Leipziger Buchmesse: Teil 4

Nachdem wir fürs Erste unseren Wissensdurst gestillt hatten, wollten wir es mit ein wenig Unterhaltung versuchen. Vince Ebert – Physiker und Kabarettist – schien uns da mit

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einem Ausschnitt aus seinem Programm Unberechenbar gerade richtig. Es war ein wenig, als würde man Eckardt von Hirschhausen zuhören. Definitiv lustig, aber nach rund 20 Minuten langte es uns dann. Immerhin nahmen wir das Wissen mit, dass Eunuchen im Schnitt 14 Jahre länger leben, als nicht kastrierte Männer. Ob das wohl eine Überlegung wert ist…?

Ein Highlight war die Comic-Lesung mit Musik, die wir danach erlebten. Das Comic heißt Da wird sich nie was ändern. Es handelt von DDR-Zeiten, geschrieben und gezeichnet von Ulla Loge. Die Zeichnungen waren nicht so unser Ding, aber die Lesung war richtig klasse! Auf einem Bildschirm wurde der Comic nach und nach gezeigt – sogar die Sprechblasen tauchten zur rechten Zeit auf – und die einzelnen Figuren wurden von der

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Autorin und drei anderen Leuten vom Verlag gelesen, die das echt drauf hatten. Das Ganze wurde dann noch von der passenden Musik abgerundet. Eine tolle Art, ein Comic zu präsentieren und die „Darsteller“ hatten sichtlich Spaß an dem Ganzen und sangen sogar einträchtig: „Adelheid, schenk mir einen Gartenzwerg…“

Was ja auch immer wieder schön ist, dass man auf solchen Events Leute treffen kann, die man z. B. über facebook schon langeDSC_0044

kennt. Und so kam es dann, dass wir Tinka Beere und Ben Lesser endlich auch mal live und in Farbe getroffen haben. Einen Plausch später machten wir uns dann auch schon auf den Weg zur nächsten Veranstaltung, aber dies wird sicherlich nicht die letzte Begegnung gewesen sein!
Zwei Veranstaltungen erlebten wir noch mit. Zum Einen gab es beim epubli Verlag Marketing Tipps. Wichtig hierbei sei zu wissen wer die eigene Zielgruppe / Leser sei, woher sie kommen. Und dann darauf das Marketing abstimmen; thematische Aufhänger? Spezielle Ereignisse? Außergewöhnliche Lesungen. Book caching. Snapchat usw. Wichtig ist auch, eine Art Alleinstellungsmerkmal zu finden, wie z. B. Walter Moers, der sich nie selber zeigt. Niemand weiß, wie er aussieht. Und das macht neugierig. Wobei ich deswegen noch lange kein Buch kaufen würde…

Als letztes hörten wir uns noch ein Interview mit dem niederländischen Autoren Leon de Winter an. Ein interessantes Gespräch, das bei einigen Zuhörern sichtlich Unbehagen hervorrief. Leon de Winter erzählte u. a. von seinem künftigen Buch Geronimo, in dem Osama bin Laden von einer sehr menschlichen Seite beschrieben wird – z. B. wie er nachts häufig mit dem Moped durch Abbottabad fährt, um für seine Frauen Eis zu holen. Wie sich dieses Buch wohl verkaufen wird?

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Zwischen all diesen Events haben wir uns natürlich auch einfach in den Messehallen umgesehen, die Buch-Atmosphäre genossen und mit unterschiedlichen Leuten an den Ständen gesprochen. Der Tag verging wirklich wie im Fluge und für uns stand direkt fest, dass wir auf jeden Fall wiederkommen wollen!

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