NaNoWriMo / Tag 2 – Ich liebe mein Schreib-Hirn ODER Wer ist Ole Jansen?

21192584_10155667232994299_8690012514061656254_n

Meine Statistik auf der NaNo Seite hat mir gerade gesagt, dass ich bei diesem Tempo meine 50k bereits am 24.11. erreichen werde. Ok, ich habe also einen guten Vorsprung raus geholt. Prima! Denn wie schon erwähnt, wird es etliche Tage in diesem Monat geben, an denen ich nur wenig bis gar nicht schreiben werde. Wobei ich es mir jetzt schon nicht mehr vorstellen kann! Nach nur zwei Tagen bin ich wieder schreib-locker – ich kann mein Glück gar nicht fassen. Egal, ich genieße es einfach!

Ach ja, 2.526 Wörter sind heute bei meiner Geschichte dazu gekommen, insgesamt habe ich jetzt einen Wordcount von 4.309. Hey, das kann sich doch echt sehen lassen!

Aber etwas viel wichtigeres ist heute noch geschehen. Mein geliebtes Schreib-Hirn – ich glaube fest daran, dass es einen Teil in meinem Gehirn gibt, der nur für das erfinden meiner Geschichten zuständig ist – hat wieder seine volle Funktionsfähigkeit! Was das bedeutet? Ein Plot Problem wird oben hinein geworfen, lautes rattern ertönt – sehr nervig wenn es manchmal Stunden oder Tage dauert – und dann voilà: eine Lösung!

Ok, am aktuellen Beispiel bedeutete dies heute: auf unerklärliche Weise war ein gewisser Ole in Lunas Geschichte aufgetaucht. Da meine Geschichte auf ungeplanten Sohlen daher kommt, ist dies nicht gänzlich verwunderlich. Aber weder Luna noch ich wussten etwas mit ihm anzufangen. Er hat einen grauen Bart und schon sehr ausgeprägte Falten. Hauptsächlich Lachfalten, was ihn ja sehr sympatisch macht. Und sonst? KEINE AHNUNG!

Ich wollte ihn schon wieder rausschmeißen, aber nachdem er beharrlich in drei Szenen aufgetaucht war, war mir klar, dass mein Schreib-Hirn wieder irgendetwas wusste, was es mir nur noch nicht mitgeteilt hatte. Stephen King schreibt in seinem Buch „Das Leben und das Schreiben“ ja auch, dass es seine Geschichten im Grunde schon gibt und er sie beim schreiben nur behutsam nach und nach „ausgraben“ muss. Das war jetzt sehr frei beschrieben. Lest es nach, wenn es Euch näher interessiert. Dieses Buch ist lesenswert!

Also, nahm ich mein Archäologen Pinselchen zur Hand und fing an meinen Dino-Knochen (so bezeichne ich manches Mal meine Geschichts-Ideen-Schnipselschen) vorsichtig abzuwischen.

Bedeutete in der Realität: ich befand mich auf dem Weg ins Loccumer Kloster, um dort meine letzte Gästeführung in diesem Jahr zu machen, stehe mittich im Ort an der Ampel und es trifft mich wie ein Blitz: coaiueporaeranm,dfna//)&&f!!!

Sorry, aber was es tatsächlich mit Ole auf sich hat, das kann ich Euch hier natürlich noch nicht verraten. Aber in diesem Moment wusste ich, wo er in der Geschichte hingehört, welche „Funktion“ er hat. Ich bin in solchen Momenten sehr darauf angewiesen, meine Erkenntnis zu teilen und so rief ich meinen Mann auf der Arbeit an und erzählte ihm in wenigen Worten von Oles Schicksal. Und nein, meinen Mann werdet Ihr auch nicht überreden können, mehr über Ole zu erzählen!

Ja, das ist also der Grund, warum ich mein Schreib-Hirn liebe. Warum ich so wahnsinnig gerne einfach drauflos schreibe. Diese Momente, wenn es einfach KLICK macht – toll!

So, davon werde ich jetzt zehren und mich morgen frohgemut wieder ans Schreib-Werk machen. Einen tollen Abend für Euch – ich geh jetzt singen!

Advertisements