Frühlings-Pause

Wie in jedem Jahr, werde ich auch 2017 eine 3-wöchige Frühlings-Pause genießen. Ich DSC_0042finde in dieser Zeit, wenn die Natur gerade so richtig in Schwung gekommen ist, dann ist es besonders schön, dies auch genießen zu können.

Meine letzte „Amtshandlung“ wird heute um 17.00 Uhr Marthas Führung in der Romantik Bad Rehburg sein, und wenn diese gestrenge Dame mich dann aus ihren Fängen entlässt, dann lasse ich Arbeit inkl. Internet und allem was so dazu gehört, hinter mir.

Ich wünsche Euch eine wunderbare Zeit und ich freue mich darauf, Euch im Anschluss wieder zu lesen!

Alles Liebe
Nicole Wanda

Therapeut: Wald

Therapie unter Tannen – eine Doku, die ich gestern angeschaut habe und die mich begeistert hat. Der Gedanke, dass der Aufenthalt in der Natur, im Wald, gesundheitsfördernd ist, ist nicht neu. Aber dass es inzwischen weltweit Ärzte gibt, die in ihren Forschungen soweit gehen, dass sie festgestellt haben, dass sogar das Krebsrisiko sinken kann – das ist für mich wirklich neu. Ich wiederhole jetzt hier nicht alles, was in der Doku angesprochen wird, wen es interessiert, der kann sich den Beitrag in der Mediathek von 3Sat ansehen. Den Link findet Ihr hier.

Da ich das große Glück (für mich ist es zumindest ein Glück) habe, mitten auf dem Land zu leben, bin ich sowieso stets von Natur umgeben. Und Spaziergänge im Wald gehören für mich zu meinem Leben einfach dazu. Heute aber bin ich doch noch einmal mit wacheren Augen im heimischen Klosterwald in Loccum unterwegs gewesen. Statt einfach „nur“ spazieren zu gehen, habe ich genauer hingeschaut, auf all die kleinen und großen Geräusche gehört, vieles erfühlt und auch Fotos gemacht. Und einige möchte ich mit Euch teilen!

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Ein besonders lieber Liebster Award!

liebster AwardOh, ich bin nominiert worden und zwar von der lieben Frau Vro – die Beschreiberin von vrojongliert, ein Blog der täglich buntes-vermischtes-lustig-trauriges in unser Leser-Leben bringt und den Ihr hier nicht nur findet sondern unbedingt besuchen solltet! – wofür ich mich ganz herzlich bedanke!

10 Fragen stehen zur Beantwortung und ich lege direkt los!

  1. Warum bloggen?Der Auslöser für meinen Start ins Blogger-Leben war der NaNoWriMo (National Novel Writing Month) 2014. Mein erster Versuch an diesem Schreib-Monat teilzunehmen, war damals erfolglos verlaufen und im zweiten Anlauf wollte ich die 50.000 Wörter in einem Monat unbedingt schaffen. Also überlegte ich, wie ich mich am besten dafür motivieren könnte. Öffentlich machen. Live Farbe bekennen.Kurz entschlossen rief ich diesen Blog ins Leben und ließ mich 30 Tage lang durch meine wunderbaren LeserInnen motivieren. Es hat fantastisch funktioniert und ich bin bis heute für die Unterstützung dankbar!

    Und dann habe ich weiter gebloggt, immer mal wieder etwas geändert und auch in diesem Jahr ändert sich das eine und andere noch. Denn inzwischen hat sich bei mir so einiges getan und darüber möchte ich nun hier auch schreiben bzw. tue es auch schon. Und das alles macht mir einfach SPASS – und das ist und bleibt für mich der Hauptgrund warum ich blogge!

  2. Was hat sich dadurch bei dir geändert?
    Speziell durch das bloggen? Mh, gute Frage. Kann ich so gar nicht beantworten, weil ich denke, dass die Veränderungen die in dieser Zeit bei mir stattgefunden haben, nicht nur dadurch passiert sind. Aber auf jeden Fall habe ich tolle Menschen getroffen, Anregungen bekommen, Motivation erhalten. Und all das ist für mich inzwischen wirklich wichtig geworden.
  3. Beschreibe dich in drei Worten. Zuwenig? Okay, dann eben in fünf.Buchstaben-Hexe. Wort-Geliebte. Buch-Jägerin.
  4. Worüber freust du dich?
    Ein Lächeln, ein liebes Wort, ein Dankeschön, eine helfende Hand, eine Umarmung, die ersten Gänseblümchen im Frühling, der Geruch umgegrabener Felder, sich im Sommerwind wiegender Weizen, Sand unter meinen nackten Fußsohlen, Meeresrauschen in der Nacht, geringelte Leuchttürme…
  5. Wahre Schönheit
    …… kommt aus dem Herzen.
  6. Welche berühmte/bekannte Person würdest du gerne treffen? Und worüber würdet ihr reden?
    Da fällt mir niemand ein.
  7. Mit welcher Märchenfigur würdest du gerne um die Häuser ziehen?
    Mit der Hexe aus Hänsel und Gretel – ums Knusperhaus!
  8. Was beeindruckt dich?
    Ich mach daraus mal WER: meine Mutter, die nie aufgegeben hat und sich trotz aller Kämpfe ein liebendes Herz bewahrt hat.
  9. Interessierst du dich für Geschichte?
    Ja.
  10. Selbstgespräche? Seltsam oder nicht?
    Ob ich das mit dem beantworten wohl ganz gut hinbekommen habe? Ich weiß nicht. Ein einfaches Ja auf die vorletzte Frage. Aber in meinen Augen ist das eine Ja oder Nein Frage. Warum immer kompliziert denken? Nein Nicole, dass ist schon völlig ok so. Oder was meinst Du, Wanda? Naja klar, es wäre auch ausführlicher gegangen. Aber ansonsten? Bist Du zufrieden? Das ist schön! Also, dann gehe ich doch jetzt mal in den Feierabend. Herrje, schon kurz nach 20 Uhr. Nun aber hurtig… (leiser werdend) warum muss ich auch immer so rumbummeln…

    So, Ihr Lieben. Das war es mit meinen Antworten. Wer mich kennt weiß, dass ich niemanden nominiere, aber mich über all die freue, die Lust haben diese Fragen auch zu beantworten. Also, stürzt Euch auf Eure Tastaturen – ich bin neugierig!!!

Wenn Martha ihre abendliche Runde macht…

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

dsc_0002seit etlichen Jahren bin ich nun schon die Hausdame im Königlichen Bade Rehburg. Und Sie können mir glauben, dass das nicht immer eitel Sonnenschein ist. Täglich gilt es zahlreiche Arbeiten zu erledigen und dabei auch die anderen Dienstboten im Auge zu behalten.

Allabendlich mache ich meine Runde und schaue, ob alles seine Ordnung hat, die Türen verschlossen sind und die Badekabinette sauber und für den folgenden Tag alles bereitet ist.

Am kommenden Sonntag, den 07. Mai, um 17 Uhr können sich erstmals Gäste meiner Runde anschließen. Dann plaudere ich ein wenig aus dem Nähkästchen – darüber was sich alles hinter den Kulissen unseres Kurortes abspielt. Und Sie erfahren einiges aus dem Leben unserer Königin Friederike, die mich zu einer meiner größten Leidenschaften inspirierte: dem lesen von Gedichten und Märchen.

Und wenn Sie Märchen ebenso lieben wie ich, dann begleiten Sie mich im Anschluss noch in die Friederikenkapelle, wo ich Ihnen gerne zwei meiner Lieblingsmärchen zu Gehör bringe.

Aber nun muss ich weiter, denn es steht für heute noch die Abendrunde an. Und wenn ich es nicht mache, wer dann?

Lese-Zeit: Sterben

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Vor ein paar Wochen fiel mir auf einem Bücher Flohmarkt ein Titel ins Auge: Sterben. Wer mich kennt weiß, dass dies eins der Schlüsselwörter ist, auf die ich immer anspringe. Ich griff danach – obwohl ich eigentlich kein neues Buch kaufen wollte… – und entdeckte nebenbei aus dem Augenwinkel, das es noch zwei weitere Titel gab, die eindeutig dazu gehörten: Lieben und Leben.

Als bekennende Buchsammlerin konnte ich nun natürlich nicht widerstehen. Ich warf kurz einen Blick auf den Namen des Autors – Karl Ove Knausgard – der mir jedoch unbekannt war und kaufte die Bücher. Noch während ich bezahlte, hielt mir mein Mann einen weiteren Band vor die Nase: Spielen.

Erst Zuhause schaute ich mir genauer an, welche Buchschätze ich mir an diesem Tag angelacht hatte. Knausgard ist ein norwegischer Schriftsteller, der es sich mit diesen Bänden zur Aufgabe gemacht hat, das eigene Leben zum Gegenstand des Schreibens zu machen. Und das in sechs Bänden. Was bedeutete, dass es noch zwei weitere Bände (Träumen und Kämpfen) gibt bzw. der letzte wird dieses Jahr im Mai erscheinen. Wobei dieser für mich definitiv keine Eile hat, denn es wird sicher eine Weile dauern, bis ich mich dahin durch gelesen habe.

Sterben beinhaltet als Thema den Tod von Knausgards Vater und somit natürlich auch sein Leben und das Verhältnis zwischen ihm und seinen zwei Söhnen. Und dass dies alles andere als eitel Sonnenschein war, beschreibt Knausgard bis ins Detail. Wie auch alles andere aus seinem Leben bzw. in diesem Fall aus seiner Jugendzeit. Und ich frage mich durchaus, ob er sich an all dies tatsächlich auch erinnert oder doch an etlichen Stellen dichterische Freiheit hat walten lassen. Oder schrieb er ausführlich Tagebuch? Ich weiß es nicht.

Mich hat dieses Buch mit seiner Lebensgeschichte fasziniert. Einige Details hätte es für mich nicht gebraucht, aber das ist immer so, wenn etwas ausführlich erzählt wird. Insgesamt jedoch gefällt mir sein Stil sehr gut, ebenso wie seine Beschreibungen. Das die Meinungen über diese doch recht ausufernde Art zu schreiben äußerst umstritten ist, muss ich wohl kaum erwähnen. Ein Blick auf die Rezensionen bei amazon und man ist im Bilde.

Für mich steht fest, dass ich nach und nach auch die anderen Bände lesen werde, jedoch nicht direkt im Anschluss. Dazu ist es mir dann doch zu intensiv und rund 600 Seiten (die jeder Band umfasst!) liest sich nicht mal eben zwischendurch. Und der Inhalt seiner Lebensgeschichte ist zudem auch nicht unbedingt etwas für schwache Nerven.

Schreibkick: Freibad

Meine Muse hat zur Zeit Urlaub – was hin und wieder auch sein muss! Trotzdem kam sie gestern Abend vorbei geschlendert und meinte so ganz nebenbei: „Hey, morgen ist doch der Schreibkick zum Thema Freibad fällig.“ „Ich weiß“, entgegnete ich, „aber ich will diesen Monat nicht mitmachen, keine Zeit.“ Aber sie ließ sich nicht abwimmeln, beugte sich zu mir herunter und flüsterte mir etwas ins Ohr… Und nachstehend findet Ihr das Ergebnis!

Freibad
von Nicole Vergin

„Setz dich zu mir, Froschmann!“ Aus der Vergangenheit wehte ihre Stimme zu ihm herüber. Er griff neben sich, da wo damals ihre Hand gewesen war und jetzt nur der Wind über seine Haut strich.
„Pippilotta“, flüsterte er. Immer hatte sie die Welt so gemacht, wie sie ihr gefiel. Nicht nur ihre eigene, sondern auch seine. Und jetzt, wo sie beschlossen hatte, aus seinem Leben zu verschwinden, da hatte er keine Welt mehr, in der er leben konnte.
Nicht einmal seine beiden blauen Pfeilgiftfrösche konnten ihn nun noch trösten. Vorbei die Zeiten, in denen ihre Existenz ihm neben dem atmen, essen und schlafen, genügt hatten.

Der graue, rutschfeste Kunststoffbelag des 10 m Sprungturms drückte sich unbequem in seine Oberschenkel. Hier oben hatten sie gesessen, nebeneinander und die im Licht des Vollmonds vorbeiziehenden Wolken beobachtet. In der Nacht, in der sie über den Zaun geklettert und das Freibad für sich erobert hatten.
„Das gehört jetzt alles uns.“ Und wenn Pippilotta so etwas sagte, dann glaubte der Froschmann ihr.

Er ließ sich zurück auf den Rücken fallen und schaute nach oben in den Nachthimmel, an dem nur vereinzelte Sterne wie Glühwürmchen glimmten. Seine Beine baumelten knieabwärts von der Kante herunter.
„Sie kommt nicht zu mir zurück“, rief er den Sternen zu. Aber denen war das egal. Genauso wie es Pippilotta egal war, dass sie seine Welt mitgenommen hatte. Oder hatte er zum Schluss gar keine eigene mehr gehabt? Er setzte sich kurz auf, dachte einen Moment nach und kam zu dem Ergebnis, das er es sich einfach in ihrer Welt bequem gemacht hatte. Und das war der Fehler gewesen. Jetzt sah er es ganz klar. Seine eigene Welt war ihm damals Scheißegal gewesen. Ihre bunte, aufregende Welt hatte ihn angezogen, eingesogen. Seine eigene war ihm plötzlich fad erschienen. Und nun hatte er keine Welt mehr, egal wie er es auch drehte und wendete. Da war nur noch ein großes Nichts, ein gähnender Schlund.
Stück für Stück schob er sich nach vorn, blickte in die Tiefe, die ebenso dunkel dalag, wie der Nachthimmel über ihm schwebte. Vielleicht gab es da unten für ihn eine neue Welt. Eine, in die er eintauchen konnte, wenn er es nur mutig genug versuchte.
Entschlossen ließ er auch das letzte Stück grauen Kunststoffs hinter sich und stürzte sich mutig durch die wirbelnden Schneeflocken hinunter auf den Boden der Tatsachen.

Diesen Monat waren dabei:

Veronika
Eva
Sabi
Rina P.
Corly

Das Thema für den 01.06.17 lautet: Hitze