Protagonisten und ihre Namen

Wusstet Ihr, dass der Vorname `Nicole´ aus dem männlichen Vornamen `Nicolas´ abgeleitet wurde? – Hat das eigentlich auch wieder was mit Adams Rippe zu tun? – Und `Nicole´ bedeutet übrigens `Siegerin des Volkes´. Nun ja, darüber mache ich mir ein anderes Mal Gedanken.

DSC_0001Früher wurden Vornamen unter anderen Gesichtspunkten vergeben: der Sohn hieß z. B. wie der Vater oder der aktuelle Regent. Da konnte man schon mal rasch etwas aufgedrückt bekommen, das eher einem Sammelbegriff glich.

Heutzutage wälzen Eltern virtuelle Namenslisten und übertreffen sich oftmals damit die „originellsten“ Vornamen in die Geburtsurkunde eintragen zu lassen. Was sie den Kindern teilweise damit an Hohn und Spott einbringen, scheint nebensächlich.

Ebenso geht es Autoren, die ihren Geschichten-Babys auf die Papier-Welt verhelfen. Da ist es schon wichtig, welche Vornamen die Figuren haben. Sucht man beispielsweise etwas für einen beständigen und standhaften Mann, dann könnte man `Konstantin´wählen. Bei dem Mädchennamen `Simone´findet man einen virtuellen Eintrag, das dieser Name seit 1992 kaum noch genutzt wird, vorher jedoch einige Jahre ein absoluter Modename war. Aha…

Ich oute mich mal: die Namen meiner Figuren sind meist auf meiner Prioritätenliste recht weit unten angesiedelt. Meine Ideen, die sind es, die mir am Herzen liegen und die ich so schön wie möglich in Worte fassen möchte. Und, ach ja, die Figuren brauchen Namen… Jeder Autor ist eben anders gestrickt.

Somit habe ich mir auch bei den Rehburg-Loccumer Kindergeschichten schon zwei Mal helfen lassen. Der letzte Aufruf ist erst einige Tage her (klick) und das Ergebnis war wieder mal super – vielen Dank an alle, die mich bei facebook mit Vorschlägen versorgt haben.

Meine Protagonistin, die nun im Loccumer Klosterwald ein spannendes Abenteuer erlebt, heißt SWANTJE! Warum ich diesen Namen gewählt habe? Swantje ist erst kürzlich aus der Großstadt aufs Land gezogen. Gezwungenermaßen, weil ihre Eltern es so entschieden haben. Wer will schon eine Landpomeranze werden? Die machen dann solche blöden Sachen, wie Schulausflüge in einen Wald. Da gibt es doch nur Bäume und es ist strunz langweilig. Swantje hingegen ist schließlich kein gewöhnliches Mädchen. Nicht umsonst haben die Eltern ihr diesen Namen gegeben, der ja u. a. kleiner Schwan bedeutet.

Ihr lest schon, der Name hat es bereits geschafft, mich noch tiefer in die Geschichte hinein zu denken. Glücklicherweise habe ich nun auch einen schönen Fundus an Vornamen – ja, ich weiß, dass ich das auch im Netz bekommen kann, aber dieser Weg ist um so vieles schöner für mich! – die ich nun auf einer Liste an meiner Pinnwand stehen habe. Denn die nächste Geschichte kommt ja ganz bestimmt!

So. Und nun begebe ich mich wieder in den Loccumer Klosterwald und schaue, wie Swantje dort zurecht kommt. Ich wünsche Euch ein wunderschönes zweites Advents-Wochenende – genießt die Zeit und lasst es Euch gut gehen!

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Adola Adebar: Der Jacobsbrunnen UND Name gesucht

Wie Ihr ja wisst, liege ich im Endspurt was die Rehburg-Loccumer Kindergeschichten – erzählt von Adola Adebar – betrifft. Ende Januar 2018 ist Abgabetermin. Im letzten Beitrag zu diesem Thema (klick) habt Ihr mir auf die Sprünge geholfen, an welchem Ort die Geschichte stattfinden soll.

Nachdem die grobe Idee in der Zwischenzeit Gestalt angenommen hat, war ich heute vor Ort und habe mich noch einmal ein wenig umgeschaut. Und die Fotos wollte ich Euch natürlich nicht vor enthalten.

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Ihr könnt Euch sicher vorstellen, dass dort im Wald meine Muse vor lauter Kreativität beinahe geplatzt wäre…

Was jedoch noch fehlt, ist der Name der Protagonistin. Und da dachte ich mir: hey, vielleicht habt Ihr Lust mit zu entscheiden? Ein 12-jähriges Mädchen, das sich nicht die Butter vom Brot nehmen lässt und – obwohl sie auf dem Lande lebt – wahrlich kein Landei ist.

Ich bin gespannt, was Euch dazu einfällt und danke Euch schon mal von Herzen für Eure Vorschläge.

Und ich schreibe mich jetzt zurück in den Loccumer Klosterwald an den Jacobsbrunnen, wo es wahrlich nicht geheuer ist…

 

Adola Adebar – Ihr habt entschieden!

Herrje, bin ich erleichtert – Ihr habt mir eine Entscheidung abgenommen, mit der ich sonst echt gerungen hätte… Naja, zumindest hätte es mir Kopfzerbrechen bereitet.

Aber dank der Rückmeldungen hier auf dem Blog, auf facebook und im real life, steht es nun fest: die Loccumer Geschichte wird im Klosterwald spielen! Wenn ich ehrlich bin, hatte ich gedacht, diese kleine Umfrage würde zugunsten der alt ehrwürdigen Klostermauern ausgehen. So kann Frau sich irren.

Also habe ich mich heute auch schon fleißig an meinen Laptop gesetzt und mich ein DSC_0062wenig eingefühlt. Ich habe mir vorgestellt, dass die Geschichte am großen Ententeich, in der Nähe vom Jacobsbrunnen, beginnt… So in etwa könnte sich das dann „anlesen“…

Sonnenstrahlen tanzten auf der Wasseroberfläche des Ententeichs. Die gelben Seerosen wiegten sich gemütlich im Sommerwind, während die Enten die Schnäbel unter ihr Gefieder schoben, um ein Mittagsschläfchen zu halten…

Ups, da war ich doch direkt wieder im Klosterwald-Sommerfeeling drin. Und vor meinem geistigen Auge tauchte gerade ein Baumhaus auf… Ja, mal schauen, wo mich die Geschichte hinführt!

Auf jeden Fall ein herzliches DANKESCHÖN für Eure Unterstützung!

Adola Adebar – Wie würdet Ihr entscheiden?

Wie ich in meinem letzten Beitrag (klick) schon geschrieben habe, stürze ich mich nun voller Energie auf die Fertigstellung der Rehburg-Loccumer Kindergeschichten. Genau! Die, die von dem Storch Adola Adebar erzählt werden.

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Stand der Dinge ist, dass noch eine Kurzgeschichte geschrieben werden muss, bevor dann alle Geschichten überarbeitet werden. Und genau hier gilt es, eine Entscheidung zu treffen. Und da interessiert mich Eure Meinung!

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Der Klosterwald hat viele geheime Ecken und Wege

Die Geschichte wird im Ortsteil Loccum spielen, soviel steht fest. Aber wo genau? Ich versuche mich zwischen zwei Möglichkeiten zu entscheiden: entweder im Klosterwald ODER aber direkt im Kloster Loccum.

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Welche Geheimnisse verbergen sich hinter den dicken Klostermauern?

Was meint Ihr? Ich bin gespannt!

Therapeut: Wald

Therapie unter Tannen – eine Doku, die ich gestern angeschaut habe und die mich begeistert hat. Der Gedanke, dass der Aufenthalt in der Natur, im Wald, gesundheitsfördernd ist, ist nicht neu. Aber dass es inzwischen weltweit Ärzte gibt, die in ihren Forschungen soweit gehen, dass sie festgestellt haben, dass sogar das Krebsrisiko sinken kann – das ist für mich wirklich neu. Ich wiederhole jetzt hier nicht alles, was in der Doku angesprochen wird, wen es interessiert, der kann sich den Beitrag in der Mediathek von 3Sat ansehen. Den Link findet Ihr hier.

Da ich das große Glück (für mich ist es zumindest ein Glück) habe, mitten auf dem Land zu leben, bin ich sowieso stets von Natur umgeben. Und Spaziergänge im Wald gehören für mich zu meinem Leben einfach dazu. Heute aber bin ich doch noch einmal mit wacheren Augen im heimischen Klosterwald in Loccum unterwegs gewesen. Statt einfach „nur“ spazieren zu gehen, habe ich genauer hingeschaut, auf all die kleinen und großen Geräusche gehört, vieles erfühlt und auch Fotos gemacht. Und einige möchte ich mit Euch teilen!

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Wanda wandert # 2 – Heimische Wege mit unerwarteten Wendungen

Die zweite Wanderung in diesem Jahr führt uns über heimische Pfade. Wir starten an der Ev. Akademie in Loccum – auf dem Weg dorthin läuft im Radio der Gute-Laune-Song „All about that bass“ – von wo aus wir in Richtung Münchehagen wandern wollen.
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Bei blauem Himmel und Sonnenschein genügt mir ein kurzärmliges Wanderhemd, was dafür sorgt, dass ich mich leicht und locker fühle. Auch wenn es heute erneut noch nicht so viele Kilometer werden, ist mein großer Rucksack zwecks Training von Nacken- und Schultermuskulatur wieder dabei.
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Wir marschieren direkt in den Loccumer Klosterwald hinein, begleitet von zahlreichen Vogelstimmen, die von allen Seiten her an meine Ohren dringen. Hin und wieder gesellt sich das Summen eines Insekts zu dem Chor und ich fühle wie meine Frühlingslaune Wellen schlägt. Glücklich setze ich einen Fuß vor den anderen, wobei ich mich daran erinnere, dass ich aufgrund diverser Entzündungen vor einem Jahr keinen Schritt machen konnte, ohne den Wunsch zu spüren, vor Schmerzen aufzuheulen. Ich strahle mit der Sonne um die Wette!
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Wir wandern in Richtung der Luccaburg, die mitten im Klosterwald an einer Kuhweide gelegen, an den Stifter des Klostergeländes, Wilbrand von Hallermund, erinnert. Wir biegen jedoch nicht in den schmalen Pfad dorthin ab, sondern bleiben auf dem Weg, auf dem auch der Pilgerweg Loccum-Volkenroda entlangführt. Ein ca. 300 km langer Weg, den damals die 12 Mönche mit ihrem Abt Ekkehard gegangen sind, weil sie hier in Loccum das Tochterkloster zu Volkenroda gründen wollten. Natürlich weiß man nicht, welche Wege sie gegangen sind, zumal etliches heute durch Asphaltdecken verändert iist. Einer meiner Bewegungsziele für die nächsten Jahre lautet, diesen Weg einmal von Volkenroda aus nach Hause zu gehen. Da tut Training Not!
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Auf unserer heutigen Wanderung legen wir einen längeren Stopp auf einer Bank ein, da ich mein Notizbuch nicht nur als zusätzliches Gewicht mitführen, sondern es auch mit Worten füllen will. Eine vierköpfige Männer Radfahrtruppe rollt vorbei. Sie haben sich schon eine Weile vorher durch laute Stimmen angekündigt. Eine Läuferin kreuzt den Weg der Zweiräder. Angestrengt und konzentriert nickt sie beim Laufen mit dem Kopf. Zwischen all diesen Geräuschen ein weiteres: ein Specht klopft nachdrücklich mit seinem starken Schnabel gegen einen Baum. Laut zwar, aber er bleibt für meine Augen unsichtbar.
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Nach einem ordentlichen Schluck aus der Trinkflasche, geht es dann weiter. Nach der ersten Schreib- und Trinkpause wandern wir noch eine kurze Strecke durch den Klosterwald, dessen Boden mit Teppichen aus Buschwindröschen geschmückt ist. Und dann öffnet sich der Wald und wir haben freien Blick über weite Felder und Wiesen, zwischen denen uns ein Weg weiter in Richtung Münchehagen führt. Oder gehören die Felder schon zu diesem Ortsteil dazu?
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Der Weg geht über in eine schmale, asphaltierte Straße, die sich eine Anhöhe hinaufschlängelt. Ziegengemecker durchdringt die Mittagsruhe. An einem schmalen Bach lebt eine Ziegenherde. Etliche Zicklein liegen und stehen neben ihren Müttern, die ein wachsames Auge auf ihren Nachwuchs und auch auf uns Menschen haben. Die Herde erinnert mich an den Ortsteil von Rehburg-Loccum, den wir uns heute als Wanderziel ausgeguckt haben – Bad Rehburg. Auch dort gab es früher zu Zeiten des Königlichen Bades Rehburg eine Ziegenherde. Diese war einzig zu dem Zweck angeschafft worden, die Kurgäste ab 1840 mit Molke zu versorgen, da die Wasserquelle bedauerlicherweise versiegt war.
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Wir befinden uns jedoch nach wie vor auf dem Weg nach Münchehagen, wo wir oben auf der Anhöhe nicht nur auf das Dörphus stoßen, das bei jedem Wetter zu einer gemütlichen Rast einlädt, sondern auch auf die siebte Station der Dino-Tour. Eine Infotafel sowie einige Tastblöcke mit den Abgüssen von Fossilien bieten dem Wanderer oder Radler ein Häppchen To-Go-Bildung an. Mir gefällt besonders der Zahn eines Megalodon. Nun ist es auch Zeit für ein belegtes Brötchen, welches unter freiem Himmel und mit Blick über die Felder und den Klosterwald auch gleich doppelt so gut schmeckt.
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Nach der zweiten Schreib-, Trink- und sogar Esspause geht es die Anhöhe wieder hinunter in Richtung Ortsmitte. Wir wandern am Friedhof vorbei, immer der Straße entlang. Ein Hinweisschild klärt uns dann noch darüber auf, dass es sich bei der Anhöhe um die schwarze Brücke gehandelt hat. Die Hauptstraße schlängelt sich an der kleinen Kirche vorbei, die dank der hübschen Anlage drumherum im Sonnenschein sehr idyllisch ausschaut. In der Nähe der Grundschule biegen wir ab und können kurz darauf einen Blick ins Freibad werfen, das sich noch im Winterschlaf befindet. Die große, blaue Rutsche trägt noch eine grüne Patina und im Schwimmerbecken ist zwar schon das Laub auf einen Haufen gefegt worden, aber von Wasser ist noch weit und breit nichts zu sehen.
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Kurz darauf biegen wir rechts auf die Straße ein, die zum Dinopark, neben dem Loccumer Kloster der wohl bekannteste Ort unserer Stadt, führt. Aber da wir den lebensechten Dino Nachbildungen heute keinen Besuch abstatten wollen, biegen wir kurz vorher in einen Weg ein, der am Ausgrabungsgelände des Parks entlang in die Rehburger Berge führt. Während wir die sanfte Steigung hoch wandern, bin ich durchaus den Bäumen um mich herum dankbar, dass sie uns Schatten spenden. Denn inzwischen ist die Temperatur sicherlich auf über 20 ° C geklettert. Und so sehr ich diesen Sonnentag liebe und genieße, knabbert die Wärme gerade an meiner Kraft.
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Aber ich schaffe es trotzdem bis zum höchsten Punkt unserer heutigen Wanderung, dorthin wo hinter einem Maschendrahtzaun ein Sendeturm der Telecom in den Himmel ragt. Ein paar Meter weiter um die Ecke wartet der Marienplatz, ein Teil des früheren historischen Wegenetzes der Bad Rehburger Kuranlage, mit einer Bank auf uns. Ich nutze sie ausgiebig, um auszuruhen, zu trinken und natürlich zu schreiben. Wir nehmen das letzte Wegstück unter die Füße. Nun geht es hinunter in den Ort. Die nächsten Meter geht es gemütlich bergab. Wir besprechen, dass wir nicht hinunter zur Straße gehen, die kurz vor Bad Rehburg zwischen den Bergen verläuft, sondern noch einmal links abbiegen werden, um den Weg zu nehmen, der an einem kleinen Pavillon entlang führt. Von wo aus wir dann über eine Treppe in den Ort hinunter gelangen.
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Und dann kommt der Moment, der unserer Wanderung eine entscheidende Wendung gibt. „Wo hast du denn den Autoschlüssel hin getan?“ Zur Erklärung: wir haben mein Auto in Bad Rehburg geparkt und sind dann mit dem Auto meines Mannes nach Loccum gefahren, um von dort zu starten. Ich bleibe mit offenem Mund, sehe vor meinem inneren Auge, wie ich den Schlüssel ins Handschuhfach gelegt habe – damit er auf der Wanderung nicht verloren geht… Schlau, anders kann man das nicht bezeichnen. Mein Mann bietet an, allein zurück zu gehen, um mich dann abzuholen. Wahnsinnig lieb, aber das kommt natürlich gar nicht in Frage! Auch er will mich nicht alleine ziehen lassen und so machen wir nach acht gewanderter Kilometern kehrt und marschieren erneut in Richtung Münchehagen. Dieses Mal gehen wir einen Weg, der auf der anderen Seite des Ausgrabungsgeländes entlangführt und auch am Dinopark. So sparen wir zum einen Kilometer und haben zum anderen grandiose Aussichten über die weiten Felder um Münchehagen und Loccum herum. Zudem ist es bei dem herrlichen Wetter gar nicht dramatisch noch länger draußen unterwegs zu sein. Ganz im Gegenteil: wir genießen die Auswirkungen meiner Schusseligkeit und ich bin erstaunt, wie gut meine Füße mich selbst über so eine lange Strecke schon wieder tragen.
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Und so vergeht die Zeit wie im Fluge, ratzfatz sind weitere vier Kilometer geschafft, als wir auf dem Parkplatz in Loccum ankommen. Stolze 12 Kilometer sind somit heute zusammen gekommen und ich beginne übermütig von 20, 25 oder sogar mal 30 Kilometer langen Wanderstrecken zu träumen. Aber für Heute bin ich einfach glücklich und zufrieden und kann die Wandermöglichkeiten in und um unsere Heimatstadt Rehburg-Loccum nur wärmstens empfehlen!
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