Schreib-Alltag: Vogelperspektive

Bin ich tatsächlich in dieser Schreib-Woche geflogen? Ja, vielleicht ein bisschen. Zumindest habe ich mit den Flügeln geschlagen und dabei ordentlich Wind gemacht.

Nach wie vor plane ich den 2. Entwurf meiner „Märchenadaption“. Das Grundgerüst des DSC_0026Plots stand ja bereits seit dem 1. Entwurf fest – die Figuren, Orte, die grobe Handlung. Trotz allem hakte die Geschichte. Meine erste Idee war dann eine weitere Figur ins Boot zu holen und eine andere rauszuschmeißen. Ein Tausch also. Geniale Idee! Dachte ich…

Beim plotten der Geschichte stolperte ich rasch darüber, dass dieser Tausch nicht funktioniert und eher größere Probleme schafft, anstelle die bisherigen zu lösen. „Gehen sie zurück auf Los, ziehen sie keine 5.000 € ein.“

Inzwischen bin ich einen großen Schritt weiter! Die Figuren bleiben wo und wie sie sind, aber ich habe den Haken an dem ganzen und eine Lösung gefunden, die so simpel war, das ich längst darauf hätte kommen können. Betriebsblind nennt man das dann wohl.

Worüber ich z. Zt. noch intensiv nachdenke, ist die Perspektive. Im 1. Entwurf habe ich den personalen Erzähler gewählt. Von Anfang an war mir durchaus klar, dass der Ich-Erzähler bei dieser Art von Geschichten wesentlich besser passen würde. Aber ich habe mich nicht ran getraut. Glaubt es oder nicht. Nach meinem letzten Coaching Termin ploppt das Ganze nun wieder hoch und lässt sich auch nicht mehr verdrängen. Was ich mit diesem Dauer-Perspektiven-Schluckauf mache, weiß ich noch nicht. Eins nach dem anderen.

Über ein Jahr befasse ich mich inzwischen mit dieser Geschichte. Ich habe sie geplant, geschrieben, liegen gelassen, grob überarbeitet und nun plotte ich sie gründlicher, detaillierter. Mit all dem Wissen was ich in der Zeit angesammelt habe. „Gut Ding will Weile haben“, das hat schon meine Oma zu mir gesagt. Und sie hatte Recht. Zumindest was für mich das Thema Schreiben angeht. Meine Geschichten (abgesehen von diverser Schreib-Gymnastik wie z. B. dem Schreibkick) werden – manchmal über längere Zeit – wieder und wieder kompostiert. Und irgendwann bin ich dann zufrieden. Und dann lasse ich mein Geschichten-Baby das Licht der Welt erblicken.

Und so wird es auch hier sein… und auf den Tag freue ich mich schon und arbeite darauf hin!

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