Frage & Antwort: Liebster Award

Wie ich ja in einem Beitrag schon berichtete – der Februar ist in diesem Jahr offensichtlich nicht mein Monat. Ich hinke mit allem und jedem aus den unterschiedlichsten Gründen hinterher. So auch mit der Nominierung der lieben Tinka Beere für den Liebster Award.

Daher erstmal an dieser Stelle: DANKE für die Nominierung liebe Tinka und sorry für die verspäteten Antworten!

Es wäre toll, wenn sich von Euch anderen „Schreiberlingen“ ebenfalls welche anschließen – ich mag diese Blicke hinter die Schreib-Kulissen!

So, hier nun aber zu den Fragen und meinen Antworten:

Tinka´s Fragen:

Was war/ist dein Lieblingsfach in der Schule?

Eindeutig „war“… meine Schulzeit ist erfreulich lange her. Spaß gemacht hat mir nur die Grundschulzeit. Alles easy, super Noten ohne zu lernen – Klasse! Dann kam die Orientierungsstufe und ich hätte mit dem lernen anfangen müssen. Aber grau ist ja bekanntlich alle Theorie. Es kam wie es kommen musste, meine Noten wurden schlechter. Irgendwie gelangte ich dennoch an eine Empfehlung für das Gymnasium. Aber auch dort hatte ich keine Lust zu irgendwas. Ich blieb in der 8. Klasse hängen und im Halbjahreszeugnis der 10. sah das dann schon wieder ähnlich aus. Was tun? Ganz einfach! Ein halbes Jahr ordentlich lernen, zwei Fünfen und eine Fünf minus vertreiben (in Geschichte bin ich tatsächlich von 5 auf 3 gekommen, obwohl meine Geschichtslehrerin behauptet hat, das würde ich NIE schaffen – merke: reize nie eine NICOLE!) und dann nur weg von der Schule und ab in eine Ausbildung.

Wie lautete nochmal die Frage? Ach ja, welches Schulfach ich mochte. Mmmh, das Fach Deutsch fiel mir immer leicht und ich hatte ohne lernen zu müssen immer gute Noten – ja, das mochte ich!

Wurde dir als Kind vorgelesen? Wenn ja, welches war dabei dein liebstes Buch?

Oha – gute Frage… ja, ich glaube schon. Hauptsächlich wohl von meiner älteren Schwester. Und schon damals waren Märchen ganz mein Ding. An ein Lieblingsbuch kann ich mich nicht erinnern. Wobei ich den Struwwelpeter sehr geliebt habe und das schon auswendig kannte bevor ich selbst lesen konnte. Die Geschichten haben bei mir im übrigen keinen seelischen Schaden hinterlassen…

Welches Buch hat dein Leben verändert?

Mein Leben verändert… mmh… ich habe schon immer viel und gerne gelesen. Die unterschiedlichsten Autoren, Genre – man kann das gut in meiner Rubrik Lese-Zeit sehen – und verschiedene Bücher haben auch immer unterschiedlichstes bei mir bewirkt. Manchmal fühle ich mich durch sie einfach besser, weil sie mir schöne Stunden bereiten. Oft lerne ich etwas aus ihnen. Manchmal nehme ich mir durch sie vor, selber etwas zu ändern. Und manchmal wünschte ich mir auch einfach ich hätte ein bestimmtes Buch selber geschrieben! Aber DAS einzigartige Buch – nein, das habe ich nicht.

In welchem Buch würdest du den Rest deines Lebens verbringen, wenn du dich für eines entscheiden müsstest? Und warum?

Auch da ist mir die Auswahl viel zu groß, als das ich mich für eines entscheiden könnte. Ich liebe meine Bücher, verbringe viel Zeit mit ihnen, sortiere sie liebevoll in meine Regale, führe eine ausführliche Excel Datei über sie, stöbere auf Flohmärkten nach neuen Schätzen, lungere in Buchhandlungen und Büchereien herum. Und wann, welches – das hängt ja auch immer viel von der Stimmung und der jeweiligen Situation ab in der ich gerade stecke. Zur Zeit habe ich eine Phase in der ich viel über Menschen lese, die in schwierigen Situationen stecken und das Leben trotzdem oder gerade deswegen wunderbar meistern.

Liest du Bücher, die dir gefallen haben, ein zweites Mal?

Ganz, ganz selten.

Du müsstest alle Bücher aus deinem Regal weggeben und dürftest nur drei behalten. Welche wären dies? Und warum genau diese?

PANIK! HILFE! DAS GEHT NICHT! Ich würde erstmal nach einem möglichen anderen Weg suchen!

Hast du mal in der Schule/ Uni ein Buch im Unterricht gelesen, weil dir so langweilig war? Wurdest du erwischt?

Gelesen ja, erwischt nein. Religionsunterricht hat sich immer wunderbar angeboten…

Was hat dich dazu gebracht, einen Blog zu schreiben?

Mir macht es Spaß nicht immer allein im Kämmerchen vor mich hin zu wurschteln – wobei ich ja auch das Glück habe, viele Projekte mit meiner lieben Kollegin Petra Fuhrmann (Autoren-Duo La Piuma) gemeinsam zu schreiben – es ist eine Möglichkeit des Austausches, es motiviert mich am Schreib-Ball zu bleiben und ich habe dadurch auch schon viele andere Schreib-Begeisterte kennen- und schätzen gelernt.

Was müsste passieren, damit du aufhörst Geschichten zu schreiben/ zu bloggen?

Weltuntergang?! Nein, mal im Ernst. Ich hoffe, dass ich noch lange Gelegenheit habe weiter zu schreiben und auch zu bloggen. Manchmal, wie in diesem Monat verlässt mich auch mal ein wenig der Mut und dann habe ich Moment in denen ich alles hinschmeißen möchte. Aber – wer hat das nicht mal. Ich schätze die Meisten. Also – ich mache weiter, so lange es mir Spaß macht! Den Punkt finde ich nämlich immens wichtig.

Führst du manchmal Selbstgespräche? Worüber redest du mit dir?

Oh ja, wenn ich einsame Spaziergänge mache und schlecht drauf bin. Dann fluche ich wie ein Bierkutscher. Und manchmal murmele ich einfach vor mich hin und schimpfe über Leute die mir auf die Nerven gehen.

Eine Freundin/ ein Freund von dir hat ein Buch geschrieben und will dich dazu überreden, es zu lesen, obwohl es so gar nicht dein Genre ist. Liest du es trotzdem, auch wenn du dich durch das Buch quälen musst?

Für Freunde tue ich (fast) alles. Also ja, ich würde es lesen. Aber wenn er / sie dann nach meiner Meinung fragt, würde ich die auch ehrlich sagen. Natürlich nicht mit der Holzhammer Methode.

So, ich hoffe der Blick hinter die Kulissen hat Euch genauso viel Spaß gemacht wie mir gerade und wie schon geschrieben – wer Lust hat schließt sich einfach an und beantwortet diese Fragen ebenfalls. Wenn ja – lasst es mich wissen – ich bin schließlich auch neugierig!

Frage & Antwort: Meine kleine Schreibwerkstatt

Hört Ihr Leut und lasst Euch sagen… nein, mal im Ernst. Ich wurde von Sabrina Fessler getagt – DANKE Sabi! – . Wow, war ich erstaunt! Vor allem, weil ich so überhaupt keine Ahnung habe was getagt wohl bedeutet. Ja, lacht ruhig. Ich bin und bleibe ein Dinosaurier, ein Überbleibsel aus der guten (?) alten Zeit, in der man sich mit Internet noch nicht auskannte. Das gab es da nämlich noch nicht.

Was ich verstanden habe ist, dass ich – wenn ich Lust habe – doch einfach mal die Fragen, die sich Juliana Fabula ausgedacht hat, beantworten kann. Und das mache ich natürlich gerne!

Ach ja, das Ganze ist so ein Blick hinter die Schreib-Kulissen und Jeder der selber schreibt kann dabei natürlich gerne mitmachen. Also schließt Euch doch einfach an!

Und schon gehts los…

[Tag] Meine kleine Schreibwerkstatt

Ich bin stolze Besitzerin von unzähligen Notizbüchern in den unterschiedlichsten Größen, Formen und Farben. Eine Sammelleidenschaft, die mich seit Jahrzehnten begleitet. Hin und wieder beginne ich mit großer Begeisterung diese Bücher mit meinen Worten zu füllen. Und dann? Dann tut mir die Hand weh, dann geht mir das zu langsam, dann… also, ich schreibe meine Texte und Geschichten am Laptop und hin und wieder mache ich Gehirnjogging durch das Schreiben per Hand.
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Tja, da bin ich wohl mit meiner ersten Antwort ein wenig voraus geeilt… Aber wenigstens noch ein Bild von meinem aktuellsten Schatz – am Samstag erst frisch gekauft …
Notizen in jeder Form, Farbe und Größe und die hänge ich dann an meine Pinnwand. Und da hängen sie dann meist, bis sie vergilbt und in Vergessenheit geraten sind und ich längst bei einem anderen Projekt bin.

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An Ideen mangelt es mir glücklicherweise nicht. Lange Zeit fiel es mir schwer, etwas auch zu Ende zu bringen. Weil ja noch so viele andere schöne Geschichten auf mich warteten. Also habe ich mir mit viel Mühe so etwas wie Disziplin und Willensstärke antrainiert – klingt unromantisch, ist es auch. Aber wirkungsvoll! So habe ich dann auch Erfolgserlebnisse und die geben mir Schwung weiter zu machen. Bei Auftragsarbeiten ist das leichter – das muss einfach getan werden ohne Wenn und Aber und dadurch habe ich sehr viel gelernt, u. a. das ich viel mehr schaffen kann, als ich irgendwann mal geglaubt habe. Und was ich noch erwähnen will: ich liebe es einfach Geschichten zu erzählen!

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Ich esse grundsätzlich beim Schreiben nicht (ist besser so…) und trinke ganz simpel warmes Leitungswasser. Da ich das nicht anders kenne, fehlt mir glücklicherweise auch nichts…

Ich schreibe gerne mal z. B. in Cafés oder Bibliotheken, da ist dann genügend „Rummel“. Zuhause ist dafür dann einfach nur Schreib-Still angesagt.

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Das Buch „Schreiben in Cafés“ von Nathalie Goldberg begleitet mich jetzt schon fast zwei Jahrzehnte. Für mich ein echter Glücksgriff!

Mein Schreib-Alltag ist immer unterschiedlich, je nachdem an welchen Projekten ich arbeite. Ich setze mir für jeden Monat Schreib-Ziele, wie z. B. in diesem Monat die Überarbeitung unseres Kinderbuches vorantreiben, zwei Beiträge für den Städteblog Hannover zu schreiben, meinen NaNo-Roman fortzusetzen… Damit nichts davon zu kurz kommt, schaue ich jeden Morgen kurz was anliegt und was ich dann an diesem Tag genau erreichen will. Und meist funktioniert es…

Meine Projekte sind immer eine Mischung aus Auftragsarbeiten und den „eigenen“ Geschichten. Die eigenen Geschichten bestehen im Moment aus dem Kinderbuch des Autoren-Duos La Piuma (Petra Fuhrmann und Nicole Vergin), das wir aktuell überarbeiten und ich schreibe nach wie vor so regelmäßig wie möglich an meinem NaNo-Roman „Ausgezogen“ vom letzten Jahr. Und ansonsten gibt es noch etliches an Plänen und Ideen, die aber (leider…) warten müssen.