NaNoWriMo / Tag 2 – Ich liebe mein Schreib-Hirn ODER Wer ist Ole Jansen?

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Meine Statistik auf der NaNo Seite hat mir gerade gesagt, dass ich bei diesem Tempo meine 50k bereits am 24.11. erreichen werde. Ok, ich habe also einen guten Vorsprung raus geholt. Prima! Denn wie schon erwähnt, wird es etliche Tage in diesem Monat geben, an denen ich nur wenig bis gar nicht schreiben werde. Wobei ich es mir jetzt schon nicht mehr vorstellen kann! Nach nur zwei Tagen bin ich wieder schreib-locker – ich kann mein Glück gar nicht fassen. Egal, ich genieße es einfach!

Ach ja, 2.526 Wörter sind heute bei meiner Geschichte dazu gekommen, insgesamt habe ich jetzt einen Wordcount von 4.309. Hey, das kann sich doch echt sehen lassen!

Aber etwas viel wichtigeres ist heute noch geschehen. Mein geliebtes Schreib-Hirn – ich glaube fest daran, dass es einen Teil in meinem Gehirn gibt, der nur für das erfinden meiner Geschichten zuständig ist – hat wieder seine volle Funktionsfähigkeit! Was das bedeutet? Ein Plot Problem wird oben hinein geworfen, lautes rattern ertönt – sehr nervig wenn es manchmal Stunden oder Tage dauert – und dann voilà: eine Lösung!

Ok, am aktuellen Beispiel bedeutete dies heute: auf unerklärliche Weise war ein gewisser Ole in Lunas Geschichte aufgetaucht. Da meine Geschichte auf ungeplanten Sohlen daher kommt, ist dies nicht gänzlich verwunderlich. Aber weder Luna noch ich wussten etwas mit ihm anzufangen. Er hat einen grauen Bart und schon sehr ausgeprägte Falten. Hauptsächlich Lachfalten, was ihn ja sehr sympatisch macht. Und sonst? KEINE AHNUNG!

Ich wollte ihn schon wieder rausschmeißen, aber nachdem er beharrlich in drei Szenen aufgetaucht war, war mir klar, dass mein Schreib-Hirn wieder irgendetwas wusste, was es mir nur noch nicht mitgeteilt hatte. Stephen King schreibt in seinem Buch „Das Leben und das Schreiben“ ja auch, dass es seine Geschichten im Grunde schon gibt und er sie beim schreiben nur behutsam nach und nach „ausgraben“ muss. Das war jetzt sehr frei beschrieben. Lest es nach, wenn es Euch näher interessiert. Dieses Buch ist lesenswert!

Also, nahm ich mein Archäologen Pinselchen zur Hand und fing an meinen Dino-Knochen (so bezeichne ich manches Mal meine Geschichts-Ideen-Schnipselschen) vorsichtig abzuwischen.

Bedeutete in der Realität: ich befand mich auf dem Weg ins Loccumer Kloster, um dort meine letzte Gästeführung in diesem Jahr zu machen, stehe mittich im Ort an der Ampel und es trifft mich wie ein Blitz: coaiueporaeranm,dfna//)&&f!!!

Sorry, aber was es tatsächlich mit Ole auf sich hat, das kann ich Euch hier natürlich noch nicht verraten. Aber in diesem Moment wusste ich, wo er in der Geschichte hingehört, welche „Funktion“ er hat. Ich bin in solchen Momenten sehr darauf angewiesen, meine Erkenntnis zu teilen und so rief ich meinen Mann auf der Arbeit an und erzählte ihm in wenigen Worten von Oles Schicksal. Und nein, meinen Mann werdet Ihr auch nicht überreden können, mehr über Ole zu erzählen!

Ja, das ist also der Grund, warum ich mein Schreib-Hirn liebe. Warum ich so wahnsinnig gerne einfach drauflos schreibe. Diese Momente, wenn es einfach KLICK macht – toll!

So, davon werde ich jetzt zehren und mich morgen frohgemut wieder ans Schreib-Werk machen. Einen tollen Abend für Euch – ich geh jetzt singen!

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7 Gedanken zu „NaNoWriMo / Tag 2 – Ich liebe mein Schreib-Hirn ODER Wer ist Ole Jansen?

  1. Ich muss ENDLICH das Buch lesen, ich habe es auf Englisch geschenkt bekommen.
    Genau dieses „Mein Hirn kennt die Geschichte, ich aber nicht“ ist etwas, was ich auch oft erzähle, wenn ich gefragt werde, wie ich schreibe. Und dann muss man behutsam horchen, um es nicht versehentlich durch zu engen Plot / einen Spatenstich zu zerstören.
    Viel Erfolg dir weiterhin ❤

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  2. Hallo liebe Nicole,

    ja, so ein Schreibhirn ist wunderbar. Mir geht es ähnlich. Meine Geschichte hat geholpert an allen Enden und ich war irgendwie unzufrieden, auch wenn ich die Idee liebe.
    Mein Hirn so am Mittwoch: Schmeiß doch diese zwei Nebencharaktere raus und *hier* die passende Hintergrundgeschichte für einen anderen Charakter.
    Ich: Danke, gute Idee!
    Mein Schreibhirn am Freitag: Weißt du was, jetzt passt dein Prota nicht mehr in die Geschichte. Micha und Lia müssen die Rollen tauschen, dann steht sie nämlich zwischen zwei Männern.
    Ich: *absolute Sprachlosigkeit* Ähm … jaaa?

    Ich habs gemacht, die beiden bestehenden Kapitel umgeschrieben, seitdem findet sich alles von ganz alleine. 😀
    Und ich hoffe, das bleibt so 😀

    Viel Spaß dir weiterhin beim Schreiben, ich freue mich auf Updates 🙂

    Lg,
    Sabi

    Gefällt 1 Person

    • Hallo liebe Sabi,

      ich finde es immer wieder toll zu lesen, dass es anderen auch so ergeht! Und Dein Hirn scheint da ja auch ein tolles Exemplar zu sein. Ich bin gespannt auf Deine Geschichte! Dann drücke ich Dir mal feste die Daumen, dass es jetzt auch so weitergeht – aber warum sollte es auch nicht! 😀 ❤

      Dir auch weiter viel Spaß und komm doch auf jeden Fall immer mal auf einen NaNo-Plausch rum! 😉

      Liebe Grüße zurück
      Nicole

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  3. Pingback: NaNoWriMo / Tag 3 und 4: Schreib-Achterbahn | Nicole Vergin

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