Status Projekte – Einhörner, Hausdamen und jede Menge Theorie

Der erste Monat des Jahres 2017 ist vorbei und wie versprochen berichte ich über die Fortschritte bei meinen aktuellen Projekten.

Drehbuch „Hausdame Martha“

Die Recherchen für das Konzept der neuen Gästeführung in der Romantik Bad Rehburg sind abgeschlossen und ich habe einen ersten Entwurf des Drehbuchs geschrieben. Während des Schreibens ist mir dann – wie es bei „normalen“ Geschichten auch immer der Fall ist – noch etliches eingefallen, was ergänzt werden muss. Somit strotzt der Text nun von Randbemerkungen, die ich entweder noch einbauen oder eventuell doch wieder streichen werde.

Es fand auch bereits ein weiteres Treffen mit den Auftraggebern der Stadt Rehburg-Loccum statt, bei dem noch einiges besprochen und vor allem ein Termin für einen Testlauf abgesprochen wurde. Mal ganz abgesehen davon, dass Martha bisher nichts zum anziehen hat… Es gibt also noch eine ganze Menge zu tun, bevor Martha die ersten Gäste begrüßen kann.

Manuskript „Ausgezogen“

Überarbeiten, überarbeiten, überarbeiten. Und dies zur Zeit zweigleisig. Während ich dsc_00041.jpggrobe Fehler wie Rechtschreibung und Grammatik ausbügele, um es in irgendeiner Weise lesbar zu machen, habe ich kurzentschlossen einen Online-Kurs bei Annika Bühnemann gebucht (der erste meines Lebens und ich kann Euch sagen, es ist – logischerweise – ganz anders als im realen Leben) und befasse mich aktuell mit dem wichtigen Thema „Figuren“. Theoretisch ist mir das meiste bekannt, aber einiges eben auch nicht – Frau lernt nie aus! – und außerdem merke ich, dass es gut ist einiges noch zu vertiefen. Was derlei Ausarbeitungen betrifft, bin ich ehrlich gesagt eine reichlich faule Socke. Und da steuere ich gerade energisch gegen und bin so jetzt auch schon um einige Einsichten und Anregungen reicher.

Adola Adebar erzählt Geschichten aus Rehburg-Loccum

Auch mit dem Kinderbuch Projekt geht es voran. Allerdings nicht was das Schreiben

team-adola-nicole-04weiterer Geschichten betrifft, denn dies werde ich nach Fertigstellung der Gästeführung angehen. Was feststeht ist der Umfang des Buches und das Konzept, ein wichtiger Schritt. Und wie Ihr auf dem Bild seht, gibt es Adola Adebar nun auch zum Anfassen. Auch die nächste Lesung ist bereits für den 25. April 2017 in der Stadtbücherei Rehburg geplant, die u. a. auf der Gewerbeschau in Rehburg am 18. und 19. März 2017 beworben wird. Bis dahin wird es dann auch mindestens zwei neue Geschichten geben.

200-Wörter-Challenge

Ich habe Euch ja bereits von meiner Challenge erzählt, die ich in diesem Jahr mit mir selber aus reiner Spaß an der Freud mache. Täglich 200 Wörter schreiben über was auch immer. Dadurch sind im Januar stolze 6.381 Wörter zusammen gekommen und es gab nur vier Tage, an denen ich nicht geschrieben habe. Dabei habe ich mich anfangs mit den aktuellen Schreibkicks beschäftigt, die Ergebnisse zu den Themen Vorsatz und Inspiration könnt Ihr hier und hier finden. Außerdem habe ich eine Geschichte angefangen, in der es um Einhörner geht. Diese sollte eigentlich auch nur eine Kurzgeschichte werden, aber mittlerweile bin ich bei zehn Seiten und 5.028 Wörtern und ein Ende ist nicht in Sicht. Und ja, all diese Geschichten plane ich nicht, sondern setze mich morgens hin und schreibe frei Schnauze. Ich liebe es!

Januar-Fazit

Obwohl mein Leben gleich zu Anfang des Jahres schon wieder fröhlich mit mir Achterbahn gefahren ist (Krankheitsfälle in der Familie) und ich dadurch bedingt deutlich weniger Zeit als erhofft hatte, habe ich es geschafft meine Schreib-Pläne für diesen Monat umzusetzen. Und das macht mir Mut für die nächsten Wochen.

Wie war Euer Einstieg in das Jahr 2017? Seid Ihr zufrieden mit dem was Ihr bisher erreicht habt? – egal worum es sich handelt – Oder ist da noch Luft nach oben? So oder so halte ich Euch die Daumen für das was vor Euch liegt!

Schreib-Alltag: Ciao März und Ab ins Camp

Ein aufregender Monat geht zu Ende! Es war der zweite von drei Schreibmonaten, in denen ich mein Romanmanuskript schreiben will. Ich war auf der Buchmesse in Leipzig (die Berichte darüber folgen in der kommenden Woche!) und an Ostern hatte ich spontan

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beschlossen, einen Osterhasen-Aufruf zu starten, aus dem bei mir eine Geschichte und bei Veronika sogar zwei Geschichten entstanden sind! Außerdem habe ich mich an einem kleinen Experiment versucht, dessen Ergebnis Ihr morgen in der Rubrik Schreibkick lesen könnt.

Die in der vergangenen Woche angekündigte Aufholjagd hat problemlos funktioniert, so dass der März mit folgenden Angaben abschließt:

ZUSAMMEN – das 30.000 im März geschriebene Wort. Monatsziel erreicht!!!

51.441 Wörter insgesamt, davon
30.366 im März geschrieben
102 Seiten (einzeilig)
37 Szenen

Ziel für den April: 30.000 Wörter bzw. das Manuskript (noch 18 Szenen) zu Ende schreiben.

Ab Morgen nutze ich dann auch wieder die Unterstützung des Camp NaNoWriMo. Seit vorgestern habe ich es mir mit vier anderen Autoren im Zelt gemütlich gemacht und wir sind bereits dabei, uns fleißig auszutauschen. Natürlich werde ich so wie bei den letzten NaNo-Teilnahmen wieder fleißig berichten, wie es mir ergeht. Und ich habe vor, jede Menge Spaß zu haben! Aber davon die Tage mehr!

Schreib-Alltag: Die erste Schreib-Woche

Es darf geschrieben werden – so lautete der Titel meines letzten Beitrags (hier zum nachlesen). Die Vorfreude war riesig, der Kritiker ausgesperrt und letzte Woche Mittwoch sollte es dann losgehen. Ich setzte mich morgens an meinen Schreibtisch, der Laptop ließ sich beim hochfahren für meinen Geschmack viel zu viel Zeit.

Aber dann war es ENDLICH soweit: Ich öffnete ein neues Word Dokument, schrieb den Titel obendrüber und dann… nichts. Kein Wort. Die Minuten verstrichen, ich grübelte und grübelte. Unbemerkt hatte sich der Kritiker wieder herein geschlichen – ich hätte doch den Schlüssel wegwerfen sollen! – und saß nun feixend neben mir.

Nach 17 Minuten und 23 Sekunden hatte ich drei Sätze geschrieben. Nach 18 Minuten waren diese wieder gelöscht und ich saß erneut vor der fast leeren Seite.

Immer wieder starrte ich auf meinen Szenenplan. Da stand doch genau, was in dieser Szene vorkommen sollte. Wo sie spielt. Wer von den Figuren dabei ist. Wo war denn nun das Problem?

Ich schaffte es einfach nicht, diesem starren Gerüst Leben einzuhauchen. Meine Erwartungen hatten sich in den vergangenen Wochen in Höhen katapultiert, an die ich an diesem Tag einfach nicht heranreichte. Irgendwann – ich hatte aufgehört, die Minuten und Sekunden zu zählen – teilte ich meinem Laptop mit, dass ich ihn an diesem Tag nicht mehr brauchen würde. Vielleicht nie mehr. Naja, vielleicht um Mails zu schreiben. Lange, jammernde Nachrichten darüber, dass ich diesen Roman einfach nicht schreiben könnte.

An diesem Tag habe ich tatsächlich nichts mehr geschrieben. Stattdessen habe ich mir nach all den arbeitsreichen Wochen einen Tag Pause gegönnt. Ich bin spazieren gegangen, bin gemütlich in der heimischen Wanne abgetaucht und habe dabei ein gutes Buch gelesen und ich habe mich von meinen Lieben wieder ein wenig aufpäppeln lassen. Und letztendlich das Fazit gezogen, dass es überhaupt nicht schlimm – sondern total normal ist – wenn es mal nicht läuft. Oder vielmehr schreibt.

Am nächsten Tag habe ich mich wie gewohnt an den Schreibtisch gesetzt und geschrieben. Anfangs holperig und das ganze wirkte als würden keine richtigen Schauspieler in einem Film mitspielen, sondern Leute, die man eben von der Straße hereingeholt hätte und die den Text nur ablesen würden, aber am Ende des Tages standen Wörter auf der Seite und ich war zufrieden.

Seitdem habe ich jeden Tag geschrieben und mit jedem Tag läuft es besser und besser. Inzwischen haben sich stolze 7.025 Wörter in meinem Dokument versammelt und allein 1.763 davon habe ich heute geschrieben.

Und nun bin ich gespannt, wie es in der zweiten Schreib-Woche weitergehen wird. Auf jeden Fall freue ich mich darauf, weiter an der Geschichte zu arbeiten. Und das war nach dem ersten Tag ja nicht wirklich zu erwarten! 

Schreib-Alltag: Es darf geschrieben werden

Seit dem letzten Schreib-Alltag Beitrag habe ich weiter an meinem Szenenplan gearbeitet. Der Zeitplan sah vor, dass ich diesen Punkt am 31. Januar abschließe, um dann ab 01. Februar den zweiten Entwurf zu schreiben. Heute Nachmittag habe ich in meiner Tabelle die letzte Szene notiert. Somit liege ich hervorragend in der Zeit und morgen beginnt dann das große SCHREIBEN!

Während der Szenenplanung sind mir immer wieder etliche Details durch den Kopf geschossen – z. B. ob mein Wissen über den Beruf meiner Protagonistin wirklich ausreicht, ob und wenn ja wie viel ich an Dialekt aus der Gegend in der sie leben mit einbringe, sollte diese Nebenfigur nicht doch noch etwas tougher auftreten…

Letztendlich habe ich einen Großteil dieser Gedanken zur Seite geschoben und mir einige davon vorsichtshalber notiert. Ich habe es schon oft erlebt, dass ich mich irgendwann zu sehr in Details verstricke und dann mitsamt meiner Idee im Geschichtensumpf untergehe.

Daher habe ich den Szenenplan jetzt für gut befunden und werde mich morgen an das Schreiben der ersten Szene setzen. Natürlich hat mein Kritiker sich schon mal in Stellung gebracht und mir Gemeinheiten ins Ohr geflüstert: „Das kriegst Du nie umgesetzt! Wie willst Du das denn schreiben? Vielleicht solltest Du lieber…“

Gut, dass ich gelernt habe, diesen Fiesling auszusperren. Außerdem habe ich mir für den Februar ein Ziel gesetzt: die ersten 20.000 Wörter des zweiten Entwurfs zu schreiben. Und das gilt es zu erreichen!

Ich werde weiter wöchentlich an dieser Stelle über mein Roman Projekt berichten und bin neugierig, wie es mir den Rest der Woche ergehen wird.

 

 

 

Schreib-Alltag: Letzter Schritt: der Szenenplan

Planmäßig habe ich in der vergangenen Woche das Thema Figurenentwicklung abgeschlossen. Wie im letzten Beitrag beschrieben, war dies für mich ein recht ungewohnter Schritt. Ich bin daher auch nicht so in die Tiefe gegangen, wie viele Autoren es anscheinend tun. Daher weiß ich z. B. auch nicht, welche Nah- und Fernziele meine Nebenfiguren haben. Vielleicht ergibt sich das beim Schreiben noch, vielleicht benötige ich dieses Wissen aber auch gar nicht. Am Wochenende habe ich einfach einen Cut gemacht und nun liegen die Profile ausgedruckt auf meinem Schreibtisch, so dass ich jederzeit handschriftliche Ergänzungen machen kann.

Seit gestern befasse ich mich nun mit dem letzten Schritt: ich entwerfe einen Szenenplan. In der Schneeflockenmethode, die ich nutze wird diesbezüglich zu einer Tabelle geraten. Da ich in zahlreichen Lebenslagen ein absoluter Fan von Tabellen und Listen bin, ist dies für mich der passende Weg.

Aktuell hat meine Tabelle fünf Spalten:

  • Nummer (ich weiß immer gern, was ich schon geschafft habe)
  • Überschrift (einfach ein Titel für die jeweilige Szene)
  • Personen (hier war angedacht die Person zu benennen aus deren Perspektive man die Szene schreibt. Da ich jedoch nur aus einer schreibe, werden bei mir an dieser Stelle die beteiligten Figuren genannt. Ob das Sinn macht und nötig ist, werde ich herausfinden.)
  • Ort (wo spielt diese Szene)
  • Zusammenfassung (kurze Beschreibung, was in dieser Szene passieren soll)

Nachdem ich diese Tabelle in meine Word Datei hineingebastelt und noch ein wenig mit der Schriftart, -größe etc. herum gespielt hatte, konnte es losgehen. Ich schaute ratlos auf meine 5-seitige Zusammenfassung (Schritt 6).

Wie sollte ich das denn nun zustande bekommen? Als Jemand, der gerne aus dem Bauch heraus schreibt, war dieses ganze plotten in den vergangenen vier Wochen natürlich eine Herausforderung. Und zwar hauptsächlich mental. Und falls Ihr Euch nun fragt, warum ich es denn überhaupt mache, kann ich Euch zwei Antworten geben:

  1. mit meinem ersten Entwurf bin ich irgendwann stecken geblieben. Es ging damals nicht vor und nicht zurück und die Romanidee deshalb ins Schreib-Nirwana schicken wollte ich nicht. Und da ich bei einem kleineren Projekt mit der Schneeflockenmethode gute Erfahrungen gemacht hatte, war es für mich nahe liegend, diese ein weiteres Mal zu nutzen.
  2. ich wollte gerne auch mal diese Seite ausführlicher kennen lernen und selber ausprobieren. Wobei ich jetzt schon weiß, dass ich immer Jemand sein werde, der in den „Grautönen“ dazwischen schreibt.

Ich krempelte also entschlossen meine Ärmel hoch und machte es genauso wie bei dem aus-dem-Bauch-heraus-schreiben. Ich fing einfach mit einer Szene an, ohne mir in diesem Moment ewig Gedanken darüber zu machen, ob dies nun der richtige Einstieg ist. Ob es nicht doch besser wäre, wenn… Kurz: mein Kritiker wurde radikal ausgesperrt und erst wieder ins Schreibzimmer gelassen, wenn ich seine Meinung hören will.

Bis Ende dieser Woche soll die Planung abgeschlossen, der Szenenplan vollständig sein. Und am Montag beginne ich dann mit dem Schreiben. Ich halte Euch auf dem Laufenden!

Habt Ihr schon Erfahrungen mit der Schneeflockenmethode gemacht? Und wenn ja, dann welche? Oder seid Ihr eher Discovery Writer?

 

Schreib-Pläne 2016

Die ersten zwei Wochen des noch frischen Jahres 2016 habe ich erst einmal zum Sortieren meiner Schreib-Pläne für die kommenden Monate genutzt.

Seit Anfang Januar arbeite ich weiter intensiv an dem um- und teilweise neugestalteten Plot meines Romans. Wie bereits geschrieben rücke ich dem Ganzen mit der Schneeflockenmethode zu Leibe, wobei kürzlich praktischerweise ein Beitrag des Online-Magazins Schreibmeer dieses Thema aufgegriffen hat. Und die dort aufgeführte Variante ist gegenüber der, die ich bisher genutzt habe, eine sinnvolle Erweiterung. Bis Ende Januar will ich mit dem plotten fertig sein, um dann von Februar bis Ende April den zweiten Entwurf zu schreiben.

Das Kinderbuch, das meine Kollegin Petra Fuhrmann und ich geschrieben haben, befindet sich inzwischen am Ende der zweiten Überarbeitungsphase und wird nun bald den Weg zu unseren Testlesern antreten.

Was meine Märchenadaption betrifft, habe ich mittlerweile die ersten Testleser-Rückmeldungen. In dieser Phase ging es mir darum zu erfahren, ob ich mit meiner Idee „auf der richtigen Fährte“ bin. Das ich an der Geschichte noch einiges zu überarbeiten habe, war mir bereits klar. Aber aufgrund der durchaus interessiert-positiven Rückmeldungen fühle ich mich noch zusätzlich gestärkt. Und ein paar tolle Tipps habe ich direkt noch dazu bekommen. Mal schauen, ob und wie ich das dann umsetze. Fürs Erste lege ich die Geschichte jedoch zur Seite, um meine Gedanken dazu noch ein wenig zu kompostieren.

Je nach Lust, Laune und Zeit werde ich auch weiterhin am Schreibkick teilnehmen. Diese Schreib-Gymnastik macht mir einfach immer wieder Spaß und fordert mich heraus. Und neben den großen Projekten ist es einfach auch eine schöne Abwechslung.

Meinen Blog werde ich natürlich ebenfalls weiterführen. Die Geschichten-Zeit wird es in diesem Jahr nicht monatlich, sondern sporadisch geben. Im vergangenen Jahr habe ich „alte“ Geschichten aus meiner Schreib-Schublade hervorgeholt, sie überarbeitet und dann eingestellt. Dort liegen durchaus noch einige, aber inwieweit ich da im Moment zeitlich zu komme, weiß ich noch nicht. Inzwischen gibt es meinen Blog schon beinahe eineinhalb Jahre und so nach und nach habe ich einiges dazu gelernt. Daher werde ich nun übers Jahr sicherlich auch einige Änderungen vornehmen, wie z. B. endlich mal eine Liste meiner Lieblingsblogs an die Seite stellen. Außerdem plane ich eine Büchertausch-Seite. Aber wie bei allem, will auch hier gut Ding Weile haben!

Wie Ihr lest, habe ich wieder eine Menge vor! Was steht bei Euch in diesem Jahr an? Habt Ihr Pläne oder lebt Ihr einfach drauflos? Ich freue mich auf jeden Fall auf ein weiteres Jahr mit vielen Schreib-Erlebnissen, Austausch und was eben so zum Schreiben und Lesen dazu gehört!