Leipziger Buchmesse – Teil 2: Kai Meyer

Das Highlight unseres ersten Abends in Leipzig war ganz klar die Lesung von Kai Meyer. Wie im 1. Teil meines Buchmesse-Berichts bereits erzählt, hatten wir für diesen Abend keine Pläne, sondern sind einfach drauflos marschiert. Und so landeten wir auch in der Buchhandlung Ludwig im Bahnhof. Hier sollte Kai Meyer den 3. Band seiner Trilogie von Die Seiten der Welt vorstellen. Eine Reihe, die wir bisher noch nicht kannten.

Vor 10, 15 Jahren habe ich einige seiner Jugendbücher gelesen und war damals schon von seiner Phantasie beeindruckt. Trotzdem habe ich seither keine weiteren Geschichten von

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Anstellen zur Signierstunde

ihm gelesen. Ihr wisst es selbst – es gibt eben unwahrscheinlich viele tolle Bücher und die Auswahl ist immer wieder schwierig!

Zurück zur Lesung, die im historischen Speisesaal im 100 Jahre alten Leipziger Bahnhof stattfand. Eine beeindruckende Kulisse, die das perfekte Ambiente bot. Und dazu ein Autor, der von Anfang bis Ende sympatisch rüberkam und mit seiner angenehmen Stimme und sehr viel Humor aus seinem Buch las. Man konnte die Leidenschaft für seine Geschichten, für seine Figuren förmlich mit Händen greifen. Und seine Aussage „… ich kaufe mehr Bücher, als ich lesen kann“, sprach allgemein für eine Sucht nach Büchern, wie wir Lese-Ratten sie doch alle selber kennen.

Muss ich noch erwähnen, dass wir hinterher losmarschierten und Band 1 kaufen wollten? Der natürlich ausverkauft war. Aber wir haben dies dann am folgenden Tag nachgeholt!

Die Initialzündung für diese Buchreihe war übrigens der Gedanke „… wenn Menschen geheime Seiten haben, müssten Bücher auch geheime Seiten haben…“. Außerdem habe er schon lange ein Buch über Bücher schreiben wollen. Die wunderbaren Wortschöpfungen in dieser Reihe hat er zum Teil einem Buch über bibliophile Menschen entnommen, in dem hinten ein Begriffsverzeichnis enthalten ist.

Eine Szene, die Kai Meyer vorlas erklärte er im Voraus mit den Worten „… in einem Akt schriftstellerischem Größenwahn habe ich mich selbst in dieses Buch hineingeschrieben…“ – die Zuhörer lachten, einige stutzten sichtlich. Und ich will hier nun nichts weiter verraten außer: eine spannende Idee für eine Szene und – zumindest für mich – einmal eine ganz neue Möglichkeit im Schreiben.

Das nächste Buch erscheint dann im Januar 2017 unter dem Titel Die Krone der Sterne und wird erstmals im Weltraum spielen. Wobei es dort auch Hexen und Magier geben wird. Es bleibt also spannend in den Geschichten von Kai Meyer. Und die Phantasie scheint diesem Autor noch lange nicht auszugehen.

 

 

 

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Lese-Zeit: Der Leuchtturmwärter

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Vorweg: Der Leuchtturmwärter ist ein Falck-Hedström Krimi und zwar Band 7 von insgesamt 9. Ich habe vorher noch keinen Band gelesen und meinem Lesevergnügen hat das keinen Abbruch getan. Allerdings bin ich ja erklärter Jäger und Sammler und daher hätte ich schon gerne mit Band 1 angefangen…

Drei Bücher von Camilla Läckberg habe ich bereits verschenkt und jedes Mal gedacht: mmh, klingt echt spannend! Von dieser Autorin sollte ich auch mal was lesen!

Und jetzt kann ich nur schreiben: Wow, echt spannend! Von dieser Autorin lese ich auf jeden Fall noch mehr!!!

Nun aber zur Geschichte. Der Fall spielt – wie alle dieser Reihe – im schwedischen Fischerdorf Fjällbacka (aus dem übrigens Camilla Läckberg stammt). Vor der Küste liegt eine kleine Insel, auf der es nicht mit rechten Dingen zugehen soll. Als die Besitzerin der Insel plötzlich dorthin zurückkehrt und dann auch noch ihre erste große Liebe ermordet aufgefunden wird, überschlagen sich die Ereignisse.

Der Krimi ist spannend in kleinen Szenen erzählt, die nach und nach das Geheimnis lüften. Patrik Hedström und Erica Falck sind nur zwei von etlichen toll „gezeichneten“ Figuren, mit denen ich voller Begeisterung in dieser Geschichte unterwegs war.

Band 1, Die Eisprinzessin schläft, steht schon auf meiner Bücher-Wunschliste und ich bin unglaublich gespannt, wie diese Reihe ihren Anfang nahm!

Tausch-Buch: Sixteen Moons

Wie es mit den Tausch-Büchern läuft findet Ihr hier!

Heute biete ich ein Jugendbuch zum Tausch an:

Sixteen moons von Kami Garcia und Margaret Stohl

Sixteen moons

Klappentext: Liebe noch vor dem ersten Blick: Seit Monaten verfolgen Ethan Träume von einem unbekannten Mädchen, das er verzweifelt zu retten versucht, und dann steht das Mädchen aus seinen Träumen vor ihm: Lena, die Neue an seiner Schule, in die Ethan sich unsterblich und bedingungslos verliebt. Doch Lena und ihre Familie umgibt ein Fluch, den sie verzweifelt geheim zu halten versucht – auch vor Ethan.

Ethan jedoch weiß: Ihm ist vorherbestimmt, Lena für immer zu lieben. Aber wird er an ihrer Seite bleiben können, gleich, welches Schicksal sie erwartet?

Das Buch interessiert Euch? Dann her mit Eurem Tausch Angebot!

Hinweis: aufgrund der hohen Portokosten kommen leider nur Angebote aus Deutschland in Frage.

Camp NaNo: Fazit

Camp NaNo 2016

Wie Ihr wisst, habe ich mein Camp Ziel in diesem Jahr – meinen Roman Entwurf zu Ende zu schreiben – bereits erreicht. Daher kommt heute auch schon mein Fazit.

Es ist mein zweites Camp, an dem ich teilgenommen habe und in diesem Jahr hat es mir noch besser, als im letzten Jahr gefallen. Es hat riesigen Spaß gemacht mit den anderen Cabin-Mitbewohnern ums Lagerfeuer zu sitzen und in den Sternenhimmel zu schauen. Ach ja und das gemeinsame Schreiben war natürlich auch toll… Deswegen werde ich auch bis zum Campende immer wieder vorbeischauen und die Anderen anfeuern!

Und ich hatte es ja auch schon angekündigt, im Juli werde ich direkt beim nächsten Camp dabei sein und die zweite Version meiner Märchenadaption schreiben. Ich bin jetzt schon gespannt, wie dieser Monat dann verlaufen wird!

So einiges habe ich mir für die nächsten Monate vorgenommen und ich kann Euch jetzt schon sagen: es wird eine spannende Zeit für mich werden! Was ich genau plane, erzähle ich Euch in den nächsten Tagen in einem gesonderten Beitrag. Bis dahin wünsche ich allen Campern, die noch schreiben weiter viel Erfolg und vor allem viel Schreib-Spaß!

Lese-Zeit: Das Schönste kommt zum Schluss

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Der Buchtitel ist mir bis zum Schluss ein Rätsel geblieben. Vielleicht stehe ich da gerade auf dem Schlauch, aber der Sinn erschließt sich mir nicht. Also, falls Jemand von Euch dieses Buch gelesen hat, dann bitte ich doch um Erleuchtung.

Das Schönste kommt zum Schluss – im Original übrigens Hello from the Gillespies, und den Titel verstehe ich problemlos! – ein Buch, dass den Leser durch die Höhen und Tiefen einer Familie auf einer Farm im australischen Outback führt.

Wer stellt sich nicht mal hin und wieder vor, alles was einem an der eigenen Familie auf die Nerven geht, einfach auszukotzen. Nun, Angela Gillespie, Ehefrau und Mutter von vier Kindern, tut genau das. Leider im Rahmen ihrer jährlichen Weihnachtspost, die gefühlt an Gott und die Welt gemailt wird. Natürlich hatte sie in keinster Weise vor, diese Nachricht auch abzuschicken… aber manchmal passieren Dinge einfach und die treten dann eine Lawine los.

Die Autorin Monica McInerney lässt in diesem Buch nicht nur einen Teil von Australien, sondern auch zahlreiche Figuren so lebendig werden, als würden sie vor einem stehen. Sie schafft es virtuos, die Verwicklungen in die ihre Figuren geraten, mit eleganten Fingern wie eine Puppenspielerin nach und nach zu entwirren. Und das alles mit viel Humor und einem flüssig lesbaren Erzählstil, der mir unglaublich viel Lese-Spaß bereitet hat.

Camp NaNo: Tag 17 – Ziel erreicht!

Camp NaNo 2016

Gestern habe ich den Entwurf meines Romans beendet. Als ich den letzten Satz geschrieben hatte, saß ich erst einmal eine Weile da und habe nur vor mich hingestarrt. Wie? Das war der Moment, auf den ich seit der ersten Februar Woche hingeschrieben habe? Ehrlich gesagt fühlte ich mich in diesem Moment einfach nur müde. Und während Heike zur Tür hinausflitzte, um sich endlich mal die Beine zu vertreten, fiel ich in ein Loch…

Ja, ich weiß. Ich bin wieder einmal sehr dramatisch. Macht nichts! So bin ich! Seit gestern ist das Ganze nun gesackt und inzwischen fühle ich mich großartig-glücklich-total happy!

Trotz allem werde ich mich die restlichen Tage noch im Camp rumtreiben und die anderen Camper mit anfeuern. Aber ich werde nun kein neues Projekt beginnen, sondern mich um andere Dinge kümmern. Und ich bin in der Planung, wie die kommenden Monate verlaufen sollen. Aber dazu wird es noch einen gesonderten Beitrag geben.

Jetzt werde ich erst einmal den Rest des Tages genießen!

Camp NaNo: Tag 16 – Land in Sicht!

Camp NaNo 2016

Die vorletzte Szene ist geschrieben und ich mache für Heute Feierabend…

Wie war die Frage? Ach so: warum ich nicht gleich auch noch die letzte Szene schreibe und das so sehnsüchtig erwartete Wort mit vier Buchstaben unter meine Geschichte tippe?

Ganz einfach – ich genieße. Und was mir mit Schokolade echt schwer fällt – so von wegen auf der Zunge zergehen lassen, jeder nur ein Stück… – hier beim Schreiben kann und will ich das.

Ich möchte Heike jetzt nicht einfach über die Ziellinie schubsen und sagen: so das wars, ich wünsch Dir noch ein schönes Leben. Nein, Heike und ich werden morgen ganz gemütlich einen Schritt nach dem anderen machen und dann gemeinsam das Zielband durchschneiden.

Nachdem wir im Oktober 2014 unseren Weg begonnen haben, ist dies für mich die einzig richtige Art und Weise.

Ach ja, und wenn ich dann künftig während der Überarbeitung über Heike schimpfe und mir wünsche, dass es bittebittebitte endlich ein Ende haben möge – dann erinnert mich doch bitte an diesen Tag. Als ich den (vorläufigen) Abschied bewusst hinaus gezögert habe!