Tschüss 2017!

Auf das Dachfenster meiner Schreib-Stube platschen dicke Regentropfen. Der Himmel ist

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grau verhangen und wenn ich hinaus schaue, ist keine Menschenseele in Sicht. Was bei uns in der ländlichen Abgeschiedenheit auch nicht allzu selten vor kommt. Glücklicherweise hängt meine Stimmung und mein Drang spazieren zu gehen selten vom Wetter ab, so dass ich vorhin dick eingemummelt – die Spuren einer 2-wöchigen Grippe sind noch nicht restlos vom Winde verweht – eine kleine Runde gedreht habe. Und dabei fingen meine Gedanken an, durch das zu Ende gehende Jahr zu schlendern…

Das Jahr 2017 hat mich in den unterschiedlichsten emotionalen Lagen erlebt. Ich habe geflucht, gejammert, geweint, getobt und glücklicherweise auch ganz viel gelacht. Ach ja, gelernt habe ich auch noch einiges. Zum Beispiel, mich noch ein Stück mehr so zu akzeptieren wie ich bin, mich selbst zu lieben. Und ich habe gelernt, nein zu sagen. Nein, anstelle des wahre-die-Harmonie-Ja´s. Was teilweise wirklich sauschwer ist. Vor allem, wenn es gegenüber geliebten Menschen ist. Andererseits: müssten gerade die es nicht verstehen und akzeptieren? Naja, Ihr werdet so etwas auch kennen…

Was mir 2017 auch ein weiteres Mal eindrucksvoll bewiesen hat ist, dass Gesundheit das allerwichtigste ist. Besonders in diesem Jahr hatte ich im Familien- und Freundeskreis DSC_0084viel mit Krankheit und auch mit Abschied nehmen zu tun. Und das ist einfach etwas, was man nicht steuern kann. Ok, man kannst sich gesund ernähren, Sport treiben, für sich sorgen… aber wenn es einen richtig erwischt, dann ist man einfach erstmal am Arsch. Was man dann daraus macht (oder machen kann) und ob man gestärkt daraus hervor geht, das ist ein anderes Kapitel.

Auf jeden Fall kann ich sagen, dass ich dankbar bin. Dankbar, für das was ich habe, für das was ich bin, für die Menschen, die mich lieben. Die mich so lieben, wie ich bin. Und für all das schöne, dass mir in diesem Jahr widerfahren ist.

Wie zum Beispiel, die Reisen die ich gemacht habe und die mich nach Amsterdam, DSC_0017Bremerhaven, Dresden, Hameln, Juist, Langeoog und Oldenburg geführt haben. Es war unglaublich schön, so viel unterwegs zu sein und so viel zu sehen und zu erleben.

Im Januar und im April habe ich jeweils bei dem Pop Oratorium Luther mitgesungen und diese Erfahrungen waren einfach unglaublich und bereichernd. Allein, die tollen Menschen, die ich auf diese Art kennen- und schätzen gelernt habe. Und das singen… ja, das ist mittlerweile ein Teil von mir geworden.

Und obwohl ich zeitlich etliche Monate eingeschränkt war, ging es auch mit meinen dsc_0002Schreib-Projekten voran. Das Drehbuch für die neue Gästeführung der Hausdame Martha in der Romantik Bad Rehburg ist nicht nur fertig gestellt worden, sondern ich hatte bereits meine ersten Führungen als Martha, die mir viel Spaß machen.

Auch mit Adola Adebar, den Rehburg-Loccumer Kindergeschichten, ging es voran. Im April gab es eine Lesung mit neuen Geschichten und im März / April 2018 wird dann auch das Buch erscheinen.

Wie in den vergangenen sieben Jahren, fand im September das Schreib-Lust Seminar an DSC_0001der ev. Heimvolkshochschule in Loccum statt, bei dem mich die Teilnehmer wieder einmal mit ihrer Kreativität förmlich umgehauen haben.

Und ja, da war auch etwas, was viele vielleicht als Schattenseite des Lebens ansehen: der Tod war bei unserer Familie und hat meine Mutter nach 87 Lebensjahren mit sich genommen. Der DSC_0007Tod, der nun einmal zum Leben dazu gehört und der das ist, was alle Menschen gemeinsam haben. Aber darüber will ich mich an dieser Stelle auch gar nicht näher auslassen. Wichtig ist mir, dass ich das große Glück hatte, meine Mutter in ihren letzten Monaten begleiten und so in Ruhe Abschied nehmen zu können. Dass das von beiden Seiten viel Kraft und manchmal auch Mut bedeutet hat, ist wohl klar, aber vor allem hat es uns Beiden Frieden gebracht und somit die Möglichkeit loslassen zu können.

Ja, Ihr lest es: es war mal wieder ein Jahr voller Loopings auf meiner Achterbahn Fahrt. Ich werde mich zurückblickend an das Positive erinnern und kann so auch optimistisch

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nach vorne schauen. Denn da warten schon wieder allerhand Abenteuer auf mich… u. a. eine weitere Schreib-Reise nach Langeoog, spät im Jahr endlich einmal ein Besuch auf der Buch Berlin und mein neuer Blog Die Waldträumerin (ich LIEBE diesen Blog schon jetzt) wird in den nächsten Wochen online gehen.

Ich bedanke mich von Herzen, dass Ihr mich auf dieser Jahres-Reise begleitet habt und ich freue mich darauf, Euch auch künftig wieder zu lesen – alles Gute für Euch, habt einen guten Rutsch!

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Ein Gedanke zu „Tschüss 2017!

  1. Dies hier ist ein Jahresrückblick, wie man sie sicher vielfach gegen Ende 2017 lesen konnte. Es sind die jeweiligen Meinungen, Gefühle und Ereignisse, die zu respektieren sind, weil sie einfach sehr persönlich sind. Und dann steht da: „… aber wenn es einen richtig erwischt, dann ist man einfach erstmal am Arsch.“ Das sitzt! Wozu auch drum herum reden? Es ist eben so. Ich bin sehr ein Freund von knappen, deutlichen Aussagen. Sprachlich fällt mir hier nichts aus dem Rahmen. Alles schön reden tut schon die Werbung im TV. Das reale Leben kann eben auch weh tun, schmerzen und fertig machen. Dann kann man es auch so benennen.

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