Schreib-ABC: A wie Anfang

A wie Anfang

Und hier beginnt der Beitrag…

Ob Euch dieser erste Satz nun wohl vom Hocker haut? Wohl kaum. Im günstigsten Fall macht er Euch neugierig: was will Nicole wohl mit diesem Blödsinn sagen.

Ganz einfach – egal, wie schlecht ein erster Satz auch sein mag. Er ist allemal besser, als gar nicht anzufangen.

DSC_0001 - KopieSeit Anfang des Jahres plane ich diese neue Kategorie für meinen Blog. Ich möchte mit Euch durch die Welt des Schreibens reisen. Zu jedem Buchstaben bzw. einem Wort, das irgendetwas mit Schreiben zu tun hat, wird es einen Text von mir geben. Ihr werdet darin meine Erfahrungen, meine Meinung und noch ein wenig Drumherum erfahren.

Und was lag nun näher, als mit A wie Anfang zu beginnen.

Anfang bedeutet meist, dass vor Euch ein weißes Blatt liegt. Vielleicht habt Ihr vorab schon einen Plot und sogar schon Figuren entwickelt. Aber nun geht es an den ersten Satz. Den unglaublich wichtigen, ersten Satz. Den ersten Satz, der Eure künftigen Leser süchtig nach Mehr machen soll.

Wie oft habe ich genau an dieser Stelle meines Schreib-Alltags überlegt, ob ich mein Autorinnen Dasein lieber gegen ein Leben als Kuh Hirtin auf einer Alm eintauschen sollte. Was sicherlich ungleich schwieriger wäre!

Auch um diesen Beitrag schleiche ich seit Woche herum und finde – richtig – keinen Anfang. Dabei dachte ich, dass ich in den vergangenen Schreib-Jahren genügend Übung bekomme hätte, um in dieses Schreib-Loch erst gar nicht hinein zu fallen. So kann Frau sich irren.

Aber wie gelingt es mir denn nun, dieses Hindernis aus dem Weg zu räumen?

Ein simpler Trick ist der, den ich oben angewandt habe. Ihr findet keinen ersten Satz? Dann beginnt doch einfach mit: Und hier beginnt die Geschichte…

Klingt blöd, zu einfach? Probiert es doch einfach einmal aus! Der Tipp / Trick ist allerdings nicht von mir. Vor Jahren habe ich dies irgendwo gelesen. Gerne ergänze ich, woher dieser Rat kommt – sofern Ihr das wisst und mir mitteilt!

Und sonst? Ich schreibe gerne mal „auf Zeit“. Backofenuhr auf eine viertel Stunde einstellen, ran an den Laptop oder das Notizbuch und in dieser viertel Stunde wird nur geschrieben. Ohne Wenn und Aber. Und ohne inneren Kritiker.

Damit komme ich auch schon zum letzten Punkt. Den inneren Kritiker einfach mal auf stumm schalten. Sätze wie: „Du kannst doch sowieso nicht schreiben“, „Dein erster Satz ist echt langweilig“ „Was soll das denn werden, wenn´s geschrieben ist?“ habe ich schon zu oft gehört.

Mir macht Schreiben Spaß und den lasse ich mir von so einem Miesmacher auch nicht nehmen. Klingt zu einfach – ich weiß. Aber wir können uns dann ja vielleicht bei K wie Kritiker noch einmal darüber unterhalten.

Und? Wie geht Ihr mit dem „Problem Anfang“ um?

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