Heute ist nicht alle Tage…

… ich komm wieder – keine Frage! Wer erinnert sich noch daran, dass Paulchen Panther das immer gesagt hat?
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Ja, ich mache eine Schreib-, Blog- und facebook Pause!

Voller Energie werde ich Ende Mai / Anfang Juni zurückkehren und mich in meine Schreibprojekte stürzen. Und ich kann Euch sagen: ich freu mich RIESIG darauf!

Bis dahin wünsche ich Euch eine tolle Zeit, genießt den Frühling und den heutigen Feiertag und dann freue ich mich darauf Euch in 3,5 Wochen wieder zu lesen!

 

Leipziger Buchmesse: Teil 4

Nachdem wir fürs Erste unseren Wissensdurst gestillt hatten, wollten wir es mit ein wenig Unterhaltung versuchen. Vince Ebert – Physiker und Kabarettist – schien uns da mit

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einem Ausschnitt aus seinem Programm Unberechenbar gerade richtig. Es war ein wenig, als würde man Eckardt von Hirschhausen zuhören. Definitiv lustig, aber nach rund 20 Minuten langte es uns dann. Immerhin nahmen wir das Wissen mit, dass Eunuchen im Schnitt 14 Jahre länger leben, als nicht kastrierte Männer. Ob das wohl eine Überlegung wert ist…?

Ein Highlight war die Comic-Lesung mit Musik, die wir danach erlebten. Das Comic heißt Da wird sich nie was ändern. Es handelt von DDR-Zeiten, geschrieben und gezeichnet von Ulla Loge. Die Zeichnungen waren nicht so unser Ding, aber die Lesung war richtig klasse! Auf einem Bildschirm wurde der Comic nach und nach gezeigt – sogar die Sprechblasen tauchten zur rechten Zeit auf – und die einzelnen Figuren wurden von der

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Autorin und drei anderen Leuten vom Verlag gelesen, die das echt drauf hatten. Das Ganze wurde dann noch von der passenden Musik abgerundet. Eine tolle Art, ein Comic zu präsentieren und die „Darsteller“ hatten sichtlich Spaß an dem Ganzen und sangen sogar einträchtig: „Adelheid, schenk mir einen Gartenzwerg…“

Was ja auch immer wieder schön ist, dass man auf solchen Events Leute treffen kann, die man z. B. über facebook schon langeDSC_0044

kennt. Und so kam es dann, dass wir Tinka Beere und Ben Lesser endlich auch mal live und in Farbe getroffen haben. Einen Plausch später machten wir uns dann auch schon auf den Weg zur nächsten Veranstaltung, aber dies wird sicherlich nicht die letzte Begegnung gewesen sein!
Zwei Veranstaltungen erlebten wir noch mit. Zum Einen gab es beim epubli Verlag Marketing Tipps. Wichtig hierbei sei zu wissen wer die eigene Zielgruppe / Leser sei, woher sie kommen. Und dann darauf das Marketing abstimmen; thematische Aufhänger? Spezielle Ereignisse? Außergewöhnliche Lesungen. Book caching. Snapchat usw. Wichtig ist auch, eine Art Alleinstellungsmerkmal zu finden, wie z. B. Walter Moers, der sich nie selber zeigt. Niemand weiß, wie er aussieht. Und das macht neugierig. Wobei ich deswegen noch lange kein Buch kaufen würde…

Als letztes hörten wir uns noch ein Interview mit dem niederländischen Autoren Leon de Winter an. Ein interessantes Gespräch, das bei einigen Zuhörern sichtlich Unbehagen hervorrief. Leon de Winter erzählte u. a. von seinem künftigen Buch Geronimo, in dem Osama bin Laden von einer sehr menschlichen Seite beschrieben wird – z. B. wie er nachts häufig mit dem Moped durch Abbottabad fährt, um für seine Frauen Eis zu holen. Wie sich dieses Buch wohl verkaufen wird?

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Zwischen all diesen Events haben wir uns natürlich auch einfach in den Messehallen umgesehen, die Buch-Atmosphäre genossen und mit unterschiedlichen Leuten an den Ständen gesprochen. Der Tag verging wirklich wie im Fluge und für uns stand direkt fest, dass wir auf jeden Fall wiederkommen wollen!

Leipziger Buchmesse – Teil 3: Worauf sollte man beim Veröffentlichen achten?

Nach einem gelungenen Einstieg in unser Leipziger-Buch-Wochenende war dann auch der Samstag da und wir drängelten uns mit zahlreichen Buch-Fans im Eingangsbereich der Messehalle. Wir hatten uns für diesen Tag ein Programm zusammengestellt, das eine bunte Mischung aus Vorträgen, Interviews und Lesungen enthielt. Und wir waren gespannt auf das was uns nun hier erwartete.DSC_0047

Begonnen haben wir mit einem Vortrag von Hartmut Harfensteller, Verlagsleiter und Geschäftsführer der Druckerei printsystem Medienverlag, zum Thema: „Ein eigenes Buch veröffentlichen.“

Die Tipps und Aussagen, die wir in der kommenden halben Stunde zu hören bekamen, waren uns zwar nicht neu, aber es konnte durchaus nicht schaden, sie noch einmal zusammengefasst zu hören. Es gab sogar im Nachhinein eine kostenlose schriftliche Zusammenstellung davon.

Aber worum ging es nun genau? Natürlich um den richtigen Verlag für das eigene Buch. Das es wichtig sei, sich über die Verlage zu informieren und, dass man Zuschuss Verlage mit Vorsicht genießen soll. Was seiner Meinung nach bedeutet: keine komplette Verteufelung, sondern seine Entscheidung davon abhängig machen, ob der Zweck der entstehenden Kosten offen dargelegt und ob dem Autor klar gemacht wird, was er selber tun muss, um sein Buch zu vermarkten.

Wichtige Punkte bei einer Veröffentlichung seien: das Urheberrecht von Text und Bildern zu beachten. Ebenso das Persönlichkeitsrecht; was wahr und belegbar ist, darf geschrieben werden, alles andere nicht. Ein heißes Eisen, an dem sich auch renommierte Verlage ungern verbrennen wollen, wenn es z. B. um Biografien geht. Ein guter Verlag sollte den Autor über diese Punkte beraten, denn bei jedem Buch haftet nicht nur der Verlag, sondern auch der Autor selbst.

Zum Ende des Vortrags gab es noch einen kurzen Ausflug in Richtung Selfpublishing und man merkte dem Redner an, dass dies nicht seine „Baustelle“ war. Die Hauptaussage war hier – und damit hat er auf jeden Fall Recht! – als Selfpublisher muss man alles selber machen UND man haftet auch für alles selber. Punkte, die man nicht unterschätzen sollte und die dafür sorgen, dass ich mich über dieses Thema in der nächsten Zeit weiter schlau machen werde.

Das Interview, das wir uns danach am Stand von Neobook anhörten, schloss sozusagen nahtlos an. Mila Summers (schrieb unter anderem „Küss mich wach“) berichtete aus ihrem Selfpublisher Alltag. Und das war natürlich für uns ausgesprochen spannend!

Ihr erstes Buch erschien im August 2015 und seitdem veröffentlicht sie regelmäßig. An jedem Buch schreibt sie ca. sechs Wochen. Etwas, dass ich mir persönlich so nicht vorstellen kann. Die wichtigste Aussage für uns war: 40 % ihrer Zeit schreibt sie an ihren Geschichten und 60 % benötigt sie für Marketing, Social Network und allem was so anfällt. Eine Aussage, die die von Herrn Harfensteller unterstrich: als Selfpublisher muss man alles selber machen. Was niemanden abhalten, aber was man meiner Meinung nach bedenken sollte.

Der Tag war natürlich noch längst nicht zu Ende, es gab noch viel zu hören, sehen, erleben. Fortsetzung folgt dann im 4. Teil!

Schreib-Alltag: Ausblick

Die ersten vier Monate des Jahres 2016 sind vorbei. Ich habe meine Ziele für diesen Zeitraum erreicht:
dsc_00041.jpgJanuar: den Plot für den 2. Entwurf meines Romans mittels der Schneeflockenmethode erarbeiten.

Februar bis April: den 2. Entwurf schreiben / im April am Camp NaNo teilnehmen.

Das Ziel für den Mai werde ich ebenfalls erreichen: ich mache eine Frühjahrspause. Pause vom Schreiben, bloggen, facebooken.

Und was dann?

Im Juni hole ich meine Märchenadaption, die ich im Camp NaNo 2015 geschrieben habe, aus der virtuellen Schublade. Sechs Testleser haben mir in den vergangenen Monaten ihre Kommentare dazu gegeben und es war selten, dass die Meinungen so auseinander gingen. Auf jeden Fall bestätigte es mich darin, was mir schon nach dem Schreiben klar war: gute Idee, es hakt an der Umsetzung. Eine zweite Version muss her! Mal was neues… Also, werde ich im Juni den zweiten Entwurf planen und dann im Juli im Camp schreiben. Mein Plan sieht weiter vor, diese Geschichte noch in diesem Jahr zu veröffentlichen. Ob das klappt hängt von zahlreichen Faktoren ab (einer davon ist, ob ich mich zum Selfpublisher eigne) – ich werde Euch weiter auf dem Laufenden halten!

Meinen Roman Entwurf werde ich ebenfalls im Juni aus der Schublade ziehen und die Geschichte erstmals am Stück lesen. Eine erste Überarbeitung wird folgen und glücklicherweise stehen meine Testleser schon bereit, so dass der Roman dann erstmals von kritischen Augen gelesen werden wird. Ihr könnt Euch vorstellen, wie gespannt ich schon heute darauf bin!

Was steht sonst noch an? Ach ja, im November werde ich wieder am NaNoWriMo teilnehmen. Im vergangenen Jahr hatte ich ja schweren Herzens „ausgesetzt“, aber 2016 werde ich wieder mit Leib und Seele dabei sein. Und vor zwei Wochen kam doch tatsächlich meine Muse mit einem süßen kleinen Plotbunny (Achtung: Nicole hat ein neues Wort gelernt!) auf dem Arm um die Ecke und ich habe mich darin verliebt. Seitdem laufe ich beständig mit Stift und Zettel durch die Gegend und mache mir schon Notizen.

Ihr lest, es werden aufregende Schreib-Monate, die da auf mich zukommen. Und ich freu mich schon riesig darauf und werde Euch hier natürlich gerne auf dem Laufenden halten!

Lese-Zeit: Kirschblütenzeit

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Das Buch war mir durch sein wunderschönes Cover – ein Teil einer Küche im Landhausstil – bereits in einer Buchhandlung aufgefallen. Auch der Klappentext las sich nach reinlesen-und-wohlfühlen. Aber, und ich erinnere mich noch an den Seufzer, Frau kann nicht jedes Buch kaufen. Schweren Herzens legte ich es wieder weg.

Man begegnet sich ja bekanntlich immer zwei Mal im Leben! Und mit Kirschblütentage war dies glücklicherweise auch so. Bei meinem ersten Flohmarktbesuch in diesem Jahr lag es plötzlich vor mir. Ergriffen hob ich es auf und drückte es an mein Lese-Herz. Und JA, ich bin sowas von emotional! Das war übrigens auch der Flohmarkt, wo mir Luna begegnete – sorry, andere Geschichte…

Nun aber zu der Familiengeschichte, die Nancy Salchow – eine Autorin die Ewigkeiten nur für die Schublade geschrieben hat – in wunderschönen Worten erzählt hat.

In Emilias Familie kriselt es schon länger. Der Zusammenhalt, der ihrem Sohn und seiner Frau einst so wichtig war, ist verloren gegangen. Emilia ist in großer Sorge, wird sie doch nicht mehr lange auf dieser Welt verweilen dürfen – sie hat Krebs im Endstadium. Bevor sie stirbt verteilt sie Erinnerungsstück im gemeinsamen Haus, die Vincent und seine Frau Jasmin, aber auch die flügge werdenden Kinder Kea und Philipp auf den richtigen Familienweg zurückbringen sollen.

Die Geschichte ist abwechselnd aus diesen vier Sichtweisen erzählt, so dass man als Leser jede Figur auch von einer anderen Seite kennenlernt.

Ich kann nur sagen, rauf aufs Sofa, Füße hoch, ein leckeres Getränk und einfach loslesen!

Schreibkick: Die Zeit wird kommen

Wer näheres über die Schreibkicks erfahren möchte, kann sich hier schlau lesen!

Die Zeit wird kommen… ja, das habe ich mir knapp drei Wochen lang gesagt. Während dieser Zeit ist mir nichts, aber auch gleich gar nichts für diesen Schreibkick eingefallen. Und dann saß ich an einem Tag da, war mit etwas ganz anderem beschäftigt, und plötzlich schoss mir dieser Satz wieder durch den Kopf: Die Zeit wird kommen.

Ich konnte gar nicht schnell genug an meinen Laptop sprinten, setzte mich hin, schrieb: Die Zeit wird kommen, wusste überhaupt nicht, warum ich nun hier saß und die Finger über die Tastatur jagten, aber Wort für Wort für Wort… erschienen da auf dem Bildschirm. Ich schrieb und schrieb, ohne zu hinterfragen. Und dann drückte ich auf die Taste mit dem Punkt, nahm die Finger von der Tastatur und schaute auf das was ich geschrieben hatte. Was sollte das sein? Keine Ahnung. Aber das ist mein Schreibkick für diesen Monat!

Die Zeit wird kommen
von Nicole Vergin

Über all die Jahre hatte sie es nicht bemerkt. Oder doch?
All die schwarzen Wolken an ihrem Lebenshimmel. Den rollenden Donner, dem treffsichere Blitze folgten.
Und sie mitten drin, in dem tobenden Wetter, nass bis auf die Seele.
Die Zeit wird kommen, so hatte sie oft gedacht.

Aber so war es nicht. Man konnte nicht immer warten und hoffen. Man musste die Zeit einladen oder sogar seine Zähne und Klauen in sie schlagen, um sie herbei zu zerren.
Nichts von dem hatte sie getan.
Die Zeit wird kommen.

Schlammverschmiert hatte sie am Boden gelegen und hilfreiche Hände zurück gewiesen.
Verdient. Damals hatte sie noch gedacht, sie hätte all das verdient.
Aber niemand sollte geschlagen, niedergeworfen werden. Fürsorge, Respekt und Menschlichkeit sollten die Bausteine einer Beziehung sein. Und Liebe. Immer wieder Liebe.
Was habe ich falsch gemacht?, hatte sie oft gefragt. Leise und auch laut.
Und nie: was machst Du falsch? Das Du nie in Zweifel gestellt.

Und dann kam dieser Tag, an dem die Wellen über ihr zusammenschlugen. An dem sie nicht mehr ausweichen konnte. Sie wurde mitgerissen, weit hinaus. Ins Meer gezogen, in die Tiefe. Ihr Atem wurde fortgeschwemmt und sie hörte auf zu kämpfen, ließ sich eine Weile nur treiben. Wie eine Planke von einem leck geschlagenen Schiff.
Die Zeit wird kommen, schoss es ihr durch den Kopf.
War sie das jetzt? Die Zeit? War sie gekommen? Einfach so?

Ein letzter Funken Überlebenswillen flackerte tief in ihrem Innersten. Sorgte dafür, dass sie ihre Beine und Arme einsetzte, um endlich zu schwimmen. Nach oben, dorthin wo die Sonne über dem Meeresspiegel funkelte. Wo der Wind die Wolken des Unwetters schon an den Rand des Horizonts getrieben hatte.
Ihr Kopf schoss an die Oberfläche, wo sie gierig nach Atem rang, während ihr Herz um sein Leben schlug.
Ihr Blick wanderte über die nun sanft rollenden Wellen, hin zum Ufer. Und sie sah, wie weit entfernt es noch lag. Aber sie wusste nun, dass die Zeit gekommen war und sie sie nicht mehr gehen lassen würde.

Diesen Monat waren dabei:
Veronika
Sabi
Eva
Birgit
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Das Thema für den 01.06.16 lautet: Das Eis