Schreib-Alltag: Es darf geschrieben werden

Seit dem letzten Schreib-Alltag Beitrag habe ich weiter an meinem Szenenplan gearbeitet. Der Zeitplan sah vor, dass ich diesen Punkt am 31. Januar abschließe, um dann ab 01. Februar den zweiten Entwurf zu schreiben. Heute Nachmittag habe ich in meiner Tabelle die letzte Szene notiert. Somit liege ich hervorragend in der Zeit und morgen beginnt dann das große SCHREIBEN!

Während der Szenenplanung sind mir immer wieder etliche Details durch den Kopf geschossen – z. B. ob mein Wissen über den Beruf meiner Protagonistin wirklich ausreicht, ob und wenn ja wie viel ich an Dialekt aus der Gegend in der sie leben mit einbringe, sollte diese Nebenfigur nicht doch noch etwas tougher auftreten…

Letztendlich habe ich einen Großteil dieser Gedanken zur Seite geschoben und mir einige davon vorsichtshalber notiert. Ich habe es schon oft erlebt, dass ich mich irgendwann zu sehr in Details verstricke und dann mitsamt meiner Idee im Geschichtensumpf untergehe.

Daher habe ich den Szenenplan jetzt für gut befunden und werde mich morgen an das Schreiben der ersten Szene setzen. Natürlich hat mein Kritiker sich schon mal in Stellung gebracht und mir Gemeinheiten ins Ohr geflüstert: „Das kriegst Du nie umgesetzt! Wie willst Du das denn schreiben? Vielleicht solltest Du lieber…“

Gut, dass ich gelernt habe, diesen Fiesling auszusperren. Außerdem habe ich mir für den Februar ein Ziel gesetzt: die ersten 20.000 Wörter des zweiten Entwurfs zu schreiben. Und das gilt es zu erreichen!

Ich werde weiter wöchentlich an dieser Stelle über mein Roman Projekt berichten und bin neugierig, wie es mir den Rest der Woche ergehen wird.

 

 

 

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10 Gedanken zu „Schreib-Alltag: Es darf geschrieben werden

  1. Glückwunsch! Ich wünsche dir viel Spaß und Erfolg beim Schreiben. Wir können unsere Kritiker während der Schreibzeit ja gemeinsam auf irgendeine Südseeinsel schicken. Oder vielleicht gleich nach Sibirien verbannen? 😀

    Alles liebe,
    Sabi

    Gefällt 2 Personen

    • Danke liebe Sabi! Die guten Wünsche schicke ich Dir doch auch gleich für Deine Schreib-Zeit! Sibirien find ich klasse – jeder wie er es verdient! Und ohne Rückfahrkarte!!! 😀

      Dir auch alles Liebe!
      Nicole

      Gefällt mir

  2. Darf ich fragen, was in deinem Fall den Unterschied zwischen deinem Erstentwurf und deinem Zweitentwurf ausmacht? Ich muss nämlich gestehen, dass mein Szenenplan mit der ersten Rohfassung in etwa steht und ich danach nur noch überarbeite. Es würde mich daher interessieren, wie du da vorgehst.
    Grüße
    +Mika+

    Gefällt 1 Person

    • Bei diesem Schreib-Projekt lief es folgendermaßen: ich habe im November 2014 spontan beschlossen, am NaNoWriMo teilzunehmen. Vorrangig, um ein zweites Mal zu versuchen, die 50.000 Wörter in einem Monat zu schreiben. Somit hatte ich nur wenige Tage Zeit, um mir zu überlegen worüber ich überhaupt schreiben will. Ein Thema (wenn Kinder flügge werden) spukte mir zu der Zeit besonders im Kopf herum und ich beschloss, damit zu starten. Ein mehr als grober Handlungsfaden und meine drei Hauptfiguren waren dann mein „Arbeitsmaterial“. Der Monat lief super, meine Geschichte wuchs, ich verliebte mich in meine Figuren. Im Nachhinein stellte ich jedoch fest, dass die Figuren und die Handlungsorte zu „blass“ waren, die Geschichte insgesamt wie verrückt holperte und ich außerdem mit dem Ende unzufrieden war. Im Grunde nichts ungewöhnliches, wenn man einen Monat lang einfach nur in die Tasten gehauen hat. Aber wider Erwarten hatte mich das Thema wirklich gepackt und daher beschloss ich mehr daraus zu machen. Letztes Jahr habe ich dann eine Recherche Reise an den Heimatort meiner Figuren gemacht und nun im Januar die ganze Geschichte mit der Schneeflockenmethode neu erarbeitet. Und nun schreibe ich am zweiten Entwurf! 🙂

      Als letzte Anmerkung noch: so detailliert habe ich bisher keine meiner Geschichten geplant. Ich schreibe viel „aus dem Bauch heraus“, aber bei diesem Thema kam ich damit tatsächlich nicht weiter.

      Plottest Du auch nach einer bestimmten Methode? Oder hast Du nach und nach Deine eigene entwickelt?

      Liebe Grüße
      Nicole

      Gefällt 1 Person

      • Ich habe da meine ganz eigene Methode entwickelt. Ursprünglich habe ich auch Geschichten aus dem Bauch heraus geschrieben. Einfach drauf los und schauen, wo der Weg hinführt, allerdings hatte das in meinem Fall einen großen Nachteil. Ich verirrte mich auf dem Weg zum Ziel und habe nichts zu Ende geschrieben. Seitdem überlege ich mir immer, was die Quintessenz meines Romans ist und wie ich den daraus entstandenen Kinflikt lösen kann. Meistens schreibe ich deshalb ein bisschen, lasse die Geschichte dann ruhen, überdenke alles und schreibe dann erst weiter. Das wirkt bei mir Wunder. 🙂
        Jedenfalls ist es interessant, wie du vorgegangen bist. Ich glaube ja, Geschichten müssen reifen, damit sie sie zu etwas Großartigem werden können. Wenn du die gleiche Idee ein Jahr später immer noch toll findest, ist sie es definitiv wert, überabeitet und perfekt gemacht zu werden. Alle anderen kann man ruhig in dee Versenkung verschwinden lassen.
        +Mika+

        Gefällt 1 Person

  3. Pingback: Schreib-Alltag: Die erste Schreib-Woche | Nicole Vergin

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