NaNoWriMo / Tag 1 – Der lachende Kritiker

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Mein Mann sagt, ich soll ihn doch einfach erschießen – meinen inneren Kritiker. Und ich wollte ihm schon aus tiefstem Herzen zustimmen, da hörte ich das fiese Kichern meines Kritikers und die – leider – wahren Worte: „Es kommt der Tag, da brauchst Du mich.“

Tja, da hat er Recht. Irgendwann muss die Geschichte von Luna überarbeitet werden und so nervig und gemein der Typ heute war, so gut ist er dann aber auch, wenn es gilt meine Geschichten auf Hochglanz zu polieren und Unebenheiten glatt zu schleifen.

Gut, ich werde ihn also nicht erschießen…

Nur wenige Sätze und Ihr habt bereits eine Ahnung, wie mein 1. NaNo-Tag verlaufen ist. Ja, es war nicht so simpel, wie ich es mir vorgestellt hatte. Vollkommen naiv und vertrauensselig wie ich nun mal oft bin, hatte ich verdrängt, wie wenig ich in diesem Jahr geschrieben habe. Wer meinen Blog schon länger liest der weiß, dass dieses Jahr das Thema Abschiednehmen einen großen Teil meiner Zeit – zu Recht – beansprucht hat. Also, nichts weswegen ich mich nun gräme.

Trotzdem bleibt der Tatbestand, dass mein Schreib-Muskel verkümmert ist. Dabei habe ich gerade in einem Schreibratgeber gelesen, dass es zu den Mythen gehört, dass man diesen regelmäßig trainieren sollte, um schreiben zu können. Klar, drauflos schreiben kann man immer wieder. Aber zumindest bei mir ist es so, dass mein Schreib-Hirn regelmäßiges Training braucht. Inklusive ausgiebigem Dehnungsprogramm. Bedeutet, dass ich mich immer mal wieder ausprobiere, um meine Fantasie stets aufs Neue heraus zu fordern.

Und all das fehlte in diesem Jahr. Warum ich mich dann als Wiedereinstieg gerade für das Mammut Projekt NaNoWriMo entschieden habe? Weil das genau der Tritt ist, den ich gerade brauche. Ich will und ich werde diese 50.000 Wörter in diesem Monat schaffen. Ich werde Lunas Geschichte erzählen.

Hörst Du, Kritiker? Es ist mir vollkommen egal, ob Du heute den ganzen Tag aus vollem Halse über meine Schreibversuche gelacht hast. Ja, vielleicht ist es noch recht ungelenk und murksig wie ich die Geschichte heute begonnen habe, ABER ich habe mich NICHT von Dir abhalten lassen. Ganze 1.783 Wörter habe ich heute geschrieben – und darauf bin ich verdammt stolz!

Und alles andere wird mit jedem Tag besser. Das weiß ich aus langjähriger Erfahrung. Natürlich werde ich hier weiter über meine NaNo-Erlebnisse berichten. Jeden Tag? Das weiß ich noch nicht. Wobei ich gerade merke, dass es ein Super Ventil ist! Na, ich schau mal.

Jetzt mache ich jedenfalls Feierabend und morgen geht es dann mit mutigen Schreib-Schritten weiter! Habt noch einen schönen Abend und alle, die ebenfalls am NaNo teilnehmen: ich wünsche Euch viel Spaß und Erfolg!

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8 Gedanken zu „NaNoWriMo / Tag 1 – Der lachende Kritiker

  1. Musst Du Dir was beweisen? Lass los und schreibe, weil Du Spass daran hast! Nur deswegen! Aus Leidenschaft … 50.000 Wörter sind nur eine Zahl. (Man könnte auch einfach 50.000 mal SCH…. schreiben.) Wer sich unter Druck setzt, der bekommt automatisch noch einen Kritiker als Aufpasser zugeteilt. Logisch oder? Man quält sich und Sadismus ist Berufsvoraussetzung für Kritiker … Ich kenne es auch, da wird mir etwas aus meinem Leben gerissen, und irgendwann möchte ich wieder das tun, was ich früher so gerne tat, am Besten für mich selbst! Da ist nur die Angst, ob man es noch kann.

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    • Ja, manchmal muss ich mir auch was beweisen, wie z. B. nach diesen schreiblosen Monaten, dass ich es noch „drauf habe“ – so sagt man heute doch glaube ich, oder?! – und was den NaNo und den 50.000 Wörter betrifft (das mit dem 50.000 x SCH… schreiben finde ich überdenkenswert! 😉 ) das mache ich einfach gerne. Ich liebe diesen Schreib-Monat. Das klang in diesem Beitrag nicht so? Yep, weil ich dachte, das ich locker an meine Schreib-Leidenschaft anschließen kann. Schreiben nach Lust und Laune und einfach drauflos, aber dem war zumindest gestern noch nicht so… 😀

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      • Ich bin überzeugt, dass Dir dieser Schreibmonat Spass macht! Und mit diversen Launen Deiner Muse hast Du auch Erfahrungen. Mach’s einfach! Du wirst sehen, nein, wir werden sehen, was Du davon hast. 😉 Viel Vergnügen!

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  2. Hey, was heißt hier Trasiningslager. Mach mir keine Panik. Wenn ich nächste Woche an den Start gehen will, habe ich null Trainingslager gehabt. Egal, schreib, wie und wonach Dir gerade ist, Kritiker hin, Kritiker her! Du schaffst das!!!

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    • Panik? Wer hat ihr Panik? ICH HABE KEINE PANIK!!! *rennkreischendimkreis* – Ok, Scherz beiseite! Quatsch, jeder arbeitet und schreibt anders. Und viele brauchen kein Trainingslager. Und ich habe beschlossen, dass DU zu diesen Leuten gehörst! 😀
      Und bei mir läufts heute super – den Kritiker habe ich vor die Tür gesetzt! Danke fürs Mut machen! ❤

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  3. Danke Christoph! 😀 Ja, nach dem etwas holperigen Einstieg schreibt es sich bisher gut und alles weitere werde ich mal auf mich zukommen lassen… Und was meine Muse betrifft: manchmal denke ich, die ist viel simpler gestrickt als ich! 😀

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