Leipziger Buchmesse – Teil 3: Worauf sollte man beim Veröffentlichen achten?

Nach einem gelungenen Einstieg in unser Leipziger-Buch-Wochenende war dann auch der Samstag da und wir drängelten uns mit zahlreichen Buch-Fans im Eingangsbereich der Messehalle. Wir hatten uns für diesen Tag ein Programm zusammengestellt, das eine bunte Mischung aus Vorträgen, Interviews und Lesungen enthielt. Und wir waren gespannt auf das was uns nun hier erwartete.DSC_0047

Begonnen haben wir mit einem Vortrag von Hartmut Harfensteller, Verlagsleiter und Geschäftsführer der Druckerei printsystem Medienverlag, zum Thema: „Ein eigenes Buch veröffentlichen.“

Die Tipps und Aussagen, die wir in der kommenden halben Stunde zu hören bekamen, waren uns zwar nicht neu, aber es konnte durchaus nicht schaden, sie noch einmal zusammengefasst zu hören. Es gab sogar im Nachhinein eine kostenlose schriftliche Zusammenstellung davon.

Aber worum ging es nun genau? Natürlich um den richtigen Verlag für das eigene Buch. Das es wichtig sei, sich über die Verlage zu informieren und, dass man Zuschuss Verlage mit Vorsicht genießen soll. Was seiner Meinung nach bedeutet: keine komplette Verteufelung, sondern seine Entscheidung davon abhängig machen, ob der Zweck der entstehenden Kosten offen dargelegt und ob dem Autor klar gemacht wird, was er selber tun muss, um sein Buch zu vermarkten.

Wichtige Punkte bei einer Veröffentlichung seien: das Urheberrecht von Text und Bildern zu beachten. Ebenso das Persönlichkeitsrecht; was wahr und belegbar ist, darf geschrieben werden, alles andere nicht. Ein heißes Eisen, an dem sich auch renommierte Verlage ungern verbrennen wollen, wenn es z. B. um Biografien geht. Ein guter Verlag sollte den Autor über diese Punkte beraten, denn bei jedem Buch haftet nicht nur der Verlag, sondern auch der Autor selbst.

Zum Ende des Vortrags gab es noch einen kurzen Ausflug in Richtung Selfpublishing und man merkte dem Redner an, dass dies nicht seine „Baustelle“ war. Die Hauptaussage war hier – und damit hat er auf jeden Fall Recht! – als Selfpublisher muss man alles selber machen UND man haftet auch für alles selber. Punkte, die man nicht unterschätzen sollte und die dafür sorgen, dass ich mich über dieses Thema in der nächsten Zeit weiter schlau machen werde.

Das Interview, das wir uns danach am Stand von Neobook anhörten, schloss sozusagen nahtlos an. Mila Summers (schrieb unter anderem „Küss mich wach“) berichtete aus ihrem Selfpublisher Alltag. Und das war natürlich für uns ausgesprochen spannend!

Ihr erstes Buch erschien im August 2015 und seitdem veröffentlicht sie regelmäßig. An jedem Buch schreibt sie ca. sechs Wochen. Etwas, dass ich mir persönlich so nicht vorstellen kann. Die wichtigste Aussage für uns war: 40 % ihrer Zeit schreibt sie an ihren Geschichten und 60 % benötigt sie für Marketing, Social Network und allem was so anfällt. Eine Aussage, die die von Herrn Harfensteller unterstrich: als Selfpublisher muss man alles selber machen. Was niemanden abhalten, aber was man meiner Meinung nach bedenken sollte.

Der Tag war natürlich noch längst nicht zu Ende, es gab noch viel zu hören, sehen, erleben. Fortsetzung folgt dann im 4. Teil!

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