auf dem tollen Blog von Jaqueline Vellguth: Schriftsteller-werden.de. Dort kann man sich einen Charakterbogen als Datei herunterladen, an dem ich mich nun lang hangle. Alle Punkte greife ich nicht auf, aber da ist es eben wie mit allen Tipps und Ratschlägen: man muss immer schauen, was für einen selber passt!

Mit meinen Hauptfiguren bin ich inzwischen durch. Beim Schreiben meines ersten Entwurfs habe ich diese natürlich auch schon sehr gut kennengelernt, insofern war dies der einfachere Teil. Aber nun bin ich bei den Nebenfiguren und gleich bei der ersten prompt darüber gestolpert, dass ich bisher nur ihren Spitznamen kannte. Außerdem fällt es mir grundsätzlich schwer, mir das Aussehen meiner Figuren vorzustellen. Dafür kann ich mich gut in sie hineinfühlen.

Also muss ich mich nun ranhalten, denn Ende dieser Woche sollen auch diese Profile stehen, damit ich dann nächste Woche den letzten Schritt gehe: die Planung der einzelnen Szenen. Es bleibt also spannend!

Wie macht Ihr es mit Euren Figuren? Wie sorgt Ihr dafür, dass sie lebendig werden?

Advertisements

7 Gedanken zu „Schreib-Alltag: Die letzten beiden Schritte

  1. Den Charakterbogen nutze ich auch, wenn auch mit zahlreichen Anpassungen. Je nachdem, in welcher Epoche die Figuren leben etc.
    Einige Dinge lege ich damit tatsächlich einfach fest, aber zu 80% nutze ich Bögen als Spickzettel und um während des Schreibens gewonnene Erkenntnisse übersichtlich zu notieren.
    Viel Erfolg mit deinen Figuren!

    Gefällt 1 Person

    • Danke! 😀
      Ja, ich habe ihn mir jetzt auch auf meine Bedürfnisse zugeschnitten. Nebenbei dann noch Notizen machen – das gefällt mir gut. Werde ich mich auch mal dran versuchen. Im Moment habe ich ein wenig das Gefühl, das mein Wissen über die Figuren mich ein wenig überrollt. Mal schauen, wie es dann wird, wenn ich die Geschichte schreiben?!

      Gefällt 1 Person

  2. Ich finde das Aussehen einer Figur nicht wichtig, damit sie lebendig wird. Wichtig sind eher Charaktereigenschaften oder Motivation sowie die Vergangenheit. Genauso wie im realen Leben ist das Äußere nur oberflächlich und alles andere die tiefe Ebene. In dem Sinne finde ich es nur logisch, dass du dich besser in deine Figuren hineinversetzen kannst als sie dir bildlich vorzustellen. Also mach dir darüber keine Gedanken. 🙂
    Grüße + Mika +

    Gefällt 1 Person

    • Hallo Mika,
      danke für Deine aufmunternden Worte! 🙂 Das ist wie mit vielen Punkten beim Thema Schreiben – die Geister scheiden sich! Ich finde es für mich jetzt durchaus spannend, dass Figuren-Pferd einmal anders aufzuzäumen, aber ich merke eben auch, dass mir die inneren Werte für eine Geschichte doch wichtiger sind. Mal schauen, wie ich es dann bei meinem nächsten Plot halte! 😀
      Liebe Grüße, Nicole

      Gefällt 1 Person

      • Ist ja auch wichtig, sich auszuprobieren, sonst weiß man nie, was zu einem passt. Ich relativiere meine Aussage mal in der Hinsicht, dass es natürlich auch Äußerlichkeiten gibt, die den Charakter darstellen können. Dann sind sie durchaus wichtig und haben Bedeutung für die Geschichte. Zum Beispiel eine Narbe am Kinn, feuerrote Haare oder zerlatschte Schuhe. Solche Dinge sind Besonderheiten, die einen Menschen ausmachen, aber nicht der Standard sind. Es entstehen automatisch Fragen. Wo kommt die Narbe her? Warum rote Haare? Kann er/sie sich keine ordentlichen Schuhe kaufen oder ist das Stil? Durch so etwas wird die Figur dann eben auch realer. Grüße
        +Mika+

        Gefällt 1 Person

  3. Pingback: Schreib-Alltag: Letzter Schritt: der Szenenplan | Nicole Vergin - Autorin

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s