Lese-Zeit: Schneider Bücher von Berte Bratt

DSC_0026 - Kopie

Wem sagt der Name Berte Bratt noch etwas? Lese-Erinnerungen aus der Kindheit? Berte Bratt war eins von drei Pseudonymen unter denen die Norwegerin Annik Saxegaard geschrieben hat.

Bevor sie hauptberuflich Autorin wurde, ging sie erst andere Wege. Sie studierte Musik, versuchte sich als Schauspielerin und landete außerdem beim Rundfunk. Anfangs schrieb sie Liebesromane in Heftform. 1937 wurde erstmals ein Buch von ihr im Franz Schneider Verlag veröffentlicht. Über die Jahrzehnte wurden es allein 50 Geschichten, die es auf Deutsch gab. Der Sprache, in der sie nach einer Umsiedlung nach Deutschland dann letztendlich auch schrieb. Eine Frau also, die ihren Weg ging und das in einer Zeit, in der es noch alles andere als selbstverständlich war, da sie 1905 geboren wurde. Mit 85 Jahren starb sie in Kiel und hinterließ eine Vielzahl an Veröffentlichungen, zum größten Teil Mädchengeschichten.

Wie ich nun auf einmal auf Annik Saxegaard oder für mich Berte Bratt gekommen bin? Ich durfte bei einer Freundin in etlichen Flohmarktkisten nach Büchern wühlen, sie hatte eine ganze Menge Schneider Bücher von denen ich ja einige Serien sammle. Und plötzlich fiel mir ein Buch von Berte Bratt in die Hand. Der Name war mir geläufig, aber ich hatte nie etwas von dieser Autorin gelesen. Also legte ich es zur Seite, denn bei den Unmengen an Büchern im Schneider Verlag kann ich natürlich nicht alles sammeln. Tja, aber dann kam noch eins und noch eins und…. noch etliche andere dazu. Mein Sammlertrieb war geweckt. Da ich sie alle geschenkt bekam – DANKEDANKEDANKE – habe ich sie mitgenommen und beschlossen, einfach mal reinzulesen.

Ich hatte drei im Urlaub mit: Umwege zum Glück, Kleiner Hund und große Liebe und Alles kam ganz anders. Alles Geschichten von jungen Mädchen / Frauen, die in der Zeit spielen, in der ich selber noch Kind war. Also ein ganz anderes Frauenbild als heute. Frauen, die zwar schon studierten und eigene Pläne hatten, aber wo eben das Thema Hochzeit und Leben für und mit einem Mann noch bei Vielen groß geschrieben wurde.

Beim Lesen hatte ich Szenen aus meiner Kindheit vom Zusammenleben meiner Eltern vor Augen. Ja, so war es damals. Ich war hin- und hergerissen, zwischen „Oh mein Gott, das kann ja wohl nicht sein“ und einem diffusen Gefühl von Behaglichkeit, Wärme und Zuhause sein. Kurz, ich las alle drei Bücher hinter einander weg und ich werde auch die anderen, die ich habe noch nach und nach lesen. Besonders interessiert mich: Nicole, ein Herz voll Liebe – das passenderweise auch noch in meinem Geburtsjahr 1969 erschienen ist.

Nostalgie pur!!!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s