Schreib-Alltag: Schreib-Start in den März und enden wie Hemingway

Die ersten sieben Tage des Monats März sind schon fast wieder vorbei. Mein Schreib-Start in diesen Monat ist gelungen, meine Geschichte ist um weitere 9.409 Wörter auf insgesamt 30.481 gewachsen. Nun könnte man meinen, dass ich den Dreh endgültig raus habe und mich nur noch Tag für Tag hinsetzen und meine Szenen runter schreiben muss.

DSC_0023 - KopieTheoretisch ist das auch so. Praktisch gibt es immer Tage, die nicht besonders laufen. Damit ich auch an diesen ein Stück weit voran komme, bediene ich mich eines Tipps, den ich vor Jahren gelesen habe. Ein Fest fürs Leben heißt eine biografische Erinnerung von Ernest Hemingway, in der er – der Titel lässt es vermuten – von seiner Zeit in Paris schwärmt. Er hat dort gelebt und vor allem auch gearbeitet.

Um in Ruhe schreiben zu können, hatte sich der Autor eine kleine Wohnung, ein Zimmer angemietet. Er erzählt sehr anschaulich davon, wie es bei ihm mit dem Schreiben langsam voran ging. Welche Zweifel er hatte und wo ihn sein Weg letztendlich lang hingeführt hat. Was mir jedoch am meisten in Erinnerung geblieben ist, ist seine Aussage darüber, wie er seine täglichen Arbeitseinheiten beendete: er hörte an einem Punkt in der Geschichte auf, an dem er ganz genau vor Augen hatte, wie es weitergehen würde. Und genau dort konnte er dann am nächsten Tag ansetzen, ohne erst lange nachdenken oder in die Geschichte hinein finden zu müssen.

Anfangs dachte ich noch – warum schreibt er an so einem Punkt nicht einfach weiter. Nach dem Motto: was Du heute kannst besorgen… aber dann habe ich es ausprobiert und für mich funktioniert es ebenfalls. Ich höre meist mitten in einer Szene auf und schreibe am nächsten Tag weiter, als hätte es keine Pause gegeben. Das ist sicherlich nicht Jedermanns Sache, aber auf jeden Fall einen Versuch wert.

Da ich für Heute mit meinem Schreib-Tagewerk schon durch bin, weiß ich jetzt natürlich schon wieder wo ich morgen ansetze. Und für mich ist das ein beruhigendes Gefühl.

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2 Gedanken zu „Schreib-Alltag: Schreib-Start in den März und enden wie Hemingway

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