Schreib-Alltag: Ciao März und Ab ins Camp

Ein aufregender Monat geht zu Ende! Es war der zweite von drei Schreibmonaten, in denen ich mein Romanmanuskript schreiben will. Ich war auf der Buchmesse in Leipzig (die Berichte darüber folgen in der kommenden Woche!) und an Ostern hatte ich spontan

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beschlossen, einen Osterhasen-Aufruf zu starten, aus dem bei mir eine Geschichte und bei Veronika sogar zwei Geschichten entstanden sind! Außerdem habe ich mich an einem kleinen Experiment versucht, dessen Ergebnis Ihr morgen in der Rubrik Schreibkick lesen könnt.

Die in der vergangenen Woche angekündigte Aufholjagd hat problemlos funktioniert, so dass der März mit folgenden Angaben abschließt:

ZUSAMMEN – das 30.000 im März geschriebene Wort. Monatsziel erreicht!!!

51.441 Wörter insgesamt, davon
30.366 im März geschrieben
102 Seiten (einzeilig)
37 Szenen

Ziel für den April: 30.000 Wörter bzw. das Manuskript (noch 18 Szenen) zu Ende schreiben.

Ab Morgen nutze ich dann auch wieder die Unterstützung des Camp NaNoWriMo. Seit vorgestern habe ich es mir mit vier anderen Autoren im Zelt gemütlich gemacht und wir sind bereits dabei, uns fleißig auszutauschen. Natürlich werde ich so wie bei den letzten NaNo-Teilnahmen wieder fleißig berichten, wie es mir ergeht. Und ich habe vor, jede Menge Spaß zu haben! Aber davon die Tage mehr!

Lese-Zeit: Nilis neue Welten

Wer meine Lese-Zeit Beiträge noch nicht kennt, kann hier erfahren warum und wieso ich sie schreibe!
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Nachdem mich meine letzte Lese-Reise in die tiefen Abgründe einer Familie geführt hat, war es nun mal wieder Zeit für eine Geschichte, die mich ins Reich der Fantasie führt.

Meine Wahl fiel auf Nilis neue Welten, ein Buch von Sabi Lianne, dessen Cover bereits eine märchenhafte Zeit verspricht. Oder was fällt Euch ein, wenn Ihr ein Schloss auf einem Hügel seht…?

Einen Teil der Geschichte kannte ich bereits, da die Autorin sie in ihrer Schreibkick Gruppe – an der ich auch teilnehme – zu den unterschiedlichen Themen geschrieben hat. Dementsprechend war ich natürlich auch unglaublich neugierig, was aus Nili geworden war.

Anfangs musste ich ganz schön schlucken. Ein 12-jähriges Mädchen, das allein auf der Straße lebt, betteln und manchmal eben auch hungern muss. Also gleich ein Einstieg zum mitfühlen und –fiebern.

Was dann jedoch für Abenteuer auf Nili warten, damit hätte sie wohl nicht gerechnet und ich ebenfalls nicht. Gemeinsam mit Kirk – nein, ich verrate nicht wer das ist; nur soviel: ich habe mich gleich verliebt! – erlebt sie spannende und gefährliche Zeiten.

Es ist eine kurze Geschichte über 118 Seiten, die ich – ungeplant – in einem Rutsch durchgelesen habe, weil ich mich nicht losreißen konnte. Und ehrlich gesagt: ich hätte nichts gegen noch mehr Nili-Geschichten!

Osterhasen-Aufruf: Das Ergebnis

Mit Eurer Unterstützung habe ich tatsächlich auch in diesem Jahr noch eine Ostergeschichte geschrieben! Nach meinem Aufruf im letzten Beitrag habt Ihr mir Wort-Geschenke gemacht und diese sollten dann in der Geschichte vorkommen. Ideen zu den einzelnen Wörtern waren rasch gefunden, aber mein Hirn weigerte sich anfangs beharrlich diese zu einer kompletten Geschichte zusammen zu setzen. Also war alles wie immer… ich hatte Spaß, habe geflucht wie ein Bierkutscher, wollte das Schreiben für immer und ewig aufgeben… Aber nun ist das alles – auch wie immer – längst vergessen und Ihr findet unten meine Ostergeschichte 2016.

Und auch Veronika hat sich auf die Schreib-Socken gemacht – ich freu mich riesig, dass sie spontan mitgemacht hat! – und aus Euren Wörtern sogar zwei tolle Geschichten gezaubert, die Ihr hier und hier findet.

Also viel Spaß beim Lesen der Geschichten!

Aufruhr im Osterhasenwald
von Nicole Vergin

So schnell ihn seine kleinen Hasenpfoten trugen, hoppelte er den Hügel hinauf. Die Morgensonne schien von einem mit weißen Wolken betupften blauen Himmel und auf den Wiesen blühten gelbe Osterglocken mit roten Tulpen um die Wette, was ein gutes Zeichen dafür war, dass der große Tag nahte.
DSC_0020Die Barthaare des hellbraunen Hasen zitterten vor Anstrengung und seine langen Ohren lagen dicht am Kopf an, als er die letzten Sprünge bis zur Spitze des Hügels machte. Dort hockte er sich einen Moment hin und atmete ein paar Mal tief durch.
Nun wurde es aber Zeit! Die Anderen warteten schon längst auf seine Nachricht. Er stellte sich auf die Hinterpfoten und hielt seine Vorderpfoten in die Luft. Ein Windhauch kam von der Stelle, wo sich die Sonne abends immer schlafen legte. Er ließ sich zurückfallen und hielt nun sein Näschen in die Luft und schnupperte. Ja, da war er – der Duft nach Frühling. Nach sprießenden Blättern und Blüten, nach grünem Gras, das sich aus der dunklen Erde hervor schiebt.

Blitzartig machte er auf den Hinterpfoten kehrt und hoppelte den Hügel vor Aufregung in Zickzacksprüngen hinunter. Am Fuß des Hügels floss ein schmaler Bach. Geschickt sprang er auf einen Stein in der Mitte des Quellklaren Wassers und landete gleich darauf sicher auf der anderen Seite.
Sein kleiner felliger Körper streckte sich und wurde immer flacher, die Ohren waren kaum noch zu sehen, seine Sprünge wurden schneller und weiter. In Windeseile hatte er sein Ziel, den Osterhasenwald erreicht.

„Es ist soweit! Kommt schnell!“
Auf sein Rufen kamen aus allen Richtungen andere Hasen angehoppelt.
„Bist Du Dir sicher?“ „Hast Du Osterglocken gesehen?“ „Und was war mit den Tulpen?“ „Und die Luft. Hat die Luft nach Frühling gerochen?“
„Wie soll Manni denn erzählen, wenn Ihr ihn alle so belagert?“ Barney, der älteste Hase im Osterhasenwald, drängte sich zwischen die wild hüpfende Hasenmeute und sorgte erst einmal für Ruhe. „Also Manni“, wandte er sich an den diesjährigen Osterbeauftragten, „hast Du alle Zeichen gefunden?“
Der kleine hellbraune Hase nickte. „Es gibt keinen Zweifel – Ostern steht vor der Tür, morgen ist es soweit!“
Herrje, was da für ein Jubel ausbrach. Fast ein ganzes Jahr hatten die kleinen und großen Osterhasen auf diesen Moment gewartet.
„Ihr habt es gehört Osterhasen – das Fest steht vor der Tür! Und wie Ihr wisst, haben wir noch jede Menge zu tun. Also, sputet Euch!“
Sie hüpften in alle Richtungen auseinander, nur Barney und Manni blieben zurück.
„Du hast Deine Sache sehr gut gemacht“, lobte Barney, „es war richtig, dass Du in diesem Jahr zum Osterbeauftragten gewählt worden bist. Aber Du weißt auch, dass noch jede Menge Arbeit auf Dich wartet. Also mach Dich auf den Sprung und schau, ob alle Vorbereitungen ihren Gang gehen, damit alles rechtzeitig fertig wird.“
Manni nickte eifrig. Er war sehr stolz gewesen, als ihn die anderen Hasen gewählt hatten. Das war eine große Ehre und er wollte sein Bestes geben. Mit diesem guten Vorsatz hüpfte er los in Richtung Osterhasenwerkstatt, um zu sehen, wie weit die Hasen dort mit dem Bemalen der Eier gekommen waren.

Ping, ping, pong, knacks, knirsch, drang es aus der Werkstatt an seine langen Ohren.
Manni vermutete das schlimmste, stieß die Tür auf und hoppelte in die Werkstatt hinein. Wie die Orgelpfeifen standen die fünf Werkstatthasen plötzlich nebeneinander. Anscheinend hatte einer von ihnen Schmiere gestanden.
„Habt Ihr schon wieder Eierpecken gespielt?“ Streng schaute er den jüngsten der Hasen, den kleinen weißen Mümmi an, dessen Barthaare auch sofort zu zittern begannen.
„I i ich ha ha hab nix… gemacht.“
Manni sah, wie einer der Hasen mit der Pfote zwei kaputte Eier über den Boden schob.
„Und was ist das da?“
„Nur runtergefallen.“ Treuherzig schaute Mümmi ihn an.
„Er hat gesagt, ich würde beim Eierpecken sowieso immer nur verlieren“, platzte Hopsi raus und zeigte mit der Pfote auf den großen schwarzen Waldemar, der schon als kleiner Hase angeblich nur Blödsinn gemacht haben soll.
„Du weißt doch nicht mal, mit welcher Seite man die Eier aneinanderschlägt“, brummte dieser mit seiner tiefen Hasenstimme.
„Und Du haust immer gleich so doll gegen das gegnerische Ei, dass gleich beide kaputtgehen“, wehrte sich der kleine braun-weiße Hopsi.
„Das kann doch alles nicht wahr sein“, Manni klopfte mit den Hinterbeinen auf den Boden, „nun ist hier aber Schluss! Ihr sollt die Eier bemalen und nicht damit spielen. Also, ran an die Pinsel und wenn ich…“

In diesem Moment kam ein weißer Hase mit schwarzen Ohren um die Ecke gesaust und knallte prompt in den diesjährigen Osterbeauftragten hinein.
„Oh, Entschuldigung Manni. Aber Du musst unbedingt, sofort, ganz schnell…“, er japste nach Luft, „der Berthold hat wieder was erfunden!“
Ohne weiter nachzufragen, machte Manni auf seinen Hinterpfoten kehrt und sprang zur Tür hinaus, vorbei an der Osterbäckerei aus der bereits der Geruch der traditionellen Osterpinze herauswehte und ihm für einen Moment den leckeren Geschmack des Hefegebäcks auf die Zunge legte. Aber für eine Kostprobe war jetzt keine Zeit, denn wenn Berthold der selbst ernannte Erfinder des Osterhasenwaldes in seinem Labor tätig wurde, dann bedeutete das selten etwas Gutes.

Einen Eichenslalom und ein Sprint über eine Lichtung später konnte er das Hasenlabor bereits von weitem sehen.
„Es qualmt“, rief hinter ihm eine Stimme und als er kurz über die Schulter zurückblickte erkannte er, dass sich ihm eine ansehnliche Schar Hasen angeschlossen hatte. Nun gut, vielleicht könnte er sie sogar als Helfer gebrauchen.
Als Berthold das letzte Mal mit einer Erfindung baden gegangen war, mussten sie im Umkreis von mehreren Metern die Blätter der Büsche einzeln abputzen. Und das alles nur, weil der Herr Erfinder eine Kompost Beregnungsanlage hatte basteln wollen. Ihm graute davor, was es dieses Mal sein könnte.
Knallpengbumm!
Schwaden kamen ihnen aus den offenen Fenstern des Labors entgegen.
Manni schnüffelte. Es roch süßlich.
„Holsenren“, hörte er drinnen eine trällernde Stimme. Und dann noch einmal: „Hopphasoh“.
Die Tür flog mit einem Knall auf und Luna Löffel, eine ganz entzückende Hasendame kam herausgehüpft. „Hopp… hopp.“
Hinter ihr erschien Berthold der Erfinder mit einem breiten Grinsen auf seinem Hasengesicht. Luna drehte sich zu ihm um und strich mit der Pfote über seine langen Ohren.
„Du hass sooooo schöne Hoppel…“, ihre Zunge stolperte erneut über das Wort, „Hoppelhasenohren.“ Zufrieden wollte sie ihn in die Seite knuffen, verfehlte ihn jedoch und plumpste neben ihm auf den Boden.
Mit Bertholds Unterstützung half Manni der Hasendame wieder auf die Pfoten.
„Berthold, was hast Du mit ihr gemacht?“
„Och, sie wollte unbedingt mein neuestes Experiment testen: Ostereier, die nach dem Essen eine Lebensfreudeexplosion auslösen.“
„Lebensfreudeexplosion? Das darf doch alles nicht wahr sein! Anstatt den anderen bei der Vorbereitung für Ostern zu helfen, bastelst Du hier wieder mit Deinen Kräutern herum. Sieh zu, dass Du Luna heile nach Hause bringst und sorge dafür, dass sie an Ostern wieder fit ist!“

Während Bernhard die hin und her schwankende Luna Löffel nach Hause begleitete, kam Emma, eine etwas behäbige dunkelbraune Hasendame mit weißen Pfoten laut rufend den kleinen Pfad, an dem das Erfinderlabor lag, entlang gehoppelt.
„Manni, Manni!“
„Immer langsam, Emma. Ich bin ja hier!“
„Es ist furchtbar.“
Manni hüpfte Emma entgegen. „Ganz ruhig. Was ist denn passiert?“
„Die Kleinen“, japste sie, als sie endlich vor dem Osterbeauftragten hockte, „die Kleinen. Sie sind alle verschwunden!“
Mit Tränen in ihren braunen Augen, erzählte die Hasendame, dass die Jüngsten des Osterhasenwaldes verschwunden waren. Eben hätten sie noch friedlich beim Eier bemalen geholfen und dann hätte sie nur kurz neue Farben geholt und schon hätten sich alle förmlich in Luft aufgelöst.
Auch das noch, schoss es Manni durch den Kopf. Als hätte er nicht schon genug Arbeit. Nun musste er auch noch Hasenkinder suchen. Rasch trommelte er ein paar Hasen zusammen, die mit ihren eigenen Ostervorbereitungen schon so gut wie fertig waren und dann durchkämmten sie gemeinsam den Osterhasenwald. Sie schauten unter den Büschen nach und befragten die Vögel, die bereitwillig von oben nach den Ausreißern Ausschau hielten.

Endlich, als sie schon dachten, dass sich die kleinen Racker einfach zu gut versteckt hätten, hörten sie Stimmen, denen sie folgten.
„Rundherum und immer wieder, singen wir die Osterlieder. Machen hier den Eiertanz, hoffen, dass das Ei bleibt ganz.“
Manni, Emma und die anderen Hasen glaubten ihren Augen kaum zu trauen. Auf einer Lichtung hüpften und sprangen die Hasenkinder im Kreis und jedes von ihnen balancierte dabei ein Ei zwischen den langen Ohren.
„Was macht Ihr denn da?“, rief Emma halb lachend und halb weinend und stürzte sich auf die Kleinen, die erschrocken zusammen fuhren. Wobei ein Teil der Eier aufgefangen werden konnten, ein Teil jedoch als Rührei auf dem Boden endete.
Rudi, der stets der Erste war, wenn es darum ging Blödsinn zu machen, rief: „Wir wollten Euch morgen mit einem selbst ausgedachten Eiertanz überraschen!“
Alle anderen nickten dazu und da konnte selbst Manni nicht mehr böse auf die Hasenkinder sein. Außerdem war er viel zu erleichtert, dass es allen gut ging.

Als am nächsten Morgen, die Sonne den Ostertag begrüßte, waren tatsächlich alle Vorbereitungen abgeschlossen und alle bunt bemalten Ostereier versteckt. Endlich konnte sich auch Manni eine Pause gönnen und so hockte er sich zu den anderen Hasen, die bereits das Osterfest zu feiern begonnen hatten und schaute dem Eiertanz der Hasenkinder zu.
Und in diesem Moment wurde ihm eines klar – Ehre hin oder her – er würde sich nie wieder zum Osterbeauftragten wählen lassen.

 

Osterhasen-Aufruf: Wörter gesucht!

Ich liebe es Oster- und Weihnachtsgeschichten zu schreiben. Schon immer. Nun steht Ostern direkt vor der Tür und ich habe noch keine Geschichte geschrieben… (aus dem OFF: „Oooooh…“) Warum? Weil ich mich ganz brav an meinen Schreib-Plan halte: bis Ende April meinen Roman zu Ende schreiben. Und wer meine Beiträge schon länger liest, der weiß, dass ich bisher gut im Schreib-Rennen liege.

Zeit, einen winzig kleinen Abstecher zu machen…DSC_0020

Aber dazu brauche ich EURE Unterstützung und zwar in Form von WÖRTERN!

Welche Wörter gehören für Euch in eine Ostergeschichte? Und wir halten das genau wie im Film „Das Leben des Brian“ – jeder nur EIN Wort!

Schreibt es bis morgen 15 Uhr unter diesen Beitrag in die Kommentare oder auf meine facebook Seite.

Die fertige Geschichte (ACHTUNG: es kann sich um den größten Blödsinn handeln, den sich mein chaotisches Schreib-Hirn je ausgedacht hat!) findet Ihr dann noch während der Osterzeit (also bis Montag 0.00 Uhr) hier auf meinem Blog.

Wer sich spontan anschließen möchte: HERZLICH WILLKOMMEN – natürlich wird es dann auch eine Verlinkung zu Eurer Geschichte geben.

Drückt mir die Daumen!!!

Nachtrag: Die ersten Wörter sind auf meiner facebook Seite und unter dem Blog Beitrag eingetrudelt:

  1. Lebensfreudeexplosion
  2. Hoppelhasenohren
  3. Eierpecken
  4. Osterpinze
  5. Osterhasenwerkstatt
  6. Eiertanz

Und es hat sich sogar schon eine erste Mitschreiberin gefunden! Ich freu mich total!!!

 

Schreib-Alltag: Aufholjagd und Kuschelohren

Heute mal einen kurzen Blog zum Stand der Dinge, denn ich bin dabei meine Reisetage wieder aufzuholen. Was für mich in Wort-Zahlen bedeutet: statt täglich mindestens 600 Wörter (Stand vor der Reise zur Buchmesse) sind es nun 1.000 Wörter. Alles zu schaffen, IMG_4616keine Frage, aber Ihr kennt das vielleicht auch, wenn dieser Schlendrian-Schweinehunde so verlockend um die Ecke schaut… hey, nur mal kurz, nur eine kleine Pause, nur mal einen Tag aussetzen… nee, da falle ich nicht mehr drauf rein!

Seit Dienstag bin ich übrigens wieder zuhause – ich habe noch einen Kurzurlaub dran gehängt – und die Zeit in Leipzig war wirklich grandios. Es wird mindestens einen, eventuell auch zwei oder drei Berichte dazu geben. Aber wie oben schon erwähnt: das Schreiben am Roman hat Vorrang!

Nachdem ich nun insgesamt fünf Tage am Stück nicht ein Wort an meiner Geschichte geschrieben hatte, befürchtete ich beim Wiedereinstieg gestern kurz, dass ich mich erstmal wieder rein finden müsste. Aber – man lese und staune – es war überhaupt kein Problem! Anscheinend sind Heike und ich inzwischen so sehr miteinander vertraut, dass ich vielleicht sogar weiterschreiben könnte, wenn man mich nachts gerade aus dem Schlaf geholt hat. Aber nur vielleicht…

Das einzige was ulkig war – ich habe nach ca. 400 Wörtern festgestellt, dass ich in der Gegenwartsform schreibe. Wäre ja kein Drama, wenn der Rest auch in dieser Zeitform ist. Ist er aber nicht… also, alles ausgebessert und weiter… und es passierte tatsächlich noch zwei Mal. Was das nun war? Keine Ahnung!

Unter meinem letzten Schreib-Alltag Beitrag habe ich einen guten Tipp von Evanesca Feuerblut erhalten. Es ging darum, dass ich in meiner Geschichte etwas wesentliches unterschlagen hatte, nämlich den tierischen Anteil. Ihr Rat war nun, ab der Stelle wo ich bin, einfach weiter zu schreiben, als hätte es die Tiere bereits die ganze Zeit gegeben und dann später bei der Überarbeitung im Text davor zu berücksichtigen. Genau das mache ich nun seit gestern und ich muss sagen, nach einigen Anfangsschwierigkeiten kommen Ole und ich schon ganz gut miteinander klar! Und es werden vermutlich auch noch andere tierische Genossen hinzu kommen, aber da bin ich mir immer noch nicht schlüssig drüber.

So, nun ist es doch wieder ein langer Beitrag geworden, aber ich möchte jetzt auch nicht versäumen, Euch schon mal ein schönes langes Oster Wochenende zu wünschen – genießt die freien Tage! Vielleicht mit einem schönen Spaziergang am Wasser… soll sehr inspirierend sein!

Schreib-Alltag: Wauwau, Miau und Im Zeichen der Buchmesse

Ich kann und will es nicht leugnen: mein Besuch auf der Buchmesse in Leipzig spukt schon die ganzen Tage in meinem Kopf herum. Aber keine Sorge, Heike lässt sich dadurch natürlich nicht vertreiben!

Aktueller Stand der Wort-Dinge in Zahlen (ich liebe Zahlen und Statistiken!):

– 41.830 Wörter
– davon im März 20.313
– 83 Seiten (einzeilig)
– 28 Szenen

Ja, ich bin zufrieden und weiterhin zuversichtlich, dass ich mein Schreib-Ziel bis Ende April erreiche.

Allerdings bin ich über etwas gestolpert… Heike hat in all den Monaten ihr Leben vor mir ausgebreitet. Sie hat mir von ihrer Kindheit erzählt, von ihren Eltern, ihrem Werdegang und natürlich von ihrem heutigen Leben. So weit, so gut. Leider hat sie etwas wesentliches vergessen: das „Thema“ Tiere. Hat sie welche? Und wenn ja: HundKatzeMaus? Wie viele?

Nun könnte man ja denken, herrje, was regt sie sich auf. Sooo wichtig ist das ja nicht. Leider doch. Den Grund kann ich hier nicht nennen, sonst verrate ich zu viel aus meinem Manuskript. Also glaubt es mir einfach: es IST wichtig!

Füg es doch einfach ein! Jaaa, so einfach ist das dann doch nicht. Oder doch? Ehrlich gesagt, ich weiß es noch nicht. Was ich weiß ist, dass da noch „Handlungsbedarf“ besteht. Also, eine dicke Notiz und dann… richtig, weiterschreiben.

IMG_4152Wie handhabt Ihr es, wenn Euch zwischendurch Dinge auffallen, die fehlen, zu viel sind oder oder oder? Anfangs habe ich versucht immer gleich alles zu „regeln“. Ihr könnt Euch denken, wie weit ich da mit meinen Geschichten gekommen bin… Klar, wenn es sich um einen groben Fehler im Plot handelt, ist das natürlich etwas anderes. Aber das ist es in diesem Fall glücklicherweise nicht, also müssen meine Notizen ausreichen, die dann bei der Überarbeitung umgesetzt werden. Oder auch nicht. Denn manchmal entpuppt sich bei genauerem nachdenken die eben noch so genial wirkende Idee als völliger Mumpitz. Also: ACHTUNG vor spannend erscheinenden Wegen, die vielleicht nur ablenken sollen.

Ansonsten bin ich fleißig am Kofferpacken, und dabei alles andere was vor der Abreise noch wichtig ist, zu erledigen. Und dann geht es morgen früh ENDLICH auf die Reise nach Leipzig und am Samstag wird dann die Buchmesse unsicher gemacht! Natürlich werde ich hinterher von meinen Erlebnissen berichten. Und das werden sicher so einige sein!

Schreibkick: Mal wieder ein Experiment

Der Frühling steht bereits in den Startlöchern und morgens bekomme ich beim Aufwachen inzwischen wieder ein Ständchen von den hiesigen Vögeln. Als ich heute beim Spaziergang mal genauer hinhörte, bemerkte ich zwei unterschiedliche Vogelstimmen. Die eine schnarrend, leicht melancholisch, die andere fröhlich und aufgedreht. Ich weiß nicht, um welche Vogelarten es sich da handelte, aber allein diese Beobachtung war interessant! Natürlich wusste ich schon vorher, dass es unterschiedliche Stimmen in der Vogelwelt gibt. Aber das bewusste hinhören, hatte ich bisher nicht praktiziert.

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Wie ich darauf gekommen bin? Ich lese gerade das Buch Der Stift und das Papier von Hanns-Josef Ortheil. Es geht darum, wie er als Kind an das Schreiben heran geführt worden ist (ein Lese-Zeit Beitrag wird folgen). Ich will aus diesem Buch nicht zu viel verraten, aber mich hat es inspiriert, einen anderen Blick auf das Schreiben zu werfen und im allgemeinen genauer hinzusehen.

Und nun zum Thema Schreibkick. Ich nutze diese monatlichen Anregungen bekanntlich, um mich auszuprobieren – schreiben über unterschiedliche Themen und ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Meine Idee zu dem Thema „Geborgenheit“ steht bereits. Allerdings werde ich diesmal nicht „einfach“ eine Geschichte schreiben, sondern mich an mehreren Varianten versuchen. Um auf die Vogelwelt zurück zu kommen: ich schreibe einmal einfach nur über Vogelgezwitscher und  ein anderes Mal über die unterschiedlichen Stimmen. Mehr Details, genauer hinsehen, sich einfühlen. Aber auch die nüchterne kurze Version.

Ich bin selber gespannt, was dabei herauskommt und ich werde beide Versionen – evtl. wird es sogar eine Dritte aus einer anderen Perspektive geben – online stellen.

Ach ja – keine Sorge, Heike gerät dabei nicht in Vergessenheit. Über den Schreib-Stand meines Romans berichte ich Euch Anfang der Woche!