NaNoWriMo: Hi, ich bin Luna

Ihr kennt mich wohl noch nicht. Kein Wunder. Nicole versteckt mich ja die ganze Zeit. Versucht mich zu beschwichtigen. Im November, da darfst du raus, sagt sie. Aber ich habs satt! Und darum habe ich mich einfach raus geschlichen. 

Mein Leben ist sowieso im Moment schon doof genug. Meine Eltern lassen sich scheiden und meine Mutter hat mich gezwungen in dieses Kuhdorf zu ziehen. Ich kenne hier überhaupt keinen. Naja, doch. Meine Großeltern. Aber sonst… und die Anderen in meiner Klasse können mich nicht leiden. Die kennen sich hier alle schon ewig und ich bin die neue aus der Stadt. Diese Landeier labern den ganzen Tag doch sowieso nur über Kuhfladen. Was soll daran bloß so spannend sein! 

Eigentlich wollte ich ja letzte Woche schon abhauen. Aber ich hätte gar nicht gewusst wohin. Zu meinem Vater wollte ich auch nicht. Der ist doch schuld an allem. Und mit seinem ewigen: „Hach, mein kleines Mondkind, es wird bestimmt alles wieder gut“, geht er mir einfach nur auf die Nerven. Der hat ja auch gut reden, er musste ja nicht ans Ende der Welt ziehen.

Naja, jedenfalls wäre mir schon etwas eingefallen, aber dann habe ich auf dem Dachboden meiner Großeltern in ihren alten Klamotten gestöbert und Ihr glaubt es nicht, was ich da gefunden habe…

Pst! Seid mal leise! … Mist! Ich höre Schritte auf der Treppe – ich muss abhauen! Ciao…

Dieses Mädchen! Sie kann sich einfach nicht bis zum 01. November, dem Start des NaNoWriMos, in Geduld fassen! Da schaue ich einmal nicht hin und schon schreibt sie einfach einen Beitrag an Euch… Ja, Luna ist eine richtige Draufgängerin und sie kann einen so richtig um den Finger wickeln. Aber mehr erfahrt Ihr nun erst einmal nicht!

Im November werde ich dann aber sicher den einen und anderen Ausschnitt aus Luna´s Geschichte hier veröffentlichen. Aber bis dahin bleibt alles weitere noch ein Geheimnis! ❤

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Amsterdam – Zeg maar jij, hoor!

Keine Sorge, ich schreibe diesen Beitrag nun nicht auf Niederländisch, aber ich wünschte DSC_0100schon, dass ich mehr als nur ein paar Brocken sprechen könnte. Es klingt einfach zauberhaft-verspielt. Und: „Zeg maar jij, hoor!“ – ist doch umso vieles schöner, als: „Sag doch Du!“

Nun aber zu dem, was ich während meiner Amsterdam Reise alles gesehen und erlebt habe. Am meisten haben es mir ja die Grachten angetan, das gebe ich offen und ehrlich zu. Für mich gibt es nichts schöneres, als an den verschiedenen Kanälen entlang zu schlendern und einfach in den Tag hinein zu leben.

Im Grachtenhaus (Het Grachtenhuis) an der Herengracht befindet sich übrigens ein Museum, das den Besuchern auf unterhaltsame Art und Weise den Bau des DSC_0017Amsterdamer Grachtengürtels erzählt. Ganze 40 Jahre benötigten die Amsterdamer um das heutige Unesco Weltkulturerbe nach und nach zu erbauen. Der Gang durch das wunderschöne alte Gebäude findet in kleinen Gruppen statt, so dass es immer mal zu Wartezeiten kommen kann. Also am besten ein wenig Geduld mitbringen, sie wird auf alle Fälle belohnt!

Amsterdam hat eine ganze Reihe Museen zu bieten und wer sich dafür interessiert, sollte auf jeden Fall über die Anschaffung einer Amsterdam Card nachdenken. Diese beinhaltet die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel – ich liebe es, die Menschen in fremden Städten dort zu beobachten! – und beinhaltet den freien Eintritt in zahlreiche Museen. Und da die Preise dort gerne pro Person um die 15 € für einen Besuch liegen, rechnete sich das bei mir sehr schnell.

Voller Begeisterung schlenderte ich durch das Rembrandt Haus und schaute mir dort u. DSC_0065a. die frühere Werkstatt des Meisters an. Ich bewunderte die wunderschönen Gemälde Van Goghs in einem weitläufigen futuristisch anmutenden Gebäude und als großer Fan von historischen Kirchen bewunderte ich die Oude Kerk, die schon von außen imposant daher kommt.

Eins meiner Highlights war sicher die Grachtenfahrt, bei der der Kapitän sein Boot gelassen und mit viel Humor durch die engen Kanäle steuerte, während seine Passagiere den Blick auf den Hafen, die zahlreichen Sehenswürdigkeiten und die alten Grachtenhäuser genossen.

DSC_0007Etliche Kilometer habe ich in den fünf Tagen unter meine Füße genommen und natürlich gehörte es auch dazu, in die urigen Cafés, Kneipen und Restaurants einzukehren, um dort nicht nur den Hunger zu stillen, sondern einfach auch das Flair zu genießen. Bei schönem Wetter auch gerne draußen mit Blick auf die Grachten.

Übernachtet habe ich übrigens im A & O Hostel, das 9 km vom Hauptbahnhof entfernt liegt und durch die Metro eine super Verbindung zur Innenstadt hat. Ganz nebenbei konnte ich so allmorgendlich im Speisesaal auch noch den Trubel der zahlreichen Schulklassen beobachten, die ihre Abschlussfahrten mal mehr, mal weniger genossen.

Wie ich es im vorigen Beitrag schon schrieb, wird dies nicht meine letzte Reise nach Amsterdam gewesen sein. Und daher habe ich mich auch mit einem herzlichen „Tot ziens“ (Auf Wiedersehen) von meiner Traumstadt verabschiedet.

NaNoWriMo – Emsige Ameisen

Wenn ich mich nicht verzählt habe, beginnt in 23 Tagen das Schreib-Abenteuer NaNoWriMo 2018 (National Novel Writing Month). Um mich herum wuseln etliche AutorInnen wie emsige Ameisen herum. Alle feilen an ihren Plots, ihren Figuren – ja, sie bereiten sich vor.

DSC_0003 - Kopie

Was meine NaNo-Vorbereitungen machen? Öh… nichts, ehrlich geschrieben. Es sind eben nicht alle Ameisen fleißig, wie ich gerade auf einer Webseite der Süddeutschen Zeitung gelesen habe. Zitat: „Viele Ameisen der Art Temnothorax rugatulus bewegen sich tagelang nicht, während andere Artgenossen fleißig arbeiten.“

Nun, im Gegensatz zu solchen Ameisen, die ja etwas zum Erhalt ihrer Kolonie beitragen sollten, arbeite ich ja schlicht für mich und tue somit niemandem weh. Aber ist es wirklich schlau, so ganz ohne Plot und allem was dazu gehört in den NaNo zu gehen?

2011 – bei meinem ersten NaNo – hat dies nach rund 20 Tagen zu einem Abbruch geführt, da ich nicht mehr weiter wusste. 2014 war ich dann gut vorbereitet und kam auch locker auf meine 50k.

Zurück zur Frage: ist das dann schlau? Die Antwort darauf, werde ich Euch im Laufe des Novembers geben können. Denn meine Entscheidung für die Teilnahme in diesem Jahr war – wie meist – eine absolute Bauchentscheidung. Und meinem Bauch ist es völlig wurscht, ob ich die Zeit habe, mich noch vorzubereiten oder nicht. Klar, könnte ich mir nun schon hier und da Notizen machen. Schließlich habe ich offensichtlich auch gerade die Zeit, diesen Blog Beitrag zu verfassen. Aber seien wir mal ehrlich: mich kitzelt gerade das Abenteuer. Das Risiko ruft und ich antworte laut: JA, HIER BIN ICH!

Schon Dale Carnegie schrieb in seinem Buch „Sorge Dich nicht lebe“, dass man sich immer überlegen soll, was das schlimmste sei, dass eintreten könne: Dass ich den NaNo in diesem Jahr nicht schaffe. Wovon ich übrigens nicht ausgehe! Aber selbst wenn, wird die Welt nicht untergehen, ich werde weder enthauptet, noch gevierteilt.

Und daher gönne ich mir diesen Sprung ins eiskalte Wasser. Diese Begegnung mit dem Eisberg, der sicherlich viel größer ist, als die kleine Spitze, die da gerade aus dem Wasser lugt.

Das allerwichtigste ist für mich, dass ich mich RIESIG auf diese Schreib-Zeit freue! Und selbstverständlich werde ich Euch hier auf dem Laufenden halten und wahrheitsgemäß berichten, wie es mir als Discovery Writer (ich stürze mich also ohne große Vorkenntnisse in meine Geschichte) ergeht.

Eins weiß ich aber schon jetzt: meine Protagonistin heißt Luna!

Amsterdam – Verliebt in eine Stadt

„Hoi!“ – So sagt man sich in Amsterdam, also auf niederländisch, „Hallo“. Ebenso wie „Doei“ für „Tschüß“ klingt es einfach zauberhaft, wenn Holländer es sagen.

Überhaupt finde ich unsere holländischen Nachbarn wirklich liebenswert. Woher ich DSC_0194meine Weisheiten beziehe? Nun, aus einem Besuch in der Grachtenstadt Amsterdam. Jaaa, werdet Ihr nun vielleicht sagen, ob gerade diese multikulturelle Stadt so ein Spiegelbild der Holländer ist? Schließlich hört man beinahe an jeder Ecke eine andere Sprache, sieht die unterschiedlichsten Menschen und hat das Gefühl das einen die Globalisierung nahezu knutscht.

Aber was mir einfach gefällt, ist der lockere, selbstverständliche Umgang miteinander. Klar, die Amsterdamer sind es seit langem gewohnt, dass sie ein multikulturelles Mischmasch umgibt. Und ob die süßlich riechenden Schwaden, die durch die kleinen Gassen ziehen, die Lässigkeit noch unterstützen, lassen wir jetzt doch mal außen vor.

Fakt ist, dass Amsterdam eine der wenigen Städte ist, von denen ich mich kaum wieder losreißen konnte. Reise ich ansonsten eher ungern öfter an ein und den selben Ort, habe ich hier gerne eine Ausnahme gemacht. Vor zwei Jahren war ich das erste Mal dort und habe mich prompt und unwiderruflich verliebt.

Inzwischen plane ich einen längeren Aufenthalt von 6 – 8 Wochen. Vorher würde ich natürlich noch ausgiebiger niederländisch lernen, während ich vor dieser Reise nur mal in die Sprache hinein geschnuppert habe.

Während ich das schreibe, fällt mir auf, dass ich durchaus auch gleich ein Vierteljahr dableiben könnte. Ich sehe mich in einer der alten Grachtenhäuser wohnen, bei denen die Stiegen steil bis unters Dach führen. Genüsslich flaniere ich an den Grachten entlang, besuche Museen, sitze in den Cafés und Kneipen mit Notizblock und Stift. Selbstverständlich ist auch meine Kamera stets einsatzbereit. Und wenn ich dann nach einem Tag voller Beobachtungen, Gespräche und Begegnungen in mein Heim auf Zeit zurückkehre, dann berichte ich auf meinem Blog von dem Erlebten…

Ja, ich habe es bereits alles durchdacht. Schritt zwei lautet nun: suche und finde einen Sponsor!

Bis dahin werde ich einfach weiter von meiner Traumstadt träumen und Euch in den nächsten Tagen noch erzählen, was ich dieses Mal alles gesehen und erlebt habe.

 

 

Mit Schwung in den Oktober

Herrje, manchmal macht Frau sich aber auch völlig verrückt! Kennt das außer mir noch Jemand? Nachdem Leben und Tod meine Pläne für 2017 über den Haufen geworfen haben, stand ich nun plötzlich wie bestellt und nicht abgeholt in der Gegend herum. Was sollte ich von all meinen Plänen denn nun zuerst und was zuletzt angehen? Wie z. B. auf meinen geliebten Blog zurückkehren, mit dem ich dieses Jahr viel vor hatte und bisher nichts umsetzen konnte?

Ich könnte nun noch etliche Beispiele anbringen, was nicht geklappt hat. Mich ein wenig selbst bedauern, meinen Pudding Knien nachgeben und mich laut seufzend in eine Ecke setzen oder… es einfach anpacken. Nach einem der vielen Zipfel greifen und loslegen.

DSC_0137Und genau das tue ich hiermit! Ich starte schwungvoll in den Oktober. Ich liebe den Herbst und es gab schon wundervolle Sonnenstunden, die auf einen goldenen Herbst hoffen lassen.

Zu allererst werde ich meinen Blog wieder mit all den Begebenheiten füllen, die mein (Schreib-) Leben  mit sich bringt. Und da schießt mir im Moment einiges durch den Kopf! Außerdem wird es Zeit, dass ich an den Geschichten von Adola Adebar weiterarbeite, damit diese dann über kurz oder lang in Druck gehen können.

Und dann naht ja auch der November… wer mich schon länger kennt, ahnt vielleicht was jetzt kommt… der NaNoWriMo (National Novel Writing Month) steht vor der Tür und klopft nicht, sondern bollert dagegen. Was sollte ich da machen?! Klar, ich habe gestern die Tür weit aufgerissen und mit den Worten: „Willkommen, ich habe zwar keine Zeit und noch keine wirkliche Idee, aber fühl Dich ganz wie Zuhause“, herein gebeten.

Passenderweise ist schon seit längerem für November eine Schreib-Woche mit einer liebstenbesten Freundin auf Langeoog geplant. Also, wenn das keine perfekten Umstände sind, dann weiß ich es wirklich nicht.

Allerdings habe ich in meinem Überschwang durchaus auch kritische Stimmen zu hören bekommen: „Macht es nicht Sinn, erst einmal ein Projekt (nämlich Adola) fertig zu stellen?“ Und ich kann es nicht leugnen, dass das Sinn machen würde. Aber… es ist doch DER NaNo – was soll ich tun??!! Und – zu Euch kann ich ja ehrlich sein – ich tue mich eben auch ein wenig schwer, wieder in Adolas Geschichten rein zu finden. Also hat es wohl auch mit Flucht zu tun… Aber ich denke lieber optimistisch: sicherlich werden sich die Projekte gegenseitig beflügeln und ich zu alter Schreib-Begeisterung zurückfinden.

So, nun seid Ihr wieder auf dem Laufenden. Ich wünsche Euch noch einen schönen 3. Oktober und wir lesen uns bald wieder!

Leben ohne Dich

In acht Tagen ist es bereits vier Monate her, dass ich das Fenster Deines Zimmers weit öffnete, damit Deine Seele in den schönen Frühlingsmorgen hinausfliegen konnte.

DSC_0083Mir kommt es vor, als sei es erst gestern gewesen, dass ich an Deinem Bett saß, Deine Hände, Dein so vertrautes Gesicht streichelte und Abschied nahm.

Monate waren diesem Tag voraus gegangen. Monate, die zwei Aufenthalte auf der Intensivstation, scheinbar ewiges liegen, Schmerzen und Angst mit sich brachten. Aber auch zahlreiche glückliche Momente, in denen wir uns nah waren und gemeinsam gelacht haben.

Es war ein Abschied auf Raten. Stück für Stück bist Du vor meinen Augen kleiner geworden, hast Dich immer mehr in Deine eigene, teils erfundene, Welt zurückgezogen. Du warst traurig, weil mein Bruder Dich gar nicht besucht hat, obwohl er doch eine Etage über Dir wohnt. Ich ließ Dich in dem Glauben, dass es diesen Bruder wirklich gab, denn ich hatte schnell gelernt, dass ich Deine Welt nur noch mehr durcheinander bringe, wenn ich versuche etwas richtig zu stellen. „Wenn er nicht kommen will, bleibt er eben weg“, habe ich zu Dir gesagt, „Du hast doch uns und wir sind für Dich da.“ Ein Lächeln auf Deinem wunderschönen Gesicht und ein Kopfnicken war die Antwort.

Ja, zahlreiche dieser Momente gab es. Traurige, aber eben auch wundervolle. Sie alle sind in mein Gedächtnis eingebrannt und ich bin dankbar dafür, dass ich diese Zeit mit Dir haben durfte.

In der Realität findet mein Leben nun ohne Dich statt. Aber in meinem Herzen bist Du immer bei mir und die Liebe, die wir uns gegenseitig in über vier Jahrzehnten geschenkt haben – ja, sie wird die Zeit überdauern und immer ein starkes Band zwischen uns sein.

Danke für alles – ich liebe Dich.