Experiment: Die 2. Geschichte

In einer Woche drei Kurzgeschichten für Kinder schreiben – das hatte ich mir als Ziel gesetzt (den Beitrag dazu findet Ihr hier). Ihr wart so lieb, mir für jede Geschichte zwei Wort-Geschenke zu machen. Und hier kommt nun eins der Ergebnisse. Allerdings noch nicht überarbeitet und auch deutlich länger als die anvisierten 9.500 Zeichen. Aber da mir dieses Schreib-Experiment auch Spaß machen sollte, sehe ich das jetzt mal nicht so eng.

Und hier ist die 2. Geschichte mit den Worten Wunschbrunnen und Hupperpferd.

 

Kennt Ihr die Luccaburg im Klosterwald in Loccum? Na gut, es ist keine ganze Burg mehr, sondern nur noch ein paar Mauerreste, die nach all der Zeit übrig geblieben sind. Aber solche Orte haben ja immer auch ihre Geheimnisse.
Genau das dachten sich Merle, Chiara, Kilian und Leon auch, als sie vor einiger Zeit einen Geheim Club gründeten und ihn die Lucca Bande nannten. Gemeinsam haben sie nun schon einige Abenteuer erlebt und von einem möchte ich euch heute erzählen.
Es begann bei einem der Clubtreffen, die jede Woche ein Mal stattfanden. Bei gutem Wetter trafen sie sich an der Luccaburg im Wald, bei schlechtem reihum bei ihnen Zuhause. Aber an diesem Herbsttag schien die Sonne und es war für Oktober ungewöhnlich warm.

Merle, Kilian und Leon waren schon eine Weile da und warteten. Wie so oft, war Chiara die letzte, die den schmalen Pfad entlang geradelt kam.
Anfangs waren die Drei noch sauer auf sie, aber das ließ schnell nach, als Chiara zeigte, was sie im Haus ihrer Großeltern gefunden hatte.
„Ein Wunschbrunnen in Rehburg?“ Merle schaute zusammen mit den anderen auf das vergilbte Stück Papier, das ihre Freundin mitgebracht hatte.
„Ja, stell dir vor, man soll sich von ihm einen Ort wünschen können, an dem man gerne sein möchte und schwupps ist man da“, Chiara fuchtelte beim sprechen mit beiden Händen wie sie es immer tat, wenn sie aufgeregt war. „Meine Oma hat mir erlaubt auf ihrem Dachboden herum zu stöbern und dort fand ich eine alte verbeulte Geldkassette, die zwar kein Geld dafür aber dieses Schreiben enthielt.“
„Aber die Schrift kann man ja gar nicht lesen“, warf Leon ein.
Chiara grinste in die Runde. „Kein Problem, meine Oma hat mir dabei geholfen, es zu lesen. Sie sagte, diese Schreibschrift würde man Sütterlin nennen und sie hat sie noch in der Schule gelernt. Wenn man sich ein bisschen eingelesen hat, ist es eigentlich gar nicht so schwer.“
„Nun red doch nicht lange um den heißen Brei herum“, mischte sich Kilian, der stets ein wenig ungeduldig war, ein. „Erzähl lieber was da steht.“
„Als erstes ein Gedicht mit dem Titel `Der Wunschbrunnen´:

Am Wäldchen an der Brunnengass´
Da wird der Suchende ihn finden
Aus Stein gebaut, groß wie ein Fass
Tut Efeu sich drum winden.

Des Nachts wenn sich der Vollmond zeigt
Schickt sein Licht auf die Erde
Dann sich das Glück zum Sucher neigt
In der Gestalt vom grünen Pferde.“

„Brunnengass´? Gestalt vom grünen Pferde? Was soll das bedeuten?“, Leon sah ihr neugierig über die Schulter.
„Also meine Oma meinte, mit der Brunnengasse ist die Brunnenstraße bei uns in Rehburg gemeint. Das ist die Hauptstraße, die nach Bad Rehburg führt. Und was das grüne Pferd betrifft“, Chiara wanderte mit dem Zeigefinger über das Papier und suchte die entsprechende Stelle, „hier, da steht, dass man einen Ort nennen kann, an dem man gerne sein möchte und der Brunnen erfüllt einem dann diesen Wunsch. Oder vielmehr das Hupperpferd, das ist wohl sowas wie der Hüter des Brunnens.“
„Ein Hupp waas?“, fragte Kilian dazwischen.
Chiara lachte. „Ja, glücklicherweise konnte mir meine Oma da weiterhelfen. Hupperpferd. Das kennt sie aus ihrer Kindheit, so haben sie Grashüpfer genannt.“
„Grashüpfer? Aber wie kommt man denn da auf Hupperpferd?“ Kilian war sichtlich verwirrt.
„Naja“, erklärte Chiara, „eigentlich ist die richtige Bezeichnung für einen Grashüpfer Heupferd und dann ist das mit dem Hupperpferd doch schon wieder ganz klar.“
„Ok, Schrecke, Hüpfer, Pferd, ist mir eigentlich gerade ganz schnurz“, fiel Leon ein, „aber ein Wunschbrunnen, der einen überall hinbringen kann? Das ist doch krass!“
Chiara klatschte in die Hände. „Super, dann seid ihr also nächste Nacht dabei?“
„Was? Wobei?“, fragten die anderen Drei durcheinander.
„Herrje“, seufzte Chiara, „ihr steht ja wohl gerade echt auf der Leitung. Es ist Vollmond und wir suchen den Wunschbrunnen!“

Es hatte am Nachmittag zwar noch einiges Hin und Her gegeben, aber letztendlich war sich die Lucca-Bande einig: sie würden den Wunschbrunnen suchen und dann ein weiteres aufregendes Abenteuer erleben.
Und dieses begann gleich ziemlich aufregend, denn es war schon recht gruselig und ungewohnt nachts unterwegs zu sein. Die Vier hatten sich von Zuhause weggeschlichen und waren dann mit den Rädern zu dem kleinen Wäldchen an der Brunnenstraße gefahren. Über ihnen der Nachtschwarze Himmel, von dem der Vollmond hell herunter strahlte und ihnen den Weg leuchtete.
„Meint ihr, es ist wirklich so schlau, sich hier allein auf den Weg zu machen?“ Merle sah sich bei jedem Geräusch ängstlich um, wobei sie mehrfach mit ihrem Rad einen Schlenker machte und beinahe Leon angerempelt hätte.
„Wir sind nicht allein, sondern zu Viert. Und den Wunschbrunnen kann man nun mal nur in einer Vollmondnacht finden“, erklärte Kilian ungeduldig. „Aber du kannst ja auch wieder nach Hause fahren, wenn es dir zu unheimlich ist.“
„Hey“, unterbrach Chiara ihn, „streitet nicht. Wir fahren da jetzt alle zusammen hin. Die Lucca-Bande trennt sich schließlich nicht so einfach, oder?“
Ein dreifaches mehr oder weniger zögerliches „Ja“ war die Antwort.

Kurz darauf bogen sie in den Weg vor dem Wäldchen ein, wo sie abstiegen und die Fahrräder abstellten, um zu Fuß weiter zu gehen. Da das Schriftstück keine genauere Lage beschrieben hatte, mussten sie auf gut Glück mit ihrer Suche beginnen. Wie gut, dass sie ihre Smartphones dabei hatten und diese als Taschenlampen nutzen konnten. Trotzdem stolperte immer mal wieder einer von ihnen oder blieb an Dornenranken hängen.
Über ihnen in den Bäumen raschelte es wiederholt und einmal flog etwas großes dunkles über sie hinweg.
„Wahrscheinlich ein Uhu den wir aufgeschreckt haben“, wisperte Kilian, der sich von den Vieren am besten in der Natur auskannte.
„Wollen wir nicht doch lieber wieder umkehren“, Merle sah sich ängstlich um, „hier ist doch weit und breit…“ Bevor sie den Satz beenden konnte, schoss ein Lichtstrahl durch die Bäume und erleuchtete eine Stelle zwei, drei Meter von ihnen entfernt.
Vor ihren weit aufgerissenen Augen schichteten sich Runde um Runde Steine aufeinander, bis ein Brunnen im hellen Licht des Vollmonds da stand.
„Lasst uns verschwinden“, Merle hatte nach Chiaras Hand gegriffen und wollte diese mit sich ziehen. Und obwohl die anderen Drei auch ein wenig bange aussahen, rührte sich dennoch keiner von ihnen von der Stelle.
„Wünscht euch nun an einen Ort und ich bringe euch von hier fort.“ Eine sanfte, beinahe singende Stimme erklang und auf dem Rand des Brunnens war etwas leuchtend grünes mit langen Fühlern und Flügeln zu sehen.
Kilian ging ein Stück näher, um besser sehen zu können. „Es ist ein Heupferd“, stellte er fest.
„Ich bin nicht irgendein Heupferd“, erklang die Stimme erneut, „ich bin Hieronymus Hupp, der Hüter des Wunschbrunnens.“
Nun kamen auch die anderen näher, denn was sollte ihnen so ein kleines Tier schon antun.
„Und wir sind die Lucca Bande“, stellte Leon sich und die anderen nun vor, „das sind Chiara, Kilian, Merle und ich bin Leon.“
„Erfreut euch kennen zu lernen. Aber nun müssen wir uns sputen, die Nacht ist kurz. Sagt mir, welches eure Wunschorte sind.“ Die langen Sprungbeine des Heupferdes bebten, als wollten sie augenblicklich davon hüpfen.
„Aber wie funktioniert das denn mit dem reisen an die Wunschorte“, wagte Merle zu fragen.
„Ihr werdet auf meinem Rücken reisen und ich verspreche euch, dass ihr wohlbehalten noch vor Sonnenaufgang zurück seid.“
„Ich möchte nach Ägypten zu den Pyramiden“, platzte Leon heraus. Und trotz einiger Bedenken schlossen sich ihm die anderen mit ihren Wünschen nun an. Chiara wollte gerne nach Island, um dort einmal die Heimat ihrer geliebten Islandpferde zu sehen. Kilian hatte schon so viel von der riesigen Holzachterbahn im Heidepark Soltau gehört, dass er einmal damit fahren wollte. Und Merle wünschte sich eine Fahrt in einem Heißluftballon, um die Welt von oben sehen zu können.
„Dann haben wir ja einiges vor uns. Streckt eure Hände aus, so dass ich sie mit meinen Fühlern berühren kann.“
Alle Vier streckten ihre Hände aus und spürten gleich darauf ein kurzes Kribbeln auf ihren Handrücken und dann, dann begann sich alles um sie zu drehen. Oder drehten sie selber sich? Immer schneller und schneller ging es im Kreis bis sie plötzlich wieder genau so still standen wie zuvor.

„Was ist passiert?“, rief Leon aufgeregt. Alles um sie herum war auf einmal riesig. Die einzelnen Steine des Wunschbrunnens waren größer als sie und auch Hieronymus Hupp, der anscheinend vom Brunnenrand herunter gehüpft war, war riesig.
„Schnell, steigt auf“, sagte das Heupferd und streckte eines seiner langen grünen Beine schräg aus, damit sie daran emporklettern konnten. Mit mehr oder weniger mulmigen Gefühlen krabbelten sie nacheinander auf Hieronymus Rücken.
„Haltet euch gut fest“, rief dieser. Und dann ging das Abenteuer richtig los. Mit einem riesigen Satz hüpfte Hieronymus mit den vier Mitgliedern der Lucca Bande zurück auf den Brunnenrand und von dort aus hinab in die Tiefe des Wunschbrunnens.
„Aaaah“, schrien alle Vier, während es tiefer und tiefer ging und um sie herum grüne, rote, gelbe und blaue Kreise tanzten. Und dann… dann war auf einmal alles still und es herrschte Dunkelheit. Gerade wollte Kilian fragen, wo sie denn nun seien, als vor ihnen ein schmaler Lichtstreifen auftauchte, der größer und größer wurde.
„Ein Tor“, wisperte Chiara.
Als das Tor vollständig geöffnet war, fühlten die Mitglieder der Lucca Bande einen heftigen Sog, so als würde Jemand einen Staubsauger vor sie halten. Bevor sie sich dagegen wehren konnten, hatte der Sog sie erfasst und nur Sekundenbruchteile später fühlten sie heißen Wüstenwind auf ihren Gesichter und sie begannen in ihren dicken Pullis und Jacken zu schwitzen.
„Hey, wir haben unsere normale Größe wieder!“, stellte Merle fest.
Und Leon, der sich schon umgeschaut hatte, rief aufgeregt: „Ihr werdet es nicht glauben, aber wir stehen vor einer Pyramide. Wir sind in Ägypten.“
Die anderen Drei sahen sich nun ebenfalls um und auch wenn sie sich nicht so gut über Ägypten Bescheid wussten, wie ihr Freund Leon, dass sie vor einer Pyramide standen, erkannten sie auch. Um sie herum sahen sie hellen Wüstensand mit einigen Dünen, die sich dem blauen Himmel entgegenreckten.
„Gut, dass wir nicht dort oben stehen“, stellte Merle fest und schaute misstrauisch in die Höhe.
„Das ist sowieso nicht erlaubt“, erklärte Leon, der sich bei seinem Lieblingsthema gleich zuhause fühlte. Mit leuchtenden Augen umrundete er die Pyramide, während ihn Merle, Chiara und Kilian begleiteten.
Mit immer neuen Begeisterungsrufen, schaute sich Leon an seinem Wunschort um. Wie lange hatte er schon davon geträumt, einmal eine Pyramide sehen zu können und nun, er streckte eine Hand aus, konnte er sogar einen der riesigen Steinquader berühren. Auf einmal blitzte vor ihm im Sand etwas auf. Rasch bückte er sich und hob etwas silbernes auf.
„Wahnsinn“, rief er und hielt seinen Fund den anderen vor die Nase, „das ist eine Münze. Schaut, da ist der Kopf eines Pharaos drauf.“ Mit leuchtenden Augen schob er sein Fundstück in die Hosentasche. Was war er doch für ein Glückspilz!

Mit einem Mal spürten sie erneut einen Sog, als würden sie von diesem Ort weggesaugt werden, was letztendlich ja auch der Fall war. Als sie dieses Mal wieder klare Sicht hatten, sahen sie weite grüne Wiesen, in der Ferne einen Wasserfall und ein unüberhörbares Wiehern schallte zu ihnen herüber.
„Islandpferde“, jubelte Chiara und rannte sofort in die Richtung aus der das Wiehern gekommen war.
Die anderen folgten etwas langsamer, aber auch sie waren begeistert von der wunderschönen Natur um sie herum. Als sie ihre Freundin eingeholt hatten, war diese bereits damit beschäftigt einem dunkelbraunen Islandpferd den Hals zu streicheln, was dieses sich auch gern gefallen ließ. Unter seinem dichten Schopf lugten ein paar gutmütig dreinblickende braune Augen hervor.
„Möchtest du ein Stück auf Ola reiten?“ Unbemerkt von den Vieren war ein älterer Herr, dessen Gesicht von zahlreichen Lachfalten zerfurcht war, ebenfalls an den Zaun heran getreten. Über seiner Schulter hing eine Trense, die er nach dem begeisterten Nicken Chiaras der Stute Ola anlegte.
Wie gut, dass Chiara schon oft ohne Sattel geritten war, so dass sie die Runde über die Wiese sichtlich genoss, während die anderen Drei sich noch ein wenig umsahen.
Und dann war es schon wieder soweit und der große Wunschort-Staubsauger war wieder angeschaltet.

Der nächste Ort, an dem sich die Lucca Bande wiederfand, war jedoch nicht jedermanns Sache. Während Kilian, der sich dieses Abenteuer gewünscht hatte, über das ganze Gesicht strahlte, und auch bei Chiara ein Funkeln in den Augen zu sehen war, hielt sich die Begeisterung von den anderen Zwei Wunschort-Reisenden deutlich in Grenzen. Denn sie befanden sich in einem Waggon der Holzachterbahn im Heidepark Soltau.
„Whoohoo“, jubelte Kilian, „gleich geht’s hier richtig los. Wusstest ihr, dass die Achterbahn hier Colossos heißt und 60 m hoch ist.“
„Mir ist jetzt schon schlecht“, stöhnte Merle und auch Leon sah unglücklich aus.
Einen Wimpernschlag später fanden sich die Zwei neben der riesigen Achterbahn wieder, auf dessen Absperrgeländer Hieronymus hockte.
„Na, ich hab wohl richtig gesehen, dass ihr diese Freude nicht mit den Anderen teilen wollt.“
Erleichtert nickten die Beiden, während ihre Freunde bereits unter viel Geschrei und Gejubel durch die Luft sausten.

Am letzten Wunschort war die Lucca Bande wieder komplett. Die Fahrt mit dem Heißluftballon war noch schöner, als Merle es sich erträumt hatte. Hoch oben glitt der Korb mit dem riesigen Ballon dahin, während Merle und ihre Freunde die winzig kleine Welt unten auf der Erde bestaunten. Schnell bemerkten sie, dass sie über ihre Heimat hinweg flogen.
Sie sahen, dass Steinhuder Meer und in der Mitte die Insel Wilhelmstein, die aussah wie ein Playmobil Spiel. Und dann die Dinosaurier im Dinopark Münchehagen, da sah selbst der Tyrannosaurus Rex wie ein winziges Kuscheltier aus.
„Schau, da unten wohnen wir irgendwo“, Kilian zeigte auf den Ortsteil Rehburg. Sie erkannten den Uhrenturm und auch die Grundschule auf die sie bis vor zwei Jahren gegangen waren. Und all das in Spielzeuggröße.
Als der Ballon langsam zur Landung ansetzte, spürten sie das nun schon so bekannte Staubsaugergefühl und kurz darauf fanden sie sich neben Hieronymus wieder, der sie ganz offensichtlich erwartet hatte. Er berührte erneut ihre Hände mit seinen Fühlern und dann ging es zurück durch den Wunschbrunnen, schließlich musste alles seine Ordnung haben, wie ihnen der Hüter des Wunschbrunnens erklärt hatte.
Und dann hieß es Abschied nehmen, was ihnen gar nicht so leicht fiel. Sie hatten das kleine Hupperpferd ins Herz geschlossen.
„Danke für die tolle Zeit. Dürfen wir irgendwann noch einmal mit dir reisen?“, wollte Chiara wissen.
„Ein Mal im Jahr habt ihr die Gelegenheit. Dann kann ich euch wieder mitnehmen“, antwortete Hieronymus, bevor er mit einem riesigen Satz in der Tiefe verschwand und sich gleich darauf der Brunnen auflöste. Was kein Wunder war, denn der Vollmond schaltete sein Nachtlicht nun auch ab, um den nächsten Tag an die Sonne abzugeben.
„Rasch, lasst uns nach Hause fahren, sonst merken unsere Eltern noch, dass wir weg waren“, trieb Leon die Freunde an.
Und als sie nacheinander den Radweg in Richtung Ortsmitte entlangfuhren, war jeder noch einmal in Gedanken an seinem persönlichen Wunschort.

Die 1. Geschichte des Experiments findet Ihr hier und die 3. hier!

 

Experiment: Die 1. Geschichte

In einer Woche drei Kurzgeschichten für Kinder schreiben – das hatte ich mir als Ziel gesetzt (den Beitrag dazu findet Ihr hier). Ihr wart so lieb, mir für jede Geschichte zwei Wort-Geschenke zu machen. Und hier kommt nun eins der Ergebnisse. Allerdings noch nicht überarbeitet und auch deutlich länger als die anvisierten 9.500 Zeichen. Aber da mir dieses Schreib-Experiment auch Spaß machen sollte, sehe ich das jetzt mal nicht so eng.

Und hier ist die 1. Geschichte mit den Worten Baumhaus und Himbeersahnesirupsoße.

Sonnenstrahlen tanzten auf der Wasseroberfläche des Ententeichs. Die gelb blühenden Seerosen wiegten sich gemütlich im Sommerwind, während die Enten die Schnäbel unter ihr Gefieder schoben und ein Mittagsschläfchen machten.

Sarina und Finn hatten sich schon die ganze Woche auf den Ausflug in den Klosterwald gefreut. Glücklicherweise waren die Regenwolken, die am Vortag noch für Pfützen auf den Wegen gesorgt hatten, über Nacht verschwunden und hatten einen blank geputzten blauen Himmel zurück gelassen.
Auf den Bänken am Ententeich hatten sie ein Picknick veranstaltet. Während ihre Eltern dort noch gemütlich sitzen blieben, rannten Sarina und Finn voller Begeisterung am Ufer entlang, fütterten die plötzlich wieder sehr munteren Enten mit trockenem Brot und begannen dann an dem kleinen Bach, der durch den Wald floss, einen Staudamm zu bauen.

„Schau mal, da sind noch ein paar größere Steine, die können wir bestimmt gebrauchen“, Sarina, die mit ihren 11 Jahren zwei Jahre älter war als ihr Bruder, wies auf eine Ansammlung von Steinen, die am Ufer verstreut lagen.
„Aber wir werden ganz nass, wenn wir sie rausholen“, Finn sah skeptisch von den Steinen zu seiner Schwester, die jedoch nur lachend die Hände in die Hüften stemmte.
„Hast du etwa Angst davor, ein paar Spritzer Wasser abzubekommen?“
Mit älteren Schwestern war das immer so eine Sache. Einerseits konnten sie einem in vielen Dingen helfen, aber andererseits machten sie sich auch schnell über einen lustig.
„Nee, ich hab gar keine Angst davor, nass zu werden“, rief Finn, während er sich bereits die Turnschuhe auszog, um in den Bachlauf steigen zu können. Glücklicherweise war jetzt im Sommer das Wasser nur ganz flach, sonst wäre ihm vermutlich doch mulmig geworden.

Gerade wollte er den großen Zeh seines rechten Fußes probehalber in das Wasser tauchen, da hörten sie über sich eine Stimme.
„Verflixt, wo sind denn nun die Himbeeris?“
Die Geschwister blickten verwundert auf. Sie schauten in die Richtung aus der die Stimme gekommen war, konnten jedoch niemanden sehen.
„Auaaaaaa!“, hörten sie die Stimme erneut.
„Hallo?“, rief Sarina und begann gleichzeitig durch den Bach zu waten, um dann die Uferböschung hinauf zu klettern. Finn sah ihr mit großen Augen hinterher und seufzte dann. Nun blieb ihm mal wieder nichts anderes übrig, als hinterher zu klettern. Er zog sich am anderen Ufer seine Schuhe wieder an, warf dann einen Blick über die Schulter zurück und winkte seinen Eltern zu, die nach wie vor auf der Bank saßen.
„Bleibt in Sichtweite“, hörte er die Stimme seiner Mutter. Er winkte ihr zu, als Zeichen dass er sie gehört hatte.
Als er endlich neben seiner Schwester anlangte, staunte er nicht schlecht. In einem Gewirr aus dichten Zweigen, hockte ein Mädchen mit langen braunen Zöpfen, in die Blätter und kleine Zweige hineingeflochten waren. Ihre Füße waren nackt und sie trug ein knielanges Kleid in verschiedenen Grüntönen, das sie gerade versuchte von einer Dornenranke zu befreien.
„Hallo“, rief sie und lachte fröhlich über ihr sommersprossiges Gesicht.
„Hallo“, antworteten Sarina und Finn im Chor.
„Wer bist du und was machst du hier?“ Finn hatte sich ein wenig an seiner Schwester vorbeigeschoben und sah das Mädchen neugierig an.
„Ich bin Milli und ich sammle Himbeeris“, Milli zeigte auf den kleinen Weidenkorb, den sie in der Hand trug und der mit einem blau-weiß karierten Tuch ausgelegt war auf dem bereits etliche von den roten Früchten lagen.
„Darf ich mal eine probieren?“ Finn begann bereits die Hand auszustrecken. Die Himbeeren sahen aber auch so lecker aus.
„Klar“, lachte Milli, „aber dann muss ich zurück. Meine Mutti macht nämlich gerade meine Lieblingsspeisi – Himbeersahnesirupsoßi.“
„Mutti, Speisi, Soßi? Kann es sein, dass du den Buchstaben I magst?“ Sarina grinste Milli an, die zurück grinste. „Stimmt! Ist das schlimm?“
„Nö“, lachten die Geschwister im Chor und Finn fügte hinzu, „aber lustig klingt es ja irgendwie schon. Aber sag mal was ist denn diese Himbeersirupirgendwas?“
„Himbeersahnesirupsoßi. Och ich weiß gar nicht, wie meine Mutti die macht. Aber ich esse das zu absolut allem. Löwenzahnsalati, Bärlauch Bratkartoffeli…“ Milli zählte noch etliches auf, während sie ein Stück weiter in den Wald hinein ging. „Kommt doch einfach mit. Meine Mutti freut sich, wenn wir Besuch haben.“
„Aber das geht nicht“, begann Finn, der an die Worte der Mutter dachte, dass sie in der Nähe bleiben sollten.
Sarina knuffte ihn in die Seite. „Wir gehen nur ganz kurz mit. Oder ist es weit bis zu dir nach Hause, Milli?“ Fragend sah sie ihre neue Freundin an.
„Nein, wir sind schon fast da. Nur noch ungefähr fünf Schritte, dann sind wir an unserem Baumhausi.“
Finn schaute nach oben in die Baumkronen. „Aber da ist nichts.“
„Warum sollte es da oben sein?“, fragte Milli und sah ihn erstaunt an.
„Na, du hast gesagt es ist ein Baumhaus und die sind doch oben in den Bäumen.“
„Unseres nicht. Es steht da hinten, neben dem“, sie brach mitten im Satz ab und sah sich verwirrt um. „Also eigentlich müsste es“, sie drehte sich ein paar Mal um die eigene Achse, „eigentlich müsste es hier irgendwo sein.“
„Also ich sehe auch hier unten nichts, das wie ein Haus aussieht“, stellte Sarina fest.
„Kannst du auch nicht. Es ist unsichtbar“, erklärte Milli, während sie sich weiter suchend umblickte. „Zumindest für euch. Ich kann es natürlich sehen, sonst würde ich ja nicht mehr nach Hausi finden. Aber irgendwie“, das Gesicht des eben noch so fröhliche Mädchens wurde mit einem Mal so weiß wie die Laken von Sarinas und Finns Großeltern. Dann starrte sie die Geschwister mit großen Augen an. „Unser Baumhausi ist weg!“
Gemeinsam versuchten sie die arme Milli zu beruhigen, die vollkommen aufgelöst immer wieder ein paar Meter in jede Himmelsrichtung lief nur um festzustellen, dass ihr Zuhause sich offensichtlich tatsächlich in Luft aufgelöst hatte.
Sie setzten sich auf die Bank die oberhalb des Bachlaufs stand, an dem sie doch eben noch friedlich an ihrem Damm gebaut hatten.
„Das kann nur der garstige Waldgnom gewesen sein“, murmelte Milli vor sich hin, „wenn ich den erwische. Es ist nicht das erste Mal, dass er uns Ärger macht. Aber wenn er hinter dieser Haus-Verschwinde-Aktion steckt, dann kann er was erleben!“ Vor lauter Groll schien Milli sogar fürs Erste ihre Begeisterung für den Buchstaben I vergessen zu haben. Mit jedem Wort war ihre Stimme lauter geworden, während sie ihre Hände zu Fäusten ballte und mit diesen wild vor sich ins Nichts boxte.
„Nun mal eins nach dem anderen“, versuchte Sarina erneut sie zu beruhigen, „wer ist denn der garstige Waldgnom? Und was soll er mit eurem Baumhaus gemacht haben? So langsam steige ich nicht mehr durch.“
„Gustav heißt er eigentlich, aber alle nennen ihn nur Gustav den garstigen, weil, na weil er eben so grantig und garstig ist. Er ist seit einiger Zeit unser Nachbar. Seine Höhle befindet sich unter dem Baum, in den der Blitz eingeschlagen hat.“
„Der hier neben der Bank?“, Finn sah den Baumstumpf mit neu erwachtem Interesse an. „Und darunter ist eine Höhle?“
„Genau. Und unser Baumhaus steht nur wenige Meter entfernt und diesem Gustav machen wir zu viel Lärm. Naja, ich habe fünf Geschwister müsst ihr wissen. So richtig leise ist das bei uns natürlich nicht. Und er hat schon öfter gedroht und zu vertreiben. Tja, anscheinend hat er stattdessen nun unser Haus vertrieben oder verzaubert oder was weiß denn ich.“ Mit einem Satz sprang Milli auf. „Herrje, wo ist denn jetzt bloß meine Familie? Wahrscheinlich sind sie mit unserem Haus verschwunden.“ Nun lief eine dicke Träne über das Gesicht des sonst so fröhlichen Mädchens.
Sarine und Finn nickten sich hinter Millis Rücken zu. Klar, dass sie ihr helfen würden das ganze Unheil wieder zurecht zu rücken. Es war nur noch die Frage, wie sie es wohl anstellen sollten.
„Wir helfen dir“, versprachen sie Milli, die gleich etwas getrösteter aussah.
„Also, was können wir tun?“ Auf Sarinas Frage hin, steckten die Drei die Köpfe zusammen und beratschlagten flüsternd. Schließlich wollten sie nicht, dass der garstige Gustav sie hörte und ihrem Plan zuvor kommen würde.

Kurz darauf begann Finn wie ein Wilder im Kreis zu hopsen, während er seine Hand immer wieder vor den geöffneten Mund schlug und so ein wahnsinnig lautes Indianergeheul von sich gab. Sarina machte das Gebrüll eines Orang Utans nach, so wie sie es einmal in einem Film gehört hatte und trommelte dabei mit den Fäusten auf ihrem Oberkörper. In dieses Getöse hinein begann Milli laut und schrill und schräg „Ein Männlein steht im Walde“ zu singen.
Die Enten am Teich flogen aufgeschreckt hoch und die Eltern der Geschwister sprangen auf und setzten sich erst wieder hin, als Sarina und Finn ihnen fröhlich zuwinkten. Und vermutlich hätten sie noch andere Waldtiere aufgeschreckt, wenn nicht plötzlich wie aus dem Nichts ein kleiner Gnom mit einem großen Kopf auf dem nur ein paar vereinzelte Haare hochstanden und dessen Ohren wie Henkel aussahen, vor ihnen gestanden und „Ruhe!“ gebrüllt hätte.
Sarina und Finn erschraken, denn Gustav der Gnom war zwar klein, aber durch die bösen Blicke, die er jetzt auf sie abfeuerte schien er irgendwie zu wachsen. Milli war jedoch wieder ganz obenauf. Sie schoss auf den kleinen Kerl zu, so dass dieser nun seinerseits vor Schreck den Mund zuklappte und sie nur anstarrte.
„Wie konntest du das tun“, schrie sie ihn an, während sie ihre kleinen Fäuste rechts und links in ihre Seiten schob und sich vor Gustav aufbaute. Obwohl Milli eigentlich selber nicht besonders groß war, sie reichte Finn gerade einmal bis zur Schulter, so war sie doch größer als Gustav. Und der musste nun wider Willen zu ihr aufschauen.
„Was meinst du?“, knurrte er.
„Na, du hast unser Baumhaus weggezaubert!“, warf sie ihm vor und an Sarina und Finn gewandt: „Gustav kann nämlich zaubern.“
„Ich? Warum sollte ich?“, nun sah der garstige Gustav gar nicht mehr so garstig aus, sondern nur noch erstaunt.
„Na, weil wir dich doch mit unserem Lärm immer so nerven.“ Leicht verunsichert ließ Milli die Arme hängen.
„Aber deswegen zaubere ich doch euer Zuhause nicht weg.“ Der Gnom schüttelte seinen beinahe kahlen Kopf. „Du hast wohl wieder vergessen, eure Haustür einen Spalt breit aufzulassen.“ Mit diesen Worten drehte er sich um, sprang in den nach oben offenen Baumstumpf und war verschwunden, während er „was für Nervensägen“ vor sich hin murmelte.
Sarina und Finn sahen ihre Freundin neugierig an. Was hatte denn das Verschwinden eines Baumhauses mit einer Haustür zu tun?
Millis Gesicht wurde knallrot. Anscheinend war an Gustavs Vorwurf etwas dran. Im selben Moment hörten sie ein Stimme laut schimpfen: „Hast du schon wieder die Haustür zugemacht Milli?“ Wie zuvor Gustav, erschien jetzt eine Gestalt ebenfalls aus dem Nichts, die Milli sehr ähnlich sah, wenn sie auch deutlich älter und größer war. Ohne Frage, hier stand die Mutter ihrer neuen Freundin vor den Geschwistern.
„Du weißt doch, dass du unser Baumhaus nicht sehen kannst, wenn du die Tür hinter dir zuschlägst“, liebevoll strich sie ihrer Tochter über den Kopf und versuchte dabei streng drein zu blicken, aber das leichte Zwinkern ihres einen Auges verriet sie. „Na, anscheinend warst du ja diesmal wenigstens nicht allein. Wollt ihr nicht reinkommen? Ich habe gerade die Himbeersahnesirupsoße gemacht. Ihr habt doch bestimmt Hunger!“
„Soßi“, jubelte Milli, offensichtlich wieder ganz die Alte, und sauste an ihrer Mutter vorbei.
Sarina und Finn rissen die Augen auf, als ihre Freundin schwupps einfach verschwunden war. Millis Mutter legte ihnen jeweils eine Hand auf eine Schulter und in dem Moment wo sie die Berührung spürten, sahen sie wenige Schritte vor sich eine Nebelwand, die sich rasch zurückzog und ein entzückendes kleines Holzhaus freigab, aus dessen Dach ein Baum herauswuchs.
Staunend folgten die Geschwister ins Innere des Hauses, wo es einen großen Wohnraum gab, in dem sich auf der einen Seite die Küche und auf der anderen eine Wohnstube befand. Und in der Küche stand Milli und schleckte genüsslich einen großen Löffel ab.
„Mmm, Himbeersahnesirupsoßi“, mümmelte sie und lachte über das ganze mit Soße verschmierte Gesicht.
Millis Mutter begann eifrig in der Küche zu hantieren und kurze Zeit später stand ein Teller mit einem Pfannkuchenberg vor ihnen und dann war nur noch ein einziges schmatzen und schlürfen und schlecken zu hören.
Als sie satt war, sah Sabrina auf die Uhr und sprang so hastig auf, dass sie an den Tisch rempelte und Finn gerade noch den Soßenkrug davon abhalten konnte sich vom Tisch zu werfen.
„Schon so spät! Unsere Eltern werden uns suchen. Danke“, rief sie Milli und ihrer Mutter zu, „aber wir müssen jetzt ganz schnell gehen.“
„Kommt doch mal wieder“, riefen die Beiden den Geschwistern hinterher.

Gerade als Sarina die Tür öffnen wollte, hörten sie die Stimmen ihrer Eltern, die nach ihnen riefen. Mit einem Schwung öffneten sie die Tür und wären um ein Haar mit Mutter und Vater zusammengestoßen, die ihnen jedoch glücklicherweise den Rücken zukehrten.
„Hier sind wir“, riefen sie im Chor, woraufhin die Eltern sich umdrehten und sie völlig verdutzt anstarrten.
„Wo kommt ihr denn auf einmal her?“, fragte die Mutter.
„Wiiiir? Och, wir waren die ganze Zeit hier“, grinste Finn und zwinkerte seiner Schwester zu, „das hatten wir doch versprochen.“
„Und was sind das für rote Flecken in euren Gesichtern?“
Die Geschwister riefen wie aus einem Mund: „Himbeersahnesirupsoßi!“
Als sie sich gemeinsam auf den Heimweg machten, winkten sie heimlich über die Schulter zurück in Richtung des unsichtbaren Baumhauses und sie wussten Beide, dass sie Milli auf jeden Fall wieder mal besuchen würden.

Die 2. Geschichte des Experiments findet Ihr hier und die 3. hier!


Experiment: Adola schaltet den Turbo ein!

In diesem Jahr habe ich mich schreiberisch fast ausschließlich mit dem Drehbuch für Marthas Gästeführung befasst. Anfang der nächsten Woche geht das fertige Manuskript an meine Auftraggeber und damit wird dieses Schreib-Projekt für mich abgeschlossen sein. Das ich dann für meine Rolle als Martha übe, steht auf einem anderen Arbeitsblatt!

Als kleinen Schreib-Gag nebenbei, schrieb ich vor einigen Tagen mein erstes Drabble. Das Ergebnis habe ich Euch gestern vorgestellt. Was mir beim Schreiben auffiel war, 20170125_142409dass ich zur Zeit ein wenig Probleme damit habe, mich kurz zu fassen. Und dann fiel mir doch gleich noch etwas ein: die Geschichten von Adola Adebar. Im November diesen Jahres werden die Kindergeschichten, die in meiner Heimatstadt spielen, als Buch veröffentlicht.

Daher steht als nächstes Projekt das Schreiben von genau diesen Geschichten an. Denn mein bisheriger Fundus reicht dafür noch nicht aus. Da ich im Mai erst einmal drei Wochen Frühlingspause einlegen werde, wollte ich direkt danach mit dem Schreiben beginnen. Und obwohl die Geschichten auf jeden Fall mehr als 100 Wörter (Drabble) haben dürfen, sollen sie doch nicht allzu lang werden. Wobei ich wieder am Anfang meines Beitrags anlange: ich sollte mal wieder üben, mich kürzer zu fassen. Was ich auch gerade an diesem Beitrag bemerke…

Deswegen komme ich nun zum Punkt. Bevor ich in drei Wochen in meine Frühlingspause verschwinde, werde ich die nächste Woche zur Kurzgeschichten-Übungs-Woche erklären! Mein Plan lautet: ich schreibe drei Kurzgeschichten für Kinder, die in meiner Heimatstadt spielen und nicht mehr als 9.500 Zeichen (mit Leerzeichen) haben.

Durch diese „kleine Fingerübung“ bin ich dann gut gewappnet für die Aufgabe, die mich ab Ende Mai erwartet.

Und um dem ganzen noch ein kleines Sahnehäubchen aufzusetzen, bitte ich Euch mal wieder um Eure Unterstützung! Ich brauche für jede Geschichte drei Wörter, die ich dann mehr oder weniger sinnvoll unterbringen werde. Also, was meint Ihr? Fällt Euch dazu etwas ein? Das wäre echt super und ich danke Euch schon mal im Voraus von Herzen für Eure erneute Hilfe! ❤

Die Ergebnisse bekommt Ihr dann am 24. April!

Nachtrag: über facebook sind insgesamt acht Wort-Geschenke eingetrudelt 😀 :

– Wunschbrunnen
– Baumhaus
– Pfauenfeder
– Himbeersahnesirupsoße
– Hupperpferd
– Regenwurmtunnel
– Wuppstitätsfaktor
– Huschdichkalischdich

Von diesen habe ich mir sechs ausgesucht (die übrigen zwei sind für künftige Abenteuer notiert!) und mein Mann war so lieb zu entscheiden, welche Paare jeweils in eine Geschichte kommen. Damit ich es mir auch ja nicht zu leicht mache…

1. Geschichte: Himbeersahnesirupsoße und Baumhaus
2. Geschichte: Wunschbrunnen und Hupperpferd
3. Geschichte: Regenwurmtunnel und Wuppstitätsfaktor

Und JA, ich bin auch gespannt! 😀

Was hat das mit Sport zu tun?

Die meiste Zeit meines Lebens war ich ein Bewegungsmensch und bin es jetzt glücklicherweise auch wieder. Wobei Bewegung für mich auch ein ruhiger Spaziergang oder ein Stadtbummel sein kann. Aber ich begeistere mich auch für verschiedene Sportarten: reiten, laufen, radfahren.
Dabei setze ich mir durchaus gerne selber Ziele, aber der Spaß steht ganz klar im Vordergrund.
Hannover 96Was mir auch Spaß macht, ist anderen beim Sport treiben zuzuschauen. Früher habe ich mir gerne Radrennen angesehen. Inzwischen belasse ich es bei Leichtathletik (vorrangig Marathonläufen) und beim Springreiten. Was beinahe jede Sportart inzwischen eint ist das Thema Doping. Das war es letztendlich auch, was mir den Spaß an den Radrennen genommen hat. Ich war vermutlich der einzige Mensch auf Erden, der es nicht fassen konnte, das Lance Armstrong doch gedopt hat. Naiv nannte man mich deswegen schon, aber ich glaube nun einmal immer noch an das Gute im Menschen. Und damit werde ich auch nicht einfach aufhören!

Aber heute geht es mir jetzt um etwas anderes. Ich war heute mal wieder in Hannovers Innenstadt, ein wenig bummeln, gemütlich essen gehen. Eigentlich war auch noch ein Besuch des Frühlingsfestes geplant, aber das Wetter war dann doch zu kalt und zu nass. Außerdem wurde der heutige Beginn von 14 auf 16 Uhr verlegt und da hatte ich dann doch keine Lust mehr.
Der Grund war übrigens das Fußballspiel zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig. Wer sich mit Fußball auskennt, der weiß, dass diese beiden Vereine seit einer gefühlten Ewigkeit Erzrivalen sind. Dementsprechend wurde in Hannover auch Vorsorge getroffen.

Ich wurde in dem Moment daran erinnert, als ich in den Hauptbahnhof hineingehen wollte und die Eingänge auf beiden Seiten von rund 60 Polizisten flankiert wurden. (Laut der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung waren insgesamt rund 2.600 Polizisten im Einsatz!) Man wartete auf die heimkehrenden Fans. Dass dies nur ein kleiner Teil des Polizeiaufgebots war, war mir klar. Und ich fragte mich, welche Kosten wohl bei so einer Veranstaltung entstehen. Dafür, dass diese Fußballspiele stattfinden können, ohne dass sogenannte Fans randalieren oder andere Menschen verprügeln.
Und da lange ich auch bei meiner heutigen Überschrift an: was hat das mit Sport zu tun? Nichts. Das ist mir durchaus klar. Da sind Menschen, die ihre Aggressionen loswerden wollen, ihren aufgestauten Frust. Oder gibt es darunter tatsächlich welche, die behaupten es ginge ihnen um die Fußballspiele? Vermutlich.

Ich erinnere mich daran, wie ich vor ungefähr 30 Jahren selber zwei Mal im Stadion bei Spielen von Hannover 96 dabei gewesen bin. Der Grund war übrigens keine Liebe zu diesem Sport, sondern mein Teenager Herz, das sich nach einem der Fans verzehrte. Schon damals hieß es direkt nach dem Spiel in Deckung gehen, denn die Besucher aus der sogenannten Fankurve – oder zumindest ein Teil davon – stürmte nach den Spielen mit geballten Fäusten auf die Gegner zu. Ich weiß das so genau, weil die Freundin und deren Freund, die mich zu diesen Spielen mitnahmen, normalerweise bei diesen Schlägereien mittendrin waren. Und damals fand ich das tatsächlich irgendwie cool, obwohl ich selber mich nie geprügelt habe und bis heute auch nicht das Bedürfnis danach verspüre.

Genügt denn all die Gewalt nicht, die es in der Welt der Menschen gibt? Die Bomben, die aktuell geworfen werden? Die Attentate? Ist es nicht schlimm genug, dass Menschen durch Unfälle und Krankheiten sterben? Nein, es muss außerdem solche Szenarien geben. Und das Warum, das will und werde ich nie begreifen!
Aber wie eingangs schon erwähnt, will ich weiter an das Gute in den Menschen glauben und von meiner Seite aus mit winzig kleinen Dingen wie einem Lächeln, einem freundlichen Wort zu einem friedlicheren Miteinander beitragen. Bin ich auch hier naiv, wenn ich glaube, dass das auch nur irgendetwas ändert? Vermutlich. Aber ich halte es da mit Konfuzius:
Es ist besser ein Licht anzuzünden, als auf die Dunkelheit zu schimpfen.

Oster-Experiment: Das Ergebnis

DSC_0020Ja, und hier ist es nun, das erste Drabble meines Lebens. Herrje, das war ja mal wieder etwas ganz anderes. Vor allem, da ich mich seit etlichen Monaten meist mit längeren Geschichten befasse. Und nun hieß es: kürzen, kürzen, kürzen.

Ach ja, wer nicht mehr weiß worum es hier geht, schaut sich doch bitte hier den entsprechenden Beitrag an!

Frau Vro hat beim Oster-Drabble-Spiel auch mitgemacht – worüber ich mich total freue – und das Ergebnis ist toll. Schaut es Euch hier unbedingt an!

So, nun wünsche ich Euch ein schönes Osterfest und vielleicht haben wir ja Glück und die Sonne lässt sich hin und wieder auch einmal blicken.

Oster Drabble

Wortvorgaben:

• Kugelrund
• Schnee
• Schnuppernäschen

„Hatschi!“ Fräulein Tulpe schüttelte sich den Schnee von ihren Blütenblätter. „Ich habe mich erkältet, nur weil es zur Osterzeit noch einmal geschneit hat. Hätte ich das gewusst, wäre ich tief unten in der dunklen Erde geblieben.“ Das Häschen, das neben ihr ein Osternest abstellte, wackelte mit seinem Schnuppernäschen. „Ja, mir macht der Schnee auch keine Freude. Ich muss mich beim hoppeln viel mehr anstrengen.“ Fräulein Tulpe nickte und sagte dann mit einem Blick auf das Häschen: „Und dein kugelrundes Bäuchlein macht es dir auch nicht leichter.“ Wen wundert es, dass dem Häschen sein „Frohes Ostern“ daraufhin im Halse stecken blieb.

Wanda wandert # 2 – Heimische Wege mit unerwarteten Wendungen

Die zweite Wanderung in diesem Jahr führt uns über heimische Pfade. Wir starten an der Ev. Akademie in Loccum – auf dem Weg dorthin läuft im Radio der Gute-Laune-Song „All about that bass“ – von wo aus wir in Richtung Münchehagen wandern wollen.
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Bei blauem Himmel und Sonnenschein genügt mir ein kurzärmliges Wanderhemd, was dafür sorgt, dass ich mich leicht und locker fühle. Auch wenn es heute erneut noch nicht so viele Kilometer werden, ist mein großer Rucksack zwecks Training von Nacken- und Schultermuskulatur wieder dabei.
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Wir marschieren direkt in den Loccumer Klosterwald hinein, begleitet von zahlreichen Vogelstimmen, die von allen Seiten her an meine Ohren dringen. Hin und wieder gesellt sich das Summen eines Insekts zu dem Chor und ich fühle wie meine Frühlingslaune Wellen schlägt. Glücklich setze ich einen Fuß vor den anderen, wobei ich mich daran erinnere, dass ich aufgrund diverser Entzündungen vor einem Jahr keinen Schritt machen konnte, ohne den Wunsch zu spüren, vor Schmerzen aufzuheulen. Ich strahle mit der Sonne um die Wette!
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Wir wandern in Richtung der Luccaburg, die mitten im Klosterwald an einer Kuhweide gelegen, an den Stifter des Klostergeländes, Wilbrand von Hallermund, erinnert. Wir biegen jedoch nicht in den schmalen Pfad dorthin ab, sondern bleiben auf dem Weg, auf dem auch der Pilgerweg Loccum-Volkenroda entlangführt. Ein ca. 300 km langer Weg, den damals die 12 Mönche mit ihrem Abt Ekkehard gegangen sind, weil sie hier in Loccum das Tochterkloster zu Volkenroda gründen wollten. Natürlich weiß man nicht, welche Wege sie gegangen sind, zumal etliches heute durch Asphaltdecken verändert iist. Einer meiner Bewegungsziele für die nächsten Jahre lautet, diesen Weg einmal von Volkenroda aus nach Hause zu gehen. Da tut Training Not!
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Auf unserer heutigen Wanderung legen wir einen längeren Stopp auf einer Bank ein, da ich mein Notizbuch nicht nur als zusätzliches Gewicht mitführen, sondern es auch mit Worten füllen will. Eine vierköpfige Männer Radfahrtruppe rollt vorbei. Sie haben sich schon eine Weile vorher durch laute Stimmen angekündigt. Eine Läuferin kreuzt den Weg der Zweiräder. Angestrengt und konzentriert nickt sie beim Laufen mit dem Kopf. Zwischen all diesen Geräuschen ein weiteres: ein Specht klopft nachdrücklich mit seinem starken Schnabel gegen einen Baum. Laut zwar, aber er bleibt für meine Augen unsichtbar.
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Nach einem ordentlichen Schluck aus der Trinkflasche, geht es dann weiter. Nach der ersten Schreib- und Trinkpause wandern wir noch eine kurze Strecke durch den Klosterwald, dessen Boden mit Teppichen aus Buschwindröschen geschmückt ist. Und dann öffnet sich der Wald und wir haben freien Blick über weite Felder und Wiesen, zwischen denen uns ein Weg weiter in Richtung Münchehagen führt. Oder gehören die Felder schon zu diesem Ortsteil dazu?
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Der Weg geht über in eine schmale, asphaltierte Straße, die sich eine Anhöhe hinaufschlängelt. Ziegengemecker durchdringt die Mittagsruhe. An einem schmalen Bach lebt eine Ziegenherde. Etliche Zicklein liegen und stehen neben ihren Müttern, die ein wachsames Auge auf ihren Nachwuchs und auch auf uns Menschen haben. Die Herde erinnert mich an den Ortsteil von Rehburg-Loccum, den wir uns heute als Wanderziel ausgeguckt haben – Bad Rehburg. Auch dort gab es früher zu Zeiten des Königlichen Bades Rehburg eine Ziegenherde. Diese war einzig zu dem Zweck angeschafft worden, die Kurgäste ab 1840 mit Molke zu versorgen, da die Wasserquelle bedauerlicherweise versiegt war.
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Wir befinden uns jedoch nach wie vor auf dem Weg nach Münchehagen, wo wir oben auf der Anhöhe nicht nur auf das Dörphus stoßen, das bei jedem Wetter zu einer gemütlichen Rast einlädt, sondern auch auf die siebte Station der Dino-Tour. Eine Infotafel sowie einige Tastblöcke mit den Abgüssen von Fossilien bieten dem Wanderer oder Radler ein Häppchen To-Go-Bildung an. Mir gefällt besonders der Zahn eines Megalodon. Nun ist es auch Zeit für ein belegtes Brötchen, welches unter freiem Himmel und mit Blick über die Felder und den Klosterwald auch gleich doppelt so gut schmeckt.
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Nach der zweiten Schreib-, Trink- und sogar Esspause geht es die Anhöhe wieder hinunter in Richtung Ortsmitte. Wir wandern am Friedhof vorbei, immer der Straße entlang. Ein Hinweisschild klärt uns dann noch darüber auf, dass es sich bei der Anhöhe um die schwarze Brücke gehandelt hat. Die Hauptstraße schlängelt sich an der kleinen Kirche vorbei, die dank der hübschen Anlage drumherum im Sonnenschein sehr idyllisch ausschaut. In der Nähe der Grundschule biegen wir ab und können kurz darauf einen Blick ins Freibad werfen, das sich noch im Winterschlaf befindet. Die große, blaue Rutsche trägt noch eine grüne Patina und im Schwimmerbecken ist zwar schon das Laub auf einen Haufen gefegt worden, aber von Wasser ist noch weit und breit nichts zu sehen.
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Kurz darauf biegen wir rechts auf die Straße ein, die zum Dinopark, neben dem Loccumer Kloster der wohl bekannteste Ort unserer Stadt, führt. Aber da wir den lebensechten Dino Nachbildungen heute keinen Besuch abstatten wollen, biegen wir kurz vorher in einen Weg ein, der am Ausgrabungsgelände des Parks entlang in die Rehburger Berge führt. Während wir die sanfte Steigung hoch wandern, bin ich durchaus den Bäumen um mich herum dankbar, dass sie uns Schatten spenden. Denn inzwischen ist die Temperatur sicherlich auf über 20 ° C geklettert. Und so sehr ich diesen Sonnentag liebe und genieße, knabbert die Wärme gerade an meiner Kraft.
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Aber ich schaffe es trotzdem bis zum höchsten Punkt unserer heutigen Wanderung, dorthin wo hinter einem Maschendrahtzaun ein Sendeturm der Telecom in den Himmel ragt. Ein paar Meter weiter um die Ecke wartet der Marienplatz, ein Teil des früheren historischen Wegenetzes der Bad Rehburger Kuranlage, mit einer Bank auf uns. Ich nutze sie ausgiebig, um auszuruhen, zu trinken und natürlich zu schreiben. Wir nehmen das letzte Wegstück unter die Füße. Nun geht es hinunter in den Ort. Die nächsten Meter geht es gemütlich bergab. Wir besprechen, dass wir nicht hinunter zur Straße gehen, die kurz vor Bad Rehburg zwischen den Bergen verläuft, sondern noch einmal links abbiegen werden, um den Weg zu nehmen, der an einem kleinen Pavillon entlang führt. Von wo aus wir dann über eine Treppe in den Ort hinunter gelangen.
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Und dann kommt der Moment, der unserer Wanderung eine entscheidende Wendung gibt. „Wo hast du denn den Autoschlüssel hin getan?“ Zur Erklärung: wir haben mein Auto in Bad Rehburg geparkt und sind dann mit dem Auto meines Mannes nach Loccum gefahren, um von dort zu starten. Ich bleibe mit offenem Mund, sehe vor meinem inneren Auge, wie ich den Schlüssel ins Handschuhfach gelegt habe – damit er auf der Wanderung nicht verloren geht… Schlau, anders kann man das nicht bezeichnen. Mein Mann bietet an, allein zurück zu gehen, um mich dann abzuholen. Wahnsinnig lieb, aber das kommt natürlich gar nicht in Frage! Auch er will mich nicht alleine ziehen lassen und so machen wir nach acht gewanderter Kilometern kehrt und marschieren erneut in Richtung Münchehagen. Dieses Mal gehen wir einen Weg, der auf der anderen Seite des Ausgrabungsgeländes entlangführt und auch am Dinopark. So sparen wir zum einen Kilometer und haben zum anderen grandiose Aussichten über die weiten Felder um Münchehagen und Loccum herum. Zudem ist es bei dem herrlichen Wetter gar nicht dramatisch noch länger draußen unterwegs zu sein. Ganz im Gegenteil: wir genießen die Auswirkungen meiner Schusseligkeit und ich bin erstaunt, wie gut meine Füße mich selbst über so eine lange Strecke schon wieder tragen.
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Und so vergeht die Zeit wie im Fluge, ratzfatz sind weitere vier Kilometer geschafft, als wir auf dem Parkplatz in Loccum ankommen. Stolze 12 Kilometer sind somit heute zusammen gekommen und ich beginne übermütig von 20, 25 oder sogar mal 30 Kilometer langen Wanderstrecken zu träumen. Aber für Heute bin ich einfach glücklich und zufrieden und kann die Wandermöglichkeiten in und um unsere Heimatstadt Rehburg-Loccum nur wärmstens empfehlen!
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